Sonntag, 5. Juli 2026

Deutschland besiegt den Olympiasieger Frankreich

Die Siebenerrugby-Nationalmannschaft gewinnt das erste von zwei EM-Turnieren – Frauen verbessern sich auf Platz 5

Die deutschen Siebenerrugby-Nationalmannschaften haben das Heimturnier in Hamburg dazu genutzt, in der Europameisterschaft 2026 große Sprünge zu machen. Die Männer von Bundestrainer Pablo Feijoo wurden durch einen auf fantastische Weise herausgespielten 26:7 (5:7)-Finalsieg über Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich Turniersieger, verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr um fünf Plätze und gehen mit 20 Punkten als Tabellenführer in das zweite und entscheidende Turnier vom 24. bis 26. Juli im kroatischen Split. Die Frauen von Bundestrainer Curtis Bradford besiegten Irland im Spiel um Platz 5 mit 19:5 (14:0), waren im Vorjahr Achter und haben nun zwölf Punkte auf ihrem Konto.

Die Männer, auch betreut von Rekord-Nationalspieler Clemens von Grumbkow (Heidelberg), der vor den Hamburg Sevens die Ausfälle von sechs Leistungsträgern beklagt hatte, feierten in sechs Spielen sechs Siege. Das märchenhafte Auftreten begann mit einem 42:0 (21:0) gegen Tschechien, zu dem Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880), Ben Ellermann (FC St. Pauli), Philip Gleitze, dessen Zwillingsbruder Anton (Berliner RC), Maximilian Kammholz (RG Heidelberg) und Felix Hufnagel (Germania List), der mit allen Erhöhungen traf, sechs Versuche beisteuerten. Gegen Polen gelang nach sieben Versuchen durch Amekuedi (3), Philip Gleitze (2), Cedric Eichholz (RGH) und Hufnagel, der drei Mal erhöhte, ein 41:0 (26:0)-Sieg, ehe den Deutschen gegen den WM-Dritten Spanien mit einem 10:0 (5:0)-Erfolg eine Weichenstellung glückte. Chris Umeh (SC Neuenheim) und Amekuedi legten die Versuche zum Gruppensieg.

Im Viertelfinale gelang nach einem 7:14-Pausenrückstand ein 26:12-Sieg über Großbritannien, den Amekuedi, Bennet Veil (TSV Handschuhsheim), Kapitän Philip Gleitze und Hufnagel, der mit drei Erhöhungen traf, durch vier Versuche sicherten. Im Halbfinale waren die Deutschen mit 19:0 besser als Belgien. Hufnagel, der als bester Spieler der EM ausgezeichnet wurde, glückte mit drei Versuchen und zwei Erhöhungen alle deutschen Punkte. Frankreich wurde aufgrund einer hervorragenden Verteidigungsleistung durch Versuche von Anton Gleitze, Hufnagel, Ellermann und Eichholz und durch drei Hufnagel-Erhöhungen mit 26:7 regelrecht zerlegt.

„Wir waren am Finaltag richtig gut. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die sich den Turniersieg redlich verdient haben“, lobte der Spanier Pablo Feijoo.

Die deutschen Frauen starteten mit zwei Niederlagen ins Turnier. Gegen Tschechien gab es ein 12:17 (5:5) mit Versuchen von Spielführerin Mette Zimmat und Johanna Hacker und einer Erhöhung von Charlotte Malaizier (alle HRK). Gegen Polen, das später das Endspiel gegen Frankreich mit 14:17 verlor, hatten die Deutschen mit 7:24 (7:5) das Nachsehen, obwohl Zimmat ein von Julia Braun (RK 03 Berlin) erhöhter Führungsversuch gelang. Das dritte Vorrundenspiel gegen die Türkei wurde allerdings nach Versuchen von Laura Schwinn (SCN), Malaizier, Zimmat (2), Sophie Hacker (HRK) und Braun sowie fünf Erhöhungen von Malaizier (4) und Schwinn mit 40:5 (19:0) gewonnen, bevor im Viertelfinale eine 5:7 (5:0)-Niederlage gegen Belgien betrauert wurde. Malaizier legte den Ehrenversuch.

Im Halbfinale der Platzierungsrunde nahmen die deutschen Frauen mit 14:10 (7:10) gegen Tschechien Revanche für die erste Niederlage. Zimmat legte zwei Versuche, Malaizier erhöhte zwei Mal. Und im Spiel um Platz fünf gelang ein 19:5 (14:0)-Sieg über die große Rugby-Nation Irland, zu dem Mette Zimmat (2) und Gesine Adler (Germania List) mit drei Versuchen sowie Charlotte Malaizier mit zwei Erhöhungen beitrugen.

„Wir haben am Finaltag ein Spiel gezeigt, mit dem ich nicht ganz zufrieden war, und am Ende eines, in dem wir eine tolle Leistung gezeigt haben“, war der Wahl-Heidelberger Curtis Bradford mit seinem Team zufrieden.

EM-Stand Männer: 1. Deutschland 20 Punkte, 2. Frankreich 18, 3. Italien 16, 4. Belgien 14, 5. Portugal 12, 6. Spanien 10, 7. Großbritannien 8, 8. Georgien 6, 9. Tschechien 4, 10. Ukraine 3, 11. Litauen 2, 12. Polen 1; Frauen: 1. Frankreich 20, 2. Polen 18, 3. Belgien 16, 4. Spanien 14, 5. Deutschland 12, 6. Irland 10, 7. Tschechien 8, 8. Portugal 6, 9. Dänemark 4, 10. Großbritannien 3, 11. Schweden 2, 12. Türkei 1.

Die deutsche Nationalmannschaft feiert nach Siegen über Tschechien, Polen, den WM-Dritten Spanien, Großbritannien, Belgien und Olympiasieger Frankreich den Turniersieg beim EM-Turnier in Hamburg. Foto: Jan Perlich


Mittwoch, 1. Juli 2026

Toulouse holt sich den 25. Meistertitel

28:20-Finalsieg über Montpellier - Northampton Saints Titelträger in England

Stade Toulousain hat am Abend des 27. Juni 2026 zum 25. Mal die französische Rugby-Meisterschaft gewonnen. Unter der Regieführung von Trainer Ugo Mola ist es der vierte Titelgewinn in Folge. Im ausverkauften Stade de France feierte Toulouse einen 28:20 (25:6)-Sieg über Rugby Montpellier-Herault. Der Verein aus der Heidelberger Partnerstadt, Zweiter der Top-14-Liga hinter Toulouse, hat erst zum zweiten Mal das Endspiel erreicht. 2011 gab es eine 10:15-Niederlage – gegen Stade Toulousain.

Am Samstag hatte der Titelverteidiger eine traumhafte erste Halbzeit und führte – noch immer ohne Schlussmann und Chefkicker Thomas Ramos – durch drei Versuche von Hakler Peato Mauvaka (5. und 32. Minute) und Gedrängehalb Antoine Dupont (36.) sowie zwei Erhöhungen und zwei Straftritten von Verbinder Romain N’Tamack gegen zwei Straftritte von Montpelliers argentinischem Verbinder Domingo Miotto mit 25:6, ehe der Herausforderer stärker und stärker wurde. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff fing der eingewechselte Innendreiviertel Justo Piccardo einen Ball heraus und legte einen Versuch, den Miotti zum 25:13 erhöhte. Zwar stellte N’Tamack das Resultat per Straftritt auf 28:13 (52.), doch nach Leo Colys selbst erhöhten Versuch zum 28:20 und nach einem gewaltigen Gewitter stand der Sieg des Rekordmeisters auf des Messers Schneide. Außendreiviertel Matthis Lebel, neben den erneut herausragenden Dupont, N’Tamack, Mauvaka, François Cros und Santiago Chocobares bester Spieler des von Staatspräsident Emmanuel Macron besuchten Endspiels, musste nach einer Zeitstrafe (42.) zehn Minuten zuschauen.

Toulouse begann mit folgender Fünfzehn: Blair Kinghorn (Schottland) – Teddy Thomas (Frankreich), Pierre Louis Barassi (Frankreich), Santiago Chocobares (Argentinien), Matthis Lebel (Frankreich) – Romain N’Tamack (Frankreich), Antoine Dupont (Frankreich) – Kapitän Jack Willis (England), Alexandre Roumat (Frankreich), François Cros (Frankreich) – Emmanuel Meafou (Frankreich), Joshua Brennan (Irland) – Joel Merkler (Spanien), Peato Mauvaka (Frankreich), Rodrigue Neti (Frankreich).

Die 25 Meisterschaften von Stade Toulousain: 1912, 1922, 1923, 1924, 1926, 1927, 1947, 1985, 1986, 1989, 1994, 1995, 1996, 1997, 1999, 2001, 2008, 2011, 2012, 2019, 2021, 2023, 2024, 2025 und 2026.

Champions Cup-Sieger (Heineken Cup): 1996, 2003, 2005, 2010, 2021 und 2024.

Die Northampton Saints haben vor 81.125 Zuschauern in Twickenham durch einen 26:17 (14:10)-Sieg über die Exeter Chiefs zum dritten Mal nach 2014 und 2024 die englische Rugby-Meisterschaft gewonnen. Der Champions-Cup-Sieger von 2000, Klub des berühmten Innendreiviertels Jeff Butterfield, erzielte vier Versuche durch die Nationalspieler Tommy Freeman (1. Minute) und Fin Smith (31.) sowie George Hendy (64. und 67.) Smith brachte zwei Straftritte ins Ziel.

Exeter kam zu drei Versuchen durch Außendreiviertel Campbell Ridl (39.), den neuseeländischen Prop Josh Iosefa-Scott (51.) und Zweite-Reihe-Stürmer Dafydd Jenkins aus Wales (52.). Innendreiviertel Henry Slade, 74-facher Nationalspieler des Rosenteams, traf mit eine Erhöhung. 

Montag, 29. Juni 2026

Rugby-Nachwuchs triumphiert bei den Heidelberg Sevens

Baden-Württembergs U16 besiegte den Grand Est Frankreichs im Endspiel mit 48:0

Das internationale Siebenerrugby-Turnier „Heidelberg Juniors & Girls Sevens“, das am 27. und 28. Juni 2026 im städtischen Rugbystadion Fritz-Grunebaum-Sportpark stattfand, war für den ausrichtenden Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) ein sportlicher und organisatorischer Erfolg, obwohl das heiße Wetter den Spielerinnen und Spielern, aber auch den Match Officials unter der Gesamtleitung von Marius Bollian literweise Schweiß kostete. Allerdings: Nachdem Steffen Grimm und Elmar Menold nach der sehr kurzfristigen Absage der Stadtauswahl von Straßburg noch in der Nacht zum Samstag den Turnierplan neu aufgestellt und die Spielzeit von zweimal sieben auf zweimal sechs Minuten verkürzt hatten, wurde das Organisationsteam um RBW-Jugendwartin Caroline Trost von allen 15 Teamleitern einhellig gelobt. An zwei Turniertagen und bei 46 Spielen der bestens trainierten U16-Spieler und U18-Juniorinnen gab es zur Freude von Turnierarzt Dr. Markus Wiener nur ganz wenige Sportverletzungen und keinerlei hitzebedingte Probleme.

Die U16-Jugendlichen des RBW wurden zur Freude von Landestrainer Jan Ceselka und dessen Kollegen Ruben May auf besonders souveräne Weise zum zweiten Mal nach 2025 Turniersieger. Sie gewannen die Gruppenspiele gegen Niedersachsen mit 54:0, gegen den viermaligen Turniersieger Tschechien mit 50:0, gegen Luxemburg mit 40:0 und gegen Belgien mit 38:0, bevor es im Halbfinale einen 34:0-Erfolg über Luxemburg und im Endspiel einen 48:0-Sieg gegen die Auswahl des französischen Landesverbandes Grand Est gab. Jan Ceselka hatte am überzeugenden Auftreten seines goldenen Jahrgangs überhaupt nichts auszusetzen, und groß war der Applaus der Rugby-Fans – unter ihnen Michael Titze (Geschäftsführer des Badischen Sportbundes Nord) und der neue RBW-Vorsitzende Karl-Heinz Bahr aus Rottweil -, als André Brauner als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Die fleißigsten Punktesammler des RBW waren Joschi May (27), André Brauner (26), Felix May (25) und Jack Dempsey (24).

Bei der Siegerehrung, die Heidelbergs Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Sportamtsleiter Gert Bartmann und die Heidelberger Siebenerrugby-Nationalspieler Mette Zimmat und Max Zahner gemeinsam gestalteten, erhielt die Rugby-Akademie Süd aus den Niederlanden den Fairnesspreis, und hinter den Jungs aus Baden-Württemberg und Ostfrankreich landeten Luxemburg, Tschechien, die Niederländer, Baden-Württembergs Perspektivteam, Belgien, Niedersachsen und Israel auf dem Plätzen. Das Perspektivteam mit den Trainern Felix Martel und Felix Gajewski feierte einen 36:5-Erfolg über Israel und hatte einige große Talente in seinen Reihen.

Nicht so gut wie in den Vorjahren präsentierten sich die U18-Juniorinnen des RBW, die unter der Leitung der Trainer Lisa Bohrmann und Andreas Hacker gegen Belgien mit 0:32, Nordrhein-Westfalen mit 12:29, die Niederlande mit 7:40 und Tschechien mit 15:24 verloren, dann ein 7:7 gegen Grand Est erreichten, dieser französischen Mannschaft aber im Platzierungsspiel mit 7:14 unterlagen. So blieb nur der sechste Platz hinter dem Turniersieger Niederlande, dessen Team von Hollands Rugby-Heros und Europaauswahl-Spieler Mats Marcker betreut wurde, sowie hinter Tschechien, Belgien, Nordrhein-Westfalen und Grand Est. Fairstes Team war Nordrhein-Westfalen, beste Turnierspielerin Hollands Eleonorah ten Cate. Die Punkte der RBW-Juniorinnen erzielten Chloe Cambresy (14), Noemi Oertel (10), Juli Zoe Schrenk (7) sowie Lilli Schüssler und Jimena Asorey Vega (je 5).

Die RBW-Auswahlen, U16-Jugend: Tim Nessler (TSV Handschuhsheim), Marius Gifhorn (TSV), Joschi May (TSV), Levin Böttcher (TSV), André Brauner (Heidelberger RK), Felix May (TSV), Leon Jäger (TSV), Julian Gnilka (TSV), Samuel Kurrent (TSV), Remi Folnovic (Berliner SV), Mathis Stöckler (RG Heidelberg), Jeremy Humphries (TSV), Kian Moghadam (TSV), Sebastian Rothe (Heidelberger TV), Johann Rost (HRK), Robin Bayer (HRK), Leo Christ (TSV), Henry Schmitt (RGH), Evan Carter (TSV), Liam Miskella (TSV), Julius Grimm (HRK), Alex Merkel (RC Rottweil), Alexander Przyborski (Wiedenbrücker TV), Mark Rempel (WTV).

U18-Juniorinnen: Maja Krzyzanowski (HRK), Noemi Oertel (TSV), Lilli Schüßler (RGH), Luise Hoffmann (HRK), Sophia Lodder (HRK), Letitia Falcone (SC Neuenheim), Eva Jakob (TSV), Jimena Asorey-Vega (HRK), Emma Gnilka (TSV), Wanda Radetzki (TSV), Klara Drake Günther (BSV), Chloe Cambresy (FC St. Pauli).


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Die siegreiche U16-Auswahl des RBW feiert den erneuten Turniersieg und den besten Turnierspieler André Brauner. Links Bürgermeisterin Stefanie Jansen, RBW-Vorsitzender Karl-Heinz Bahr und Nationalspieler Max Zahner, rechts Sportamtsleiter Gert Bartmann und Nationalspielerin Mette Zimmat. Foto: F&S

Mittwoch, 24. Juni 2026

Zwei Meistertitel für den Rugby-Nachwuchs

Baden-Württembergs Auswahlen trumpften in Berlin groß auf

Bei den deutschen Meisterschaften der Landesverbände in Berlin haben die vier Auswahlen des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg (RBW) erfreulich abgeschnitten. Die U16- und U18-Junioren wurden deutscher Meister, die U18-Juniorinnen wurden Vizemeister, und die U15-Mädchen beendeten die Titelkämpfe im olympischen Siebenerrugby auf dem dritten Rang.

U15w: RBW - Berlin 36:14, RBW - Hessen 19:15, RBW - Nordrhein-Westfalen 14:33, RBW - Bayern 10:0; Spiel um Platz 3: RBW - Berlin 42:0. - Die Punkte für Baden-Württemberg erzielten ⁠Wanda Radetzki (TSV Handschuhsheim) 44, ⁠Ina Breisch (TB Nürtingen-Neckarhausen) 32, ⁠Emma Gnilka (TSV) 15, ⁠Veronica Stork Budia (Heidelberger TV) 15, ⁠Carlotta Mühlenstädt (RG Heidelberg) 5, ⁠Paulina Palacios Wollgast (Heidelberger RK) 5 und ⁠Hilda Hottenrott (TSV) 5.

U18w: RBW - Nordrhein-Westfalen 0:12, RBW - Hamburg 29:0, RBW - Niedersachsen 29:5, RBW - SG Bayern/Hessen 41:0, RBW - Berlin 41:5; Endspiel: RBW - Nordrhein-Westfalen 5:27. - Die Punkte des RBW-Teams erzielten Maja Krzyzanowski (HRK) 67, Noemi Oertel (TSV) 37, Letitia Falcone (SC Neuenheim) 16, Lilli Schüssler (RGH) 15, Luise Hoffmann (HRK) 5 und Sophia Lodder (HRK) 5.

U16m: RBW - Brandenburg 45:0, RBW - Nordrhein-Westfalen 33:0, RBW - Niedersachsen 54:0, RBW - Berlin 31:7, RBW - Hessen 15:12, RBW - Bayern 42:0. - Die Punkte des deutschen Meisters RBW erzielten Joschi May (TSV) 35, Andre Brauner (HRK) 35, Leon Jäger (TSV) 25, Marius Gifhorn (TSV) 25, Samuel Kurrent (TSV) 25, Tim Nessler (TSV) 15, Felix May (TSV) 10, Henry Schmitt (RGH) 10, Nelson Sunagel (TSV) 10, Julian Gnilka (TSV) 10, Levin Böttcher (TSV) 5, Kian Moghadam (TSV) 5, Robin Bayer (HRK) 5 und Jeremy Humphries (TSV) 5.

U18m: RBW - SG Sachsen/Thüringen 44:0, RBW - Niedersachsen 38:0, RBW - Hessen 12:0, RBW - Berlin 29:10, RBW - Nordrhein-Westfalen 24:0; Endspiel: RBW - Hessen 15:0. - Die Punkte des deutschen Meisters erzielten Jan Rother (RGH) 40, Jonathan Hanak (TSV) 25, Johannes Roll (HRK) 20, Stefan Darimont (HRK) 14, Mika Tisken (TSV) 14, Felix May (TSV) 12, Robin Schmitt (RGH) 12, Andre Brauner (HRK) 10, Antoine Wagner (TSV) 5, Luis Weigold (TSV) 5 und Julian Nowok (RC Rottweil) 5.

Toulouse gegen Montpellier im Finale

Am 27. Juni wird die französische Rugby-Meisterschaft entschieden

Titelverteidiger Stade Toulousain und der Rugby-Club Herault aus Heidelbergs Partnerstadt Montpellier bestreiten am Samstag um 21 Uhr im Stade de France in St. Denis das Endspiel der französischen Rugby-Meisterschaft. Die beiden südfranzösischen Vereine, Meister und Vizemeister der Top-14-Liga, setzten sich in den Halbfinalspielen gegen die Konkurrenten aus Paris durch.

Toulouse, das seinen 25. Meistertitel anstrebt, gewann im Vélodrome Marseille gegen Racing 92 Paris nach einer Galavorstellung mit 71:17 Punkten, während sich Montpellier an gleicher Stelle mit 25:15 gegen Stade Français Paris durchsetzte.

Nach dem 45:5-Viertelfinalsieg von Stade Français über den RC Rochelais-Atlantique war der Verein des Eppelheimer Eigentümers Dr. Hans-Peter Wild (Capri-Sun) als möglicher neuer Meister gehandelt worden, doch spielte die Mannschaft gegen das kampfstarke Montpellier viel zu undiszipliniert. So konnten die beiden Erste-Reihe-Pfeiler Paul und Moses Alo-Emile im angeordneten Gedränge dem enormen Druck von Montpelliers Stürmern nicht standhalten, brachen mehrfach ein und ermöglichten dem gegnerischen Kickspezialisten Domingo Miotti fünf erfolgreiche Straftritte. Während Paris mit zwei Versuchen von Gedrängehalb Tawera Kerr-Barlow (12. Minute) und Außendreiviertel Peniasi Dakuwaqa (14.) sehr gut begann, baute die Mannschaft von Trainer Morgan Parra immer mehr ab. Montpellier gewann, obwohl Schlussmann Tom Banks (9.) nur einen Versuch legte.

Montpellier hat die französische Meisterschaft noch nie gewonnen. 2011 erreichte die Mannschaft zwar das Endspiel im mit 77.000 Zuschauern gut besetzten Stade de France, verlor jedoch mit 10:15 – gegen Stade Toulousain, das am Samstag seinen 25. Meistertitel und seine vierte Meisterschaft in Folge erreichen möchte und als Favorit gilt. Montpellier hatte in der Vergangenheit einige prominente Spieler: Frankreichs Verbindungshalb François Trinh-Duc, Neuseelands 81-facher All-Back-Gedrängehalb Justin Marshall oder Schottlands Schlussmann Gregor Townsend, der seit einigen Jahren Nationaltrainer in Schottland ist.

Toulouse, ohne den verletzten genialen Schlussmann und weltbesten Kicker Thomas Ramos, spielte gegen Racing 92, das 1892 nach einem 4:3 gegen Stade Français erster französischer Meister war, ganz groß auf und erzielte zehn Versuche durch zehn verschiedene Akteure, von denen Verbinder Romain N’Tamack (8) und Schlussmann Blair Kinghorn (1) neun erhöhten. Zwar ging Paris durch einen Straftritt von Antoine Gibert mit 3:0 ich Führung, doch in der 68. Minute stand es 71:3. Teddy Thomas, François Cros, Emmanel Meafou, Jack Willis, Antoine Dupont, Kalvin Gourgues, Matthis Lebel, Julien Marchand, Peato Mauvaka und Ange Capuozzo legten die brillant herausgespielten Versuche für das Team von Trainer Ugo Mola, dessen Pariser Kollege Frédéric Michalak ziemlich ratlos wirkte.

Vielleicht kann Thomas Ramos bei der Titelverteidigung mithelfen, dann ist Toulouse noch stärker.

Rugby-Nachwuchs aus sieben Nationen in Heidelberg

Baden-Württembergs Jugendliche gehen als Titelverteidiger in die Heidelberg Sevens

Seit 1995 richtet der Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) internationale Turniere im seit 2016 olympischen Siebenerrugby in seiner Hochburg Heidelberg aus. Am Samstag von 9 bis 16 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr finden im städtischen Fritz-Grunebaum-Sportpark die 18. Heidelberg Juniors & Girls Sevens für 16 Teams aus sieben Nationen statt – ein Turnier, das angesichts der hohen Temperaturen den zehn U16-Jugendmannschaften und den sechs U18-Juniorinnenteams alles abverlangen wird.

Der RBW hat sich unter der Turnierleitung der erfahrenen Jugendwartin Caroline Trost auf die äußeren Bedingungen eingestellt, den Turnierbeginn am Samstag um eine Stunde vorverlegt und für Aktive, Schiedsrichter und Publikum erträgliche Bedingungen mit vielen hundert Litern kühler Getränke und zwei Sprühduschen geschaffen.

Baden-Württembergs Jugendliche, die kürzlich in Berlin ungeschlagen und mit nur 17 Gegenpunkten in sechs Spielen deutscher Meister der Landesverbände geworden waren, starten als Titelverteidiger in das Turnier und haben es in der Vorrunde mit den Nationalmannschaften aus Belgien, den Niederlanden und Luxemburgs sowie mit der Stadtauswahl von Straßburg zu tun. In der anderen Vorrundengruppe spielt das Entwicklungsteam des RBW gegen das in Heidelberg bereits vier Mal siegreiche Nationalteam Tschechiens, die Nationalmannschaft Israels, die französische Regionalauswahl Grand Est und die Auswahl Niedersachsens.

Baden-Württembergs Juniorinnen, die aufgrund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle bei den deutschen Titelkämpfen in Berlin nur mit acht Akteurinnen antreten konnten und das Endspiel gegen Nordrhein-Westfalen zu sechst austragen mussten, haben 2025 den zweiten Platz hinter den Niederlanden belegt und tragen an den beiden Turniertagen sechs Spiele aus. Die Spielpartnerinnen sind die Nationalmannschaften Belgiens, Tschechiens und der Niederlande, das französische Département Grand Est und der deutsche Meister Nordrhein-Westfalen.

Landestrainer Jan Ceselka (Heidelberg), der von den Teamtrainern Lisa Bohrmann, Ruben May, Felix Martel und Andreas Hacker unterstützt wird, traut beiden Auswahlen der Gastgeber vordere Platzierungen zu und stellt fest: „Wir haben sehr gut trainiert und sind in Form!“ Schirmherr der Heidelberg Juniors & Girls Sevens ist Oberbürgermeister Eckart Würzner, die Siegerehrung und Auszeichnung der besten Turnierspieler ist am Sonntag um 16.30 Uhr. Unter der Leitung von Marius Bollian sind 24 Schiedsrichter aus Belgien, England, Wales, Tschechien, den Niederlanden und Deutschland im Einsatz.

Dienstag, 16. Juni 2026

Stade Français Paris mit Titelchancen

Favorit im französischen Halbfinale gegen Montpellier

Stade Toulousain gegen Racing 92 Paris am Freitag und RC Montpellier-Hérault gegen Stade Français Paris am Samstag heißen die Halbfinal-Paarungen der französischen Rugby-Meisterschaft 2026, die beide um 21 Uhr im Stade Vélodrome in Marseille ausgetragen werden. Während der 24-malige Meister Toulouse nach einer durchwachsenen Saison mit immerhin acht Niederlagen in 26 Spielen mit 86 Punkten als Erster der Top-14-Liga durchs Zwischenziel ging, sicherte sich der Rugby-Club aus Heidelbergs Partnerstadt Montpellier mit 82 Punkten den zweiten Platz. Toulouse und Montpellier haben sich damit direkt für die Semifinals qualifiziert.

Die Vereine auf den Rängen drei bis sechs haben die Viertelfinals ausgetragen. Stade Français Paris, dessen Eigentümer Dr. Hans-Peter Wild (Eppelheim/Capri Sun) dem Spiel gegen den RC Rochelais-Atlantique im Stade Jean Bouin beiwohnte, hatte mit 79 Punkten den dritten Platz erobert, was insofern überraschte, weil die Rosaroten in der letzten Saison bis zum Schluss gegen den Abstieg gekämpft hatten. Nun gelang der Mannschaft von Angriffstrainer Morgan Parra ein eindrucksvoller 45:5-Sieg über die Bretonen von Teammanager Robert Mohr, wobei der Pariser Sturm wie entfesselt auftrumpfte und Flankenstürmer Romain Briatte nicht zu bremsen war und drei Versuche legte. Insgesamt gewann Stade Français mit 7:1 Versuchen und 5:0 Erhöhungen, für die Verbinder Louis Carbonel verantwortlich zeichnete. Pikant am Rande: Gedrängehalb Tawera Kerr-Barlow, einst U20-Weltmeister mit Neuseeland und jahrelang für La Rochelle aktiv, war der überragende Taktgeber von Stade Français, das in dieser Form das Team Montpelliers nicht fürchten muss.

Im zweiten Viertelfinale feierte der Top-14-Fünfte Racing 92 Paris (74 Punkte) einen hauchdünnen 33:31-Sieg im Stade du Hameau der Section Paloise, die in der Abschlusstabelle der Liga mit 78 Punkten Rang vier belegt hatte. Während Pau mit 4:3 Versuchen erfolgreicher war, wurde spielentscheidend, dass der Pariser Verbindungshalb Antoine Gibert mit drei Erhöhungen und vier Straftritten traf, während der für Pau aktive englische Nationalspieler Joe Simmonds „nur“ vier Erhöhungen und einen Straftritt ins Goal trat.

Der RC Vannes mit dem Aachener Zweite-Reihe-Stürmer Eric Marks (29 Jahre) hat das Endspiel der zweiten Liga Pro D2 gegen das zweitplatzierte Provence Rugby mit dem Heidelberger Erste-Reihe-Stürmer Julius Nostadt (33) mit 18:14 gewonnen und ist nach nur einem Jahr in die Top-14-Liga zurückgekehrt. Der RC Montauban steigt als Tabellenletzter mit nur sieben Punkten aus 26 Spielen ab. USA Perpignan hat als Vorletzter der Top 14 immerhin 29 Punkte gesammelt und das Aufstiegsspiel gegen Provence Rugby mit 47:24 gewonnen. Damit bleiben die Harlequine vom Mittelmeer erstklassig, während die Spielgemeinschaft von Aix-en-Provence und Marseille in der zweiten Liga einen neuen Anlauf auf den Aufstieg nehmen muss.

Das französische Endspiel findet am Samstag, 27. Juni, um 21 Uhr im Stade de France in St. Denis statt.

Montag, 8. Juni 2026

Der SC Frankfurt 1880 will seinen Meistertitel verteidigen

Im 103. deutschen Rugby-Endspiel strebt der Herausforderer Sportclub Neuenheim die 10. Meisterschaft an

Im 103. Endspiel um die deutsche Rugby-Meisterschaft, das am 13. Juni um 15 Uhr im Stadion der Sportfreunde Ricklingen stattfindet, treffen mit dem Titelverteidiger SC Frankfurt 1880 und dem Sportclub Neuenheim 1902 alte Bekannte aufeinander, die bei aller Rivalität auch eine lange Freundschaft verbindet. Dies dokumentiert eine Urkunde, die in den 1980-er Jahren vom SC Frankfurt 1880 ausgefertigt wurde, im Klubhaus des SCN in der Heidelberger Tiergartenstraße 7 hängt und bescheinigt, dass die beiden Vereine bereits seit den 1910-er Jahren befreundete Spielpartner sind.

In einem deutschen Endspiel begegnen sich diese beiden Vereine heute zum dritten Mal. 2023 in Frankfurt/Main mit 30:16 und 2024 in Heidelberg mit 20:14 haben die Mainhessen den Titel gewonnen. Der SC Frankfurt 1880, der seit der Spielzeit 2018/19 in Deutschland keine Niederlage – weder in der Bundesliga, noch in Finals – erlitten hat, bestreitet sein 19. Endspiel um die deutsche Meisterschaft und möchte seinen zwölften Meistertitel insgesamt und den sechsten in Folge erringen, während der SC Neuenheim im 27. deutschen Endspiel zum zehnten Mal triumphieren möchte. Doch die Favoritenrolle ist an die Frankfurter vergeben.

Seit 1909, als auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart zum ersten Mal ein Endspiel um die deutsche Rugby-Meisterschaft stattfand und der nicht mehr existierende FV 1897 Hannover mit 6:3 gegen den FV Stuttgart (heute: VfB Stuttgart) gewann, wurde der deutsche Meister nur zweimal nicht in einem Finalspiel ermittelt: 1911 fand zwischen den eigentlich qualifizierten FV1897 Hannover und SC Frankfurt 1880 kein Endspiel statt, weil sich kein Ausrichter fand, und 2002 wurde der DRC Hannover als Erster der Bundesliga-Runde deutscher Meister. Von 1915 bis 1919 und von 1943 bis 1947 wurde wegen der beiden Weltkriege keine Meisterschaften ausgetragen. 1935 gab es keinen deutschen Meister, weil der Deutsche Rugby-Verband ein Werbejahr organisiert hatte und ausgerechnet auf seine attraktivste nationale Veranstaltung verzichtete. 1941 mit dem Gesamtsieger SC Elite Hannover und 2001 mit dem Meister DRC Hannover gab es jeweils zwei Endspiele um den Titel.

Im Jahr 2005 mit dem 21:9 des DRC Hannover über den TSV Handschuhsheim wurde zum letzten Mal ein deutsches Endspiel in der niedersächsischen Landeshauptstadt ausgetragen. Hannover war insgesamt 38-mal Austragungsort eines Meisterschaftsendspiels, Heidelberg 27-mal und Frankfurt/Main 18-mal.

Deutscher Rekordmeister ist der TSV Victoria Linden mit 20 Titelgewinnen, dessen sagenhafte Mannschaft der 1950-er Jahre am 7. Juni 1953 von Bundespräsident Theodor Heuss, einem der Gründungsverleger der Rhein-Neckar-Zeitung, mit dem Silbernen Lorbeerblatt, der höchsten staatlichen Auszeichnung für erfolgreiche Sportler, ausgezeichnet worden waren. Vierzehn deutsche Meistertitel gewann der Heidelberger Ruderklub, elf der SC Frankfurt 1880, jeweils neun der Deutsche Sportvereine von 1878 Hannover und der SC Neuenheim und sieben der DRC Hannover. Die übrigen deutschen Rugby-Meister sind: SV Odin Hannover (6 Titelgewinne), FV 1897 Linden und Rudergesellschaft Heidelberg (je 4), FC Schwalbe Hannover, VfR Döhren, SV 1908 Ricklingen und SC Germania List (je 3), VfV Hannover (2), Ordnungspolizei Berlin, SC Elite Hannover, FC 1897 Hannover, TSV Handschuhsheim und TV Pforzheim (je 1).

Das letzte deutsche Endspiel 2025 gewann der SC Frankfurt 1880 auf eigenem Platz in der Feldgerichtstraße neben dem Hessischen Rundfunk mit 43:5 gegen den TSV Handschuhsheim.

Die Titelgewinne der Finalisten, SC Frankfurt 1880: 1910, 1913, 1922, 1925, 2008, 2009, 2019, 2022, 2023, 2024, 2025.

SC Neuenheim: 1912, 1921, 1924, 1949, 1966, 1967, 1995, 2003, 2004.

Der Aufsteiger ging als Elfter durchs Ziel

Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft hat bei der WM nicht enttäuscht

Bundestrainer Pablo Feijoo war nach dem dritten und letzten Turnier um die Siebenerrugby-Weltmeisterschaft nicht unzufrieden. „Wir haben uns als Aufsteiger im Kampf mit den Mannschaften der Weltelite gut geschlagen und hätten ein noch besseres Ergebnis erzielen können, wenn wir zuletzt nicht so viele Fehler gemacht hätten“, sagte der Spanier. Im Bordeaux belegten die Deutschen nach einem Sieg und vier Niederlagen den zehnten Platz, im WM-Gesamtklassement wurden sie Elfte. Nächste Bewährungsprobe ist die Europameisterschaft vom 3. bis zum 5. Juli in Hamburg.

Im Stade de Bordeaux, wie die Münchener Allianz-Arena und das Olympiastadion von Peking 2015 von den Architekten Herzog und de Meudon erbaut, hatte die deutsche Mannschaft nach sechs verletzungsbedingten Ausfällen einen schweren Start. Der erste Vorrundengegner Argentinien siegte mit 35:19 (21:7), wobei Bennet Veil (TSV Handschuhsheim), Maximilian Heid (SC Neuenheim) und Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880) für drei Versuche sorgten, die Felix Hufnagel (Germania List) allesamt erhöhte. Im zweiten Match war der dreifache Weltmeister Neuseeland mit 33:7 (19:0) besser. Den Ehrenversuch legte Philip Gleitze (Berliner RC), Hufnagel erhöhte.

Im dritten Vorrundenspiel hieß der Gegner Frankreich, Gastgeber und Olympiasieger von 2023. Deutschland zeigte ein großartiges Spiel und unterlag nur mit 7:14 (7:7), was einem 1:2 im Fußball entspricht. Wieder erzielten Philip Gleitze per Versuch und Felix Hufnagel mit seiner Erhöhung die Punkte.

Im Halbfinale um Platz 9 landete Pablo Feijoos Team einen wertvollen 7:5 (7:0)-Sieg über Kenia, für den Felix Hufnagel mit erhöhtem Versuch und die ganze Mannschaft mit bewundernswertem Kampfgeist sorgten. Im letzten Spiel aber waren die Kräfte der Deutschen zu Ende und die argentinischen „Pumas“ klar besser. Die Südamerikaner gewannen mit 47:19 (28:7). Die deutschen Punkte gelangen Philip Gleitze, dessen Zwillingsbruder Anton sowie Wolfram Hacker (RG Heidelberg) mit drei Versuchen und Felix Hufnagel mit zwei Erhöhungen.

Das Endspiel in Bordeaux gewann Frankreich gegen Neuseeland mit 14:5. Weltmeister wurde Titelverteidiger Südafrika. Frauen-Weltmeister wurde Australien mit 58 Punkten vor Neuseeland (54) und Kanada (44).

3. WM-Turnier in Bordeaux: 1. Frankreich 20 Punkte, 2. Neuseeland 18, 3. Spanien 16, 4. Südafrika 14, 5. USA 12, 6. Fidschi 10, 7. Australien 8, 8. Großbritannien 6, 9. Argentinien 4, 10. Deutschland 3, 11. Kenia 2, 12. Uruguay 1.

WM-Endstand nach 3 Turnieren: 1. Südafrika 52, 2. Neuseeland 44, 3. Spanien 42, 4. Australien 38, 5. Argentinien 38, 6. Fidschi 36, 7. Frankreich 34, 8. USA 17, 9. Kenia 16, 10. Großbritannien 10, 11. Deutschland 8, 12. Uruguay 7.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Deutschland auf Kletterkurs

Beim zweiten Turnier um die Siebenerrugby-WM wurde der Aufsteiger Zehnter

Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft hat sich beim zweiten von drei Turnieren um die Weltmeisterschaft 2026 auf den zehnten Platz verbessert. Die Mannschaft von Bundestrainer Pablo Feijoo und Trainer Johann Zeier gewann im spanischen Valladolid erneut zwei ihrer fünf Turnierspiele und beantwortete die Frage der RNZ in erfreulich klarer Weise: Gelingt die Revanche gegen Uruguay?, hatte diese Zeitung gefragt, und Teammanager Clemens von Grumbkow konnte nun glücklich antworten: „Ja, es ist uns gelungen – und wie!“

Am Freitag hatte es die deutsche Auswahl – weiterhin ohne die verletzten Kapitän Tim Lichtenberg (RG Heidelberg), Jakob Dipper (SC Neuenheim) und Daniel Eneke (TSV Handschuhsheim) – mit zwei Gegnern der Weltelite zu tun. Gegen Argentinien, nach zwei Turnieren Zweiter in Gesamtklassement, gab es zum Auftakt eine 17:26 (5:19)- Niederlage. Bennet Veil (TSV Handschuhsheim) und Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880/2) legten drei Versuche, Niklas Koch (Germania List) traf mit einer Erhöhung. Im zweiten Spiel gegen den dreifachen Weltmeister Neuseeland musste das deutsche Team nach guter Leistung eine 12:33 (7:19)-Niederlage akzeptieren, zu der Cedric Eichholz (RGH) und Chris Umeh (SCN) zwei Versuche und Max Roddick (SCN) eine Erhöhung beitrugen.

Das dritte Vorrundenspiel am Samstag geriet zur versprochenen Revanche und zum Triumph über Angstgegner Uruguay, der beim WM-Auftakt in Hongkong noch mit 35:12 gewonnen hatte. Diesmal siegten die Deutschen nach einer perfekten Leistung, acht Versuchen von Henry Smeed (RGH), Max Roddick, Makonnen Amekuedi (3), Anton Gleitze (Berliner RC/2) und dessen Zwillingsbruder Philip Gleitze sowie sechs Erhöhungen durch Roddick (5) und Felix Hufnagel (Germania List) mit 52:0 (35:0).

Der etwas merkwürdige Modus ergab im Halbfinale um Platz neun eine weitere Begegnung mit Uruguay, und diesmal siegten die Deutschen mit 24:17. Bennet Veil und Topscorer Makonnen Amekuedi (3) legten vier Versuche und Felix Hufnagel trat zwei Erhöhungen ins Goal.

Im Spiel um Platz neun konnten die Trainer, weil Niklas Koch, Henry Smeed, Jan Lammers (RGH) und Anton Gleitze schwer angeschlagen waren, nur noch neun ihrer 13 Spieler einsetzen, weshalb die USA mit 28:21 (21:7) knapp siegten. Felix Hufnagel, Max Roddick und Maximilian Heid (SCN) legten drei Versuche, Hufnagel verwandelte drei Erhöhungen.

„Wir können mit diesem Turnier sehr zufrieden sein. Natürlich hätten wir es gegen Argentinien und die USA besser machen können, aber das ist natürlich auch ein Teil unseres Lernprozesses“, sagte Pablo Feijoo, der es für dem Aufsteiger Deutschland „sehr positiv“ bewertete, „dass wir beim zweiten WM-Turnier besser mithalten konnten als beim ersten Turnier in Hongkong.“ Turniersieger in Valladolid wurde Australien durch einen 26:19-Sieg über Südafrikas „Blitzbokke“.

Das WM-Finalturnier wird vom Freitag bis zum Sonntag in Bordeaux stattfinden, und die Vorrundengegner der Deutschen heißen Argentinien, Neuseeland und Frankreich, das bekanntlich 2024 in Paris Olympiasieger war. „Es werden einige Debütanten zum Einsatz kommen, die sich beim Turnier in Haguenau empfohlen haben. Denn wir müssen auf jeden Fall drei verletzte Akteure ersetzen“, sagte Clemens von Grumbkow. Beim jüngsten Turnier im elsässischen Haguenau hat das deutsche Perspektivteam viel Erfahrung tanken können.

Zwischenstand nach 2 von 3 WM-Turnieren: 1. Südafrika 38 Punkte, 2. Argentinien 34, 3. Australien 30, 4. Fidschi 26, 5. Spanien 26, 6. Neuseeland 26, 7. Frankreich 14, 8. Kenia 14, 9. Uruguay 6, 10. Deutschland 5, 11. USA 5, 12. Großbritannien 4.

Montag, 25. Mai 2026

Die Generalprobe ist gründlich misslungen

Der SC Neuenheim unterlag bei Meister Frankfurt mit 5:76

Frankfurt. (CPB) Wenn die alte Theater-Weisheit, wonach auf eine miserable Generalprobe eine glänzende Vorstellung folgt, noch immer Gültigkeit haben sollte, dann wird der Sportclub Neuenheim am 13. Juni in Hannover deutscher Rugby-Meister. Nach der 5:76 (0:48)-Niederlage der Neuenheimer im 18. und letzten Bundesligaspiel beim Titelverteidiger SC Frankfurt 1880 mischten sich unter die unerschütterlichen Optimisten unter den zahlreichen Heidelberger Schlachtenbummlern allerdings auch einige Pessimisten – zu schlecht war die Leistung des SCN, dessen Trainer Alexis Michel auf die Nationalspieler Nikolai Klewinghaus, Nicolas Rinklin, Robert Lehmann, Paul Weiss, Henning Brockmann und Luke Wakefield verzichtet hatte und auch René Lieb und Conor Arnold für einen Einsatz im Finale gegen die übermächtig scheinenden Mainhessen schonte.

Als Deutschlands Oberschiedsrichter Paul Warman den Spielern nach 20 Minuten die erste Trinkpause gönnte, führten die Frankfurter bereits mit 31:0. Und während der Halbzeitpause (48:0) stellten Beobachter fest, dass das SCN-Team nur 96 Sekunden lang in die Frankfurter Hälfte und nie in die gegnerische 22-m-Zone vorgedrungen war. Bis dahin hatten die Titelverteidiger 8:0 Versuche gelegt, am Ende waren es 12:1. Dem auch in der Verteidigung mutigen Außendreiviertel Sam Hooper war in der 62. Minute der Ehrenversuch zum 69:5 gelungen.

Ob der SCN nach dem 0:38 in der Vorrunde und dieser herben Niederlage im Endspiel besser abschneiden wird, kann nur die Mannschaft selbst beantworten. In jedem Fall ist es nicht verkehrt, sich zuversichtlich einem Finale zu nähern – schließlich findet es in einem neutralen Stadion statt.

SCN: Becker (60. N. Klewinghaus) – Hooper, Strauß, Bülow, Moyer – Schwager, Kübe – Trabuco Cruz, Köpper (47. Troch), Amelung – Portillo, Schomberg – Jankarashvili (36. Weiss), Heuser, Axin (54. Bachmann).

Schiedsrichter: Warman (Hamburg); Zuschauer: 500; Punkte: 5:0 (3.) Versuch Daniel Wolf, 10:0 (7.) V + Erhöhung Stella, 17:0 (10.) V Henn + E Stella, 24:0 (16.) V Henn + E Stella, 29:0 (20.) V Cabrera, 36:0 (24.) V + E Stella, 41:0 (28.) V Khomeriki, 48:0 (35.) V Anitelea + E Stella, 55:0 (41.) V Rodwell + E Stella, 62:0 (50.) V Rodwell + E Stella, 69:0 (55.) V Rodwell + E Stella, 69:5 (62.) V Hooper, 76:5 (66.) V Stein + E Stella; Zeitstrafen: Anitelea/Strauß.

Montag, 18. Mai 2026

SCN erreicht komfortabel das deutsche Endspiel

Der Sportclub Neuenheim hat durch einen 77:24 (56:0)-Sieg über den RC Luxemburg zum 27. Mal das Endspiel der deutschen Rugby-Meisterschaft erreicht und trifft am 13. Juni in Hannover-Ricklingen auf den Titelverteidiger SC Frankfurt 1880. Die Mannschaft von Kapitän Paul Weiss, der gegen Ende seiner 16. Bundesliga-Saison vor 250 Zuschauern sein letztes Heimspiel auf dem „Museumsplatz“ bestritten hat, sicherte sich die zur Finalteilnahme fehlenden Punkte durch zehn Versuche und zehn Erhöhungen gegen eine nie aufgebende Luxemburger Mannschaft, die auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen und vom direkten Abstieg bedroht ist. Der SCN hat vor dem 18. und letzten Spiel bei Meister Frankfurt 14 Punkte Vorsprung vor dem Tabellendritten RG Heidelberg und kann nicht mehr eingeholt werden.

Das SCN-Team von Trainer Alexis Michel startete hervorragend eingestellt in dieses wichtige Spiel und legte nach dem 20:20 in der Vorrunde entfesselt los. Bereits in der 19. Minute fiel der vierte Versuch, mit dem der offensive Bonuspunkt gesichert wurde. Bis zum Pausenpfiff des guten Schiedsrichters Luc Murhirwa spielte der SCN fast fehlerfrei. Denn brachte Michel nach und nach alle Ergänzungsspieler zum Einsatz, wodurch der Spielfluss ein wenig verloren ging. Die Luxemburger kämpften beherzt und kamen mit vier Versuchen ebenfalls zum einem offensiven Bonuspunkt.

Die SCN-Versuche erzielten Flankenstürmer Mateo Trabuco Cruz (3), Innendreiviertel Luke Wakefield (2), dessen Nebenmann Enrich Bülow (2), die Außendreiviertel Leo Becker und Conor Arnold sowie der eingewechselte Nationalstürmer Nicolas Rinklin. Bemerkenswert war die Treffsicherheit der beiden Kicker: Nikolai Klewinghaus traf mit sechs, Finn Schwager mit vier Erhöhungen. Beide waren mehrfach von der Seitenauslinie erfolgreich.

SCN: Schwager – Becker (53. Moyer), Bülow, Wakefield, Arnold – N. Klewinghaus (41. Hooper), Lieb (41. Kübe) – Trabuco Cruz, Lehmann, Amelung (51. Rinklin) – Schomberg, Brockmann (51. Sengewitz) – Weiss (41. Jankarashvili), Köpper, Bachmann (78. Portillo).

Schiedsrichter: Muhirwa (Kaiserslautern); Zuschauer: 250; Punkte: 7:0 (3.) Versuch Wakefield + Erhöhung Klewinghaus, 14:0 (7.) V Bülow + E Klewinghaus, 21:0 (12.) V Trabuco Cruz + E Klewinghaus, 28:0 (19.) V Becker + E Klewinghaus, 35:0 (28.) V Bülow + E Klewinghaus, 42:0 (31.) V Wakefield + E Klewinghaus, 49:0 (35.) V Klewinghaus + E Schwager, 56:0 (38.) V Trabuco Cruz + E Schwager, 56:5 (46.) V Mu’azzam, 63:5 (50.) V Arnold + E Schwager, 63:12 (58.) V Terrou + E Inciarte, 70:12 (63.) V Rinklin + E Schwager, 70:19 (71.) V Pelletier + E Inciarte, 70:24 (77.) V Mu’azzam, 77:24 (80.) V Trabuco Cruz + E Schwager; Zeitstrafen: Hooper (78.)/Baroux (78.).

Sonntag, 10. Mai 2026

SCN hat die Endspiel-Teilnahme fast sicher

Nach seinem 64:5-Sieg beim Deutschen Sport-Verein von 1878 Hannover hat der Sportclub Neuenheim mit 99,9-prozentiger Sicherheit das Endspiel der deutschen Rugby-Meisterschaft am 13. Juni um 15 Uhr in Hannover-Ricklingen gegen den Titelverteidiger SC Frankfurt 1880 erreicht. Es ist für den Rekord-Vizemeister am Ende seiner 123. Saison die 27. Finalteilnahme, mit der der Bundesliga-Tabellenzweite seinen zehnten Titelgewinn anstrebt.

Im Spiel bei der besten Mannschaft der früheren deutschen Rugby-Hauptstadt Hannover hatte das beste Heidelberger Team einen Blitzstart und führte beim Halbzeitpfiff des guten Potsdamer Schiedsrichters Joshua Jahn mit 47:0. Nach der Pause, als SCN-Trainer Alexis Michel munter durchwechselte und dem überragenden Spielmacher Nikolai Klewinghaus nach dessen Versuche-Hattrick zwischen der 27. und 40. Minute eine Schonung gönnte, ließen es die Königsblauen etwas ruhiger angehen, spielten defensiv aber weiterhin konsequent und gönnten dem neunmaligen deutschen Meister nur einen Versuch durch Flankenstürmer Alexander Brosowski zum 5:52 in der 61. Minute.

Alexis Michel, der den SCN auch in der nächsten Saison trainieren wird und die Spieler in seiner Premierensaison gut entwickelt hat, freute sich über zehn Versuche durch Nikolai Klewinghaus (3), Robert Amelung (2), Frederik Strauß (2), Henning Brockmann, Valentin Heuser und Conor Arnold. Im Heimspiel am Samstag gegen den Vorletzten RC Luxemburg wollen die Neuenheimer den Einzug ins Finale zu 100 Prozent absichern.

SCN: Schwager – Arnold, Bülow, Wakefield (54. Hooper), Strauß – N. Klewinghaus (57. Becker), Lieb (41. Kübe) – Trabuco Cruz, Lehmann, Amelung – Schomberg, Brockmann – Weiss (41. Jankarashvili), Köpper (41. Heuser), Bachmann.

Schiedsrichter: Jahn (Potsdam); Zuschauer: 500; Punkte: 0:7 (4.) Versuch Amelung + Erhöhung Klewinghaus; 0:14 (10.) V Brockmann + E Klewinghaus; 0:21 (21.) V + E Klewinghaus; 0:28 (27.) V + E Klewinghaus; 0:35 (29.) V + E Klewinghaus; 0:40 (34.) V Strauß; 0:47 (40.) V Strauß + E Klewinghaus; 0:52 (51.) V Heuser; 5:52 (61.) V Brosowski; 5:59 (69.) V Arnold + E Schwager; 5:64 (80 + 3.) V Amelung.


Montag, 4. Mai 2026

Zur Erinnerung an Minh Becker

Pop-Art-Künstler schufen ein Graffito an der Ernst-Walz-Brücke

Am 16. Januar jährte sich zum zehnten Mal der Tag, an dem Minh Andreas Becker starb. In frischer Erinnerung ist die Trauerfeier in der Kapelle des Heidelberger Bergfriedhofs, bei der Trauergäste aus aller Welt von dem Rugby-Meisterspieler und Extremskifahrer Abschied nahmen. Becker wurde nur 34 Jahre alt, weil er im schweizerischen Verbier beim Freeriding von einer Lawine erfasst und tödlich verunglückt war.

Zur Erinnerung an diesen ebenso begabten wie wagemutigen Sportler – Junioren-Nationalspieler, deutscher Siebenerrugby-Meister 1999, 2003 und 2005 sowie deutscher Pokalsieger 2004 mit dem Rugby-Team der Rudergesellschaft Heidelberg und Nummer 35 in der Welt der Extremskifahrer – hat die Pop-Art-Künstlergruppe The Phung Masters zum 14. März 2026 - an diesem Tag wäre Minh Becker 45 Jahre alt geworden – auf der Neuenheimer Seite der Ernst-Walz-Brücke ein großes Graffito geschaffen.

Das Gesicht Beckers mit dem für Freerider typischen Sturzhelm ist von den Worten „Minh Knows“ umrahmt. Dies ist eine Anlehnung an eine Nike-Kampagne über einen multitalentierten Sportler, die der Künstler Philipp und seine Kollegen Flo, Martin, Sassan und Andi als Vorbild nahmen, um an das Multitalent Minh Andreas Becker zu erinnern.

In der Tat war Minh Becker, der als Physiker kurz vor der Promotion an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich stand, ein sehr begabter Mensch. Sein Vater Hubert Becker erinnert sich daran, dass Minh Freunden aus der RGH-Jugend geholfen habe, sich durch gemeinsames Lernen auf die Abiturprüfungen vorzubereiten.

Er habe „früh Charaktereigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Verlässlichkeit und Großzügigkeit entwickelt und damit Erfolg gehabt“, sagte der inzwischen verstorbene katholische Stadtpfarrer Josef Mohr bei der Trauerfeier und fügte mit Blick auf das Extremskifahren kritisch hinzu: „Das ist Wahnsinn! Dieser Sport hat ihn das Leben gekostet.“ Beckers Erfolge auf der Freeride World Tour hätten die Eltern „stets mit Angst und Stolz erfüllt.“

Bei allem Schmerz über den frühen Tod des Sohnes ist Hubert Becker allerdings sehr froh, dass seine Freunde Minh nicht vergessen und ihm nun dieses Graffito gewidmet haben.

Mittwoch, 29. April 2026

Heidelberg dankt über hundert Meistersportlern

Stadt und Sportkreis Heidelberg feierten eine stimmungsvolle Sportlerehrung im Atrium der Stadtwerke

Danke! Danke! Danke! So ziemlich jeder (m, w, d), der am Freitagabend im schicken Atrium der Stadtwerke Heidelberg an der gemeinsamen Sportlerehrung von Stadt und Sportkreis Heidelberg teilnahm, wurde mit einem herzlichen „Dankeschön!“ bedacht. Natürlich die gastgebenden Stadtwerke-Personalleiter Matthias Straub und Marketing-Leiterin Katharina Schimek-Hefft, die neben der Location auch ein leckeres Büffet spendierten, und natürlich auch die treuen Sponsoren Niebel KG, Ensinger und Heidelberger Brauerei. Ein herzliches Dankeschön hatte der Sportkreis-Vorsitzende Dr. Peter Schlör aber auch für die über hundert Sportlerinnen und Sportler aus den nahezu 130 Heidelberger Vereinen, die 2025 nationale und internationale Meistertitel gewonnen haben und aus den Sparten Fechten, Golf, Leichtathletik, Quadball, Rudern, Rugby, Schwimmen und Volleyball kamen.

Diese erfolgreichen Athletinnen und Athleten profitieren, das betonten Peter Schlor und Gert Bartmann als Leiter des städtischen Amtes für Sport und Gesundheitsförderung unisono, von den Spitzenleistungen ihrer Trainerinnen und Trainer und vom idealen Umfeld, den die Vereine für Training und Wettkampf bieten. Schlör dankte den Gemeinderäten Dr. Peer Hübel, Carmen Niebel, Michael Pfeiffer, Bülent Teztiker, Waseem Butt, Adrian Rehberger und Zara Dilan Kiziltas für die trotz aller Kürzungszwänge noch immer vorbildliche Heidelberger Sportförderung. Bekanntlich muss der Sport eine fünfprozentige Kürzung der städtischen Fördermittel verkraften, was schwer, aber möglich ist.

Die von Frank Schuhmacher schwungvoll moderierte Sportlerehrung fand ihren Höhepunkt in der Proklamation der von einer Jury ausgewählten Sportler des Jahres 2025. Sportlerin des Jahres wurde Lisa Gutfleisch vom Heidelberger Ruderklub, die in Shanghai WM-Bronze im Doppelvierer gewonnen hatte und vor Schwimmerin Lena Ludwig vom SV Nikar als Zweite der Junioren-WM über 100 und 200 m Brust und Gewichtheberin Yekta Jamali vom Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar als WM-Achte im Zweikampf gewann. Diesmal gab es zwei punktgleiche Sportler des Jahres: Der deutsche 100-m-Schmetterlingsmeister Luca Nik Armbruster vom OSP und Para-Judo-Europameister Lennart Sass wurden auf Platz eins gewählt. Dritter wurde der Golfer Nico Guldan vom Gehörlosen-Sportverein Heidelberg, der bei den Deaflympics zwei Bronzmedaillen gewonnen hatte.

Drei Degenfechter der TSG Rohrbach – Carolin Marheineke als Doppel-Weltmeisterin der Veteranen vor Vizeweltmeister Marco Longo und Vizeweltmeisterin Dagmar Heinzelmann – wurden als Seniorensportler des Jahres ausgerufen, während die Basketballer der MLP Academics Heidelberg als Champions League-Teilnehmer Team des Jahres vor den Rugby-Frauen des HRK als deutsche Doppelmeisterinnen und den Degenfechtern der TSG Rohrbach als deutsche U20-Meister wurden.

Dass die Männer der Heidelberger Feuerwehr besonders flink und sportlich sind, bewiesen nicht nur Rainer Stephan, Ronny Reichelt und Rolf Rensch, die neben Sandra Buchholz (TSV Wieblingen), Christian Maichle und Werner Gießelmann (TSG 78 Heidelberg) für jahrzehntelange Tätigkeit als Sportabzeichen-Prüfer geehrt wurden, sondern auch die nach einem Feueralarm in Windeseile angerückten Löschzüge, deren Besatzungen das Gebäude nach einem Brandherd durchsuchten und nichts Bedrohliches fanden, so dass die Sportlerehrung nach kaum 30 Minuten fortgesetzt werden konnte.

Auf Beschluss des Gemeinderates wurden von Oberbürgermeister Professor Eckart Würzner drei Persönlichkeiten zu „Förderern des Sports“ ernannt: Martina Einsele ist seit 18 Jahren Motor des Volleyballs im Heidelberger Turnverein, Peter Bickel war 18 Jahre lang Vorsitzender der Ringer des AC Germania Ziegelhausen, und Gerhard Schäfer war 30 Jahre lang Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg und dient im Badischen Sportbund Nord nach wie vor als Vizepräsident für Bildung und Qualifizierung. Bei der Sportlerehrung zeigten die Breaking Heavens der TSG Rohrbach, die Tänzerinnen des TSC Couronne und das Quartett von Ambulant Jazz mit Peer Hübel, Wigbert Stapf, Andreas Schwarz und Speciarl Guest Robert Kletterer Höchstleitungen und ernteten großen Beifall.

Neue Gesichter im Vorstand der Sportregion Rhein-Neckar

Gründungsmitglied Gerhard Schäfer wurde als Schatzmeister von Dr. Peter Schlör ersetzt

Professor Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg, führt seit 2009 und für weitere zwei Jahre die Sportregion Rhein-Neckar. Der Verein mit über 200 Mitgliedsorganisationen – Vereine, Fachverbände, Sportkreise, Sportbünde, Unternehmen, Städte, Gemeinden und Landkreise – führte seine Mitgliederversammlung mit 68 Stimmberechtigten am 20. April beim BASF Tennisclub Ludwigshafen durch, bei der ausschließlich einmütige Entscheidungen getroffen wurden.

Die Sportregion hat ihren Sitz vom Stadthaus N1 in Mannheim in den Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar nach Heidelberg (Im Neuenheimer Feld 710) verlegt und kann dadurch Miet- und Betriebskosten in Höhe von rund 20.000 Euro pro Jahr einsparen. Geschäftsführerin Andrea Michels gab einen Überblick über die 2025 mit Unterstützung der Sportregion durchgeführten Sportveranstaltungen, Netzwerktreffen und Fortbildungen und freute sich über die gute Resonanz auf diese Angebote. Michels warb für den SportAward Rhein-Neckar. Dieser Ball mit Showprogramm und vielen Ehrungen wird am 30. November im Heidelberger Congress-Center stattfinden. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Eckart Würzner verabschiedete mit Heinz Janalik (Mosbach) und Gerhard Schäfer (Heidelberg), den er humorvoll als „Fossil“ bezeichnete, zwei Mitglieder aus dem Vorstand, die die Sportregion 2004 mitgegründet hatten. Schäfer berichtete über Einnahmen in Höhe von 183.400 Euro und Ausgaben in Höhe von rund 188.000 Euro und somit über einen Verlust in Höhe von rund 4600 Euro. Das Vermögen der Sportregion belief sich zum 31. Dezember auf 168.520 Euro, und für 2026 legte Schäfer einen Haushalt mit positiven Erwartungen vor. Die Kassenprüfer Gert Bartmann (Heidelberg) und Wolfgang Köllner (Ludwigshafen) bescheinigten Schäfer eine korrekte Kassenführung und empfahlen die Entlastung des Vorstandes, die ohne Widerrede erfolgte.

Die Wahlen brachten große Veränderungen, denn zwölf Persönlichkeiten wurden neu in den Vorstand gewählt. Im sechsköpfigen geschäftsführenden Vorstand sind dies die stellvertretende Vorsitzende Anna Katharina Rapp von der BASF und Schatzmeister Dr. Peter Schlör vom Sportkreis Heidelberg. Außerdem gehören Ralf Eisenhauer (Stadt Mannheim), Professor Henning Plessner (Uni Heidelberg) und Rudolf Storck (Sportbund Pfalz) an. Im 18-köpfigen erweiterten Vorstand wirken unter anderem Heike Bauer (Dietmar-Hopp-Stiftung), Simone Born (Anpfiff ins Leben), Gert Rudolph (Badischer Sportbund Nord), Lukas Würtele (Rhein-Neckar-Kreis), Rainer Arend (Sparkasse Heidelberg), Lars Lamadé (SAP), Olympiasiegerin Mandy Rupp (AOK) und Gordon Rapp (OSP MRN). Der langjährige Kassenprüfer Gert Bartmann wurde wiedergewählt und wird nun von Markus Schneider (Stadt Ludwigshafen) begleitet.

Dienstag, 21. April 2026

Zwei Siege bei der Siebenerrugby-WM

Aufsteiger Deutschland bezwingt Großbritannien und die USA

Beim ersten von drei Turnieren um die Siebenerrugby-Weltmeisterschaft hat die deutsche Nationalmannschaft als Aufsteiger aus der Division 2 zwei ihrer fünf Spiele gewonnen und als Elfter im Gesamtklassement die Vereinigten Staaten von Amerika hinter sich gelassen. Turniersieger im mit 42000 Zuschauern ausverkauften Stadion von Hongkong wurde Südafrika durch einen 35:7-Endspielsieg über Argentinien. Überraschungsdritter wurde Spanien durch einen 32:28-Erfolg über Neuseeland.

Die deutsche Auswahl von Bundestrainer Pablo Feijó musste in Hongkong zwar ohne drei verletzte Stammspieler – Kapitän Tim Lichtenberg, Topscorer Jakob Dipper und Daniel Eneke – auskommen, zeigte aber gute Leistungen und unterstrich mit Rang elf in der Weltrangliste ihre Zugehörigkeit zur Elite. „Deutschland kann auf dieses Team stolz sein“, sagte der Spanier Pablo Feijó, der die fünf Spiele in Hongkong als „guten ersten Schritt“ bezeichnete, „der uns in unserer Entwicklung sehr helfen wird.“

Nur in den ersten beiden Vorrundenspielen war die junge deutsche Mannschaft chancenlos. Gegen Fidschi, den Olympiasieger von 2016 und 2021, gab es eine 5:42-Niederlage, wobei der pfeilschnelle Makonnen Amakuedi vom SC Frankfurt 1880 den Ehrenversuch legte. Das Spiel gegen Frankreich, den Olympiasieger von Paris 2024, endete mit 0:35. Im dritten Vorrundenspiel überraschten die Deutschen allerdings durch einen 17:14 (14:0)-Sieg über Großbritannien und erwarben dadurch den Respekt der internationalen Rugbyszene. Makonnen Amekuedi und Niklas Koch vom deutschen Siebenerrugby-Meister Germania List legten zwei von Felix Hufnagel (List) erhöhte Versuche zum 14:0-Halbzeitführung, ehe die Briten ausglichen und Felix Hufnagel mit einem Dropkick in der Schlussminute den Sieg sicherte.

Obwohl die Leistung von Feijós Schützlingen auch im Halbfinale um die Plätze neun bis zwölf nicht übel war, gewann Uruguay dieses Match mit 35:12 (14:5). Die Deutschen machten ein paar Defensivfehler zu viel und kamen durch Makonnen Amekuedi und Niklas Koch zu zwei Versuchen und durch Felix Hufnagel zu einer Erhöhung. Im Spiel um Platz elf gelang Deutschland ein 19:15 (5:5)-Sieg über die USA. Niklas Koch, Cedric Eichholz (RG Heidelberg) und Bennet Veil (TSV Handschuhsheim) nach mächtigem Sprint von Chris Umeh (SC Neuenheim) erzielten drei Versuche, von denen Felix Hufnagel zwei erhöhte.

Neben den beiden deutschen Siegen zählte der 21:7-Erfolg Kenias über Frankreich zu den Überraschungen des ersten WM-Turniers. Die zweite Etappe findet vom 28. bis zum 31. Mai im spanischen Valladolid statt.

WM-Stand nach dem ersten Turnier in Hongkong: 1. Südafrika 20 Punkte, 2. Argentinien 18, 3. Spanien 16, 4. Neuseeland 14, 5. Fidschi 12, 6. Australien 10, 7. Kenia 8, 8. Frankreich 6, 9. Uruguay 6, 10. Großbritannien 3, 11. Deutschland 2, 12. USA 1.

Helmut Wallrafen ist neuer Rugby-Präsident

Der Aachener wurde in Duisburg zum Nachfolger Michael Seidlers gewählt

Helmut Wallrafen (70), der von 1996 bis Anfang dieses Jahres Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach war und seit über 20 Jahren Vorsitzender des Rugby-Clubs Aachen ist, wurde am Sonntag in der Sportschule in Duisburg-Wedau zum Vorsitzenden von Rugby Deutschland (RD) gewählt.

Der führende deutsche Sozial-Manager und Buchautor ist damit Nachfolger des Berliners Michael Seidler (67), der in seinem ersten Amtsjahr ungeheuer viel zur Sanierung des Verbandes geleistet hat, nun aber wegen einer Erkrankung aufgeben musste. Seidler kündigte allerdings an, weiterhin in einer Kommission mitzuarbeiten, die die erheblichen Verfehlungen von Vorständen und Präsidiumsmitgliedern zwischen 2016 und 2024 aufarbeitet, die den Verband in eine gefährliche Schieflage gebracht haben.

Seidler und seine Vizepräsidenten informierten die Delegierten des Deutschen Rugby-Tages in aller Offenheit über die Probleme, die seit Anfang 2025 zu bewältigen waren. So hat der Verband aufgrund der Verstöße gegen Gesetze und die Abgabenordnung für die Jahre 2019 und 2020 die Gemeinnützigkeit verloren, einen Strafbefehl des Finanzamtes Hannover erhalten und Steuern in Höhe von über 40000 Euro nachzahlen müssen. Da es frühere Vorstände versäumt haben, Zuschüsse von World Rugby zu beantragen und gewährte Zuschüsse korrekt abzurechnen, ist dem Verband ein Schaden von gut 400.000 Euro entstanden, was den neuen Finanzvorstand Ralf Theune gezwungen hat, den Wirtschaftsplan für 2026 entsprechend zu kürzen. Das führt zu erheblichen Einsparungen in allen Bereichen.

Nur das olympische Siebenerrugby, das von der Bundesrepublik Deutschland 2026 mit 1,376 Millionen Euro gefördert wird, bleibt voll finanziert, während das Fünfzehnerrugby, der Breitensport und die Verwaltung mit rund 800000 Euro auskommen müssen. Theune kündigte strenges Sparen an.

Helmut Wallrafen wurde mit großer Mehrheit gewählt. Der neue Finanz-Vizepräsident Andreas Krimpmann (Berlin), Niko Colic als Vorsitzender des Bundesliga-Ausschusses, Dirk Frase als Vorsitzender der Rugby-Frauen und Marie-Louise Finck, bekannt als schlaue Frau im „Quiz-Olymp“ der ARD, als Mitglied des Schiedsgerichts erhielten Voten von über 95 Prozent. Claus-Peter Bach, DRV-Präsident von 2005 bis 2011, Vizepräsident von Rugby Europe von 1994 bis 2012 und Vorsitzender des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg von 1986 bis 2026, wurde von Deutschen Rugby-Tag mit 99,1 Prozent in das Ehrenpräsidium gewählt, dem außerdem Fritz Raupers (Hannover), Peter Welsh (Berlin) und Ian Rawcliffe (Rödermark) angehören.

Das Präsidium gab zwei wichtige Personalentscheidungen bekannt: Frederik von Au (33) wird ab dem 1. Mai neuer Geschäftsführer, Felix Lammers (29) ab dem 1. Juni neuer RD-Sportdirektor. Beide werden am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar arbeiten.

Sonntag, 12. April 2026

Bahr folgt auf Bach

Führungswechsel im Rugby-Verband Baden-Württemberg

Der 74-jährige ehemalige Sonderschulrektor Karl-Heinz Bahr aus Zimmern-Horgen, seit 2002 Vorsitzender des Rugby-Club Rottweil, ist neuer Vorsitzender des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg (RBW). Bahr fand als Schüler von Günter Thiel am Rottweiler Leibniz-Gymnasium zum Rugbyspiel und kämpfte bis Ende der Saison 1984/85 in der ersten Sturmreihe des damaligen Bundesligisten und an der Seite von Bernd Kramer und Volker Weber.

Karl-Heinz Bahr ist seit vielen Jahren stellvertretender RBW-Vorsitzender für Württemberg und folgte am 11. April 2026 bei der Ordentlichen Mitgliederversammlung des RBW im Haus des badischen Sports in Karlsruhe auf Claus-Peter Bach (Plankstadt). Der gebürtige Neuenheimer hatte seit 1986 als Vorsitzender gewirkt und wurde nach 40 Jahren im Ehrenamt von der Mitgliederversammlung einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Auch der Badische Sportbund Nord und der Württembergische Landessportbund, deren Präsidenten ebenso wie BSB-Geschäftsführer Michael Titze der Mitgliederversammlung in voller Länge von drei Stunden beiwohnten, dankten Bach, der seit 2010 als Leistungssport-Vizepräsident des BSB Nord und Mitglied des Landesausschusses zur Förderung des Leistungssports und seit 2022 als Vorsitzender des Präsidialausschusses Leistungssport im Landessportverband Baden-Württemberg wirkt und in dieser Funktion Mitglied im LSV-Präsidium ist. Präsident Gert Rudolph überreichte Bach nach einer bewegenden Laudatio die Verdienstmedaille des BSB Nord, und Präsident Andreas Felchle brachte die Goldene Ehrennadel des WLSB mit, nachdem er den scheidenden RBW-Vorsitzenden so heftig gelobt hatte, dass es diesem die Sprache verschlug.

Zwei andere hoch verdiente Mitarbeiter schieden aus ihren Ämtern aus: Wolfgang Mund (85) vom Heidelberger Ruderklub, über 25 Jahre Schatzmeister und zuletzt Kassenprüfer des RBW, ist nach einem schweren häuslichen Unfall und gravierenden Verletzungen zum Aufgeben gezwungen, und der stellvertretende Schatzmeister Georg Walter (89) vom SC Neuenheim machte seine Ankündigung wahr und schied mit Bach aus. Ältester Teilnehmer der Mitgliederversammlung war übrigens Ehrenmitglied Heinz Reutlinger vom TSV Handschuhsheim, der mit dem Regionalexpress und der Straßenbahn von Heidelberg nach Karlsruhe gekommen war. Heinz Reutlinger wird am 21. Februar 2027 100 Jahre alt. Ehrenmitglied Helmut Rohr (75) vom Stuttgarter RC nahm die einstimmig erfolgte Entlastung des Vorstandes, der Kassenprüfer und des Schiedsgerichts vor und leitete die Neuwahlen ein, die ausnahmslos einstimmige Voten erbrachten.

Der RBW-Vorstand zeichnete den erfolgreichen RBW-Mädchentrainer Andreas Malaizier (Heidelberg) mit der Verdienstnadel aus, ehe die Mitgliederversammlung Marko Protega zum Ehrenmitglied wählte. Er war Nationalspieler und letzter Nationaltrainer in Jugoslawien, Gründer, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer der European Veterans Rugby Association und Schulrugby-Beauftragter des RBW. Als Mitbegründer und Schülertrainer des TB Rohrbach formte er die späteren Nationalspieler Alexander Widiker, Kehoma Brenner, Arthur Zeiler und Ali Sürer. 1984 war Marko Protega Bürgermeister des Athletendorfes bei den Olympischen Winterspielen in Sarajewo.

Die Vorstandsmitglieder berichteten über einen Verband, der sich hauptsächlich um die Förderung junger Spielerinnen und Spieler kümmert und der 2025 Erfolge auf allen sportlichen Ebenen feierte. Der 20 Vereine mit 3216 Mitgliedern starke RBW wurde bei den deutschen Meisterschaften des Landesauswahlen Erster bei den Frauen und den U16-Jugendlichen, Zweiter bei den U15-Mädchen und den U18-Juniorinnen sowie Dritter bei den U18-Junioren. Herausragend war der Sieg der U16-Jungen und Platz zwei der U18-Mädchen bei den Heidelberg Sevens im Wettstreit mit Teams aus sieben Nationen. Bei internationalen Aufgaben in Brüssel, in Prag, gegen den englischen Shelford RFC, den niederländischen Meister Den Haag und die kanadische Auswahl der Dog River Howlers wurden Erfolge oder sehr gute Resultate erzielt. Der Anteil von Baden-Württembergern in den deutschen Nationalteams liegt zwischen 40 (Männer-XV), 60 (Männer-7s), 65 (Frauen-7s) und 90 (Frauen-XV) Prozent. Der LSV hat seinen Leistungssport-Zuschuss für 2026 auf 196.000 Euro erhöht. 96,4 Prozent der RBW-Ausgaben wurden 2025 für den Sport und die Jugendarbeit aufgewandt, nur 3,6 Prozent für die Verwaltung und Reisekosten.

Der RBW bedauert die Insolvenz des Rhein-Neckar-Fernsehens und den Ausstieg der Partner Capri-Sun und mbits imaging GmbH, dankt aber seinen zahlreichen Partnern, die sich auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten zum Rugbysport bekennen. Schatzmeister Wolfgang Seibert vom Heidelberger Turnverein forderte zu sparsamem Wirtschaften auf. Schiedsrichter-Obmann Thomas Bollian von der Rudergesellschaft Heidelberg lobte den Fleiß, die Wissbegierde und die Vollbeschäftigung der Match Officials, prangerte aber die garstige und im Rugbysport gänzlich unübliche Missachtung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter durch Kindertrainer und Zuschauende an. Künftig werden pöbelnde Trainer mit Lizenzentzug bestraft.

Aus den Reihen der Vereine wurde der Wunsch nach einer Wiederbelebung der Verbandsliga laut, den der Vorstand erfüllen wird.

Der RBW-Vorstand, Vorsitzender: Karl-Heinz Bahr (RC Rottweil); Stellvertretende Vorsitzende: Alexander Wiedemann (Nordbaden/Heidelberger RK) und Roland Geuss (Südbaden/Freiburger RC); Schatzmeister: Wolfgang Seibert (Heidelberger TV); Lehrwart: Jan Ceselka (TSV Handschuhsheim); Sportwart: Benjamin Merdes (SC Neuenheim); Schriftführer: Julian Schmitt (Quadball Heidelberg); Staffelleiter: Christoph Papajewski (Stuttgarter RC); Jugendwartin: Caroline Trost (Heidelberger TV); Schiedsrichter-Obmann: Thomas Bollian (RG Heidelberg); Schulrugby-Beauftragter: Bernard Guyénot (Stuttgarter RC); Passstelle: Regina Schuster (Heidelberger RK); Frauenwartin: Caroline Augspurger-Hacker (Heidelberger RK); Antidoping-Beauftragter: Markus Hirsch (Stuttgarter RC); Ombudsmann gegen sexualisierte Gewalt: Bo Pernter (MTV Ludwigsburg).

Kassenprüfer: Harald Hößler (RG Heidelberg), Guntrum Hacker (Heidelberger RK).

Schiedsgericht: Simon Wilde (RC Rottweil), Marko Protega und Claus-Peter Bach (SC Neuenheim).

Montag, 6. April 2026

Rugby-Frauen holen die European Trophy

Sehr gute Leistung beim 29:0-Sieg in Trelleborg gegen Schweden

Die deutsche Frauenrugby-Nationalmannschaft hat die Europameisterschaft der Division 2 gewonnen. Die Fünfzehn der Trainer Pierre Mathurin und Andrew Reintges, die von Curtis Bradford (alle Heidelberg) beraten und unterstützt werden, gewann am Samstag in Schweden mit 29:0 (19:0), zeigte wie beim 68:0 von Heidelberg gegen Finnland eine erneut sehr gute Leistung und beendete die EM mit der maximalen Zahl von 10 Punkten auf Rang eins. Die Spielerinnen, die frühlingshaft bunte Bänder in ihr Haupthaar geflochten hatten, tanzten nach dem Schlusspfiff der ausgezeichneten georgischen Schiedsrichterin Mariam Goguadze ausgelassen mit der European Trophy über den Rasen der Trelleborg Rugby Arena.

In die EM-Division 1 aufsteigen dürfen sie aber nicht. Weil World Rugby 2026/27 mit den Teams der gegenwärtigen Division 1 die WM-Qualifikation durchführen wird, können die deutschen Frauen frühestens am Ende der nächsten Saison aufsteigen. „Das ist unser Plan“, sagt Pierre Mathurin, der dieses Reglement ebenso wie alle Spielerinnen schon zu Saisonbeginn kannte und es gar nicht schlecht findet, „dass wir uns noch ein Jahr lang einspielen und weiter zusammenwachsen können, denn die Spiele in der Division 1 werden hammerhart.“ Niederlande, Spanien, Belgien und Portugal heißen dann die Gegner, die in ihrer Entwicklung allesamt einen oder zwei Schritte weiter sind.

Rund 300 Zuschauer erlebten in Trelleborg eine in allen Belangen überlegene deutsche Mannschaft, die an den Gassen und im stabilen Gedränge eine Vielzahl guter Angriffsbälle eroberte und besonders in der Defensive völlig fehlerfrei kämpfte. So hatten die körperlich überlegenen Schwedinnen nur eine vage Versuchschance durch ein minutenlanges Pick-and-go-Spiel, der allerdings mit einem Vorwurf endete.

Die Deutschen legten hingegen fünf Versuche durch Verbindungshalb Lara Bürger (2.), Spielführerin und Innendreiviertel Mette Zimmat (18., 58.), Außendreiviertel Johanna Hacker (37.) und Sturmführerin Sarah Goßmann (80.), deren Onkel Ringo ein meisterlicher Gewichtheber war. Charlotte Malaizier traf mit zwei Erhöhungen.

Deutschland: M. Bechtel (SF Paris) – Fella (Dubai RC, 60. Gruber/SC Neuenheim), Schult (Heidelberger RK), Zimmat (HRK), J. Hacker (HRK) – Bürger (HRK), Malaizier (HRK, 60. Tauschek/SCN) – Weigel (CUS Torino), Goßmann (Germania List), Trauth (HRK, 45. Abdelkarim/SCN) – Vieth (HRK, 56. Seifert/HRK), Lauter (RSV Köln) – Fouquet (FC St. Pauli, 45. Paul/Köln), Rickel (St. Pauli, 45. Patterson/Lichfield RUFC), Bier (SCN, 45. Bergemann/SCN).


Europameisterschaft Frauen, Division 2

Schweden – Deutschland 0:29

Abschlusstabelle: 1. Deutschland 10 Punkte. 2. Schweden 4, 3. Finnland 0.

Montag, 30. März 2026

Der zweite Anzug passt noch nicht

Deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft in Sao Paulo abgestürzt

Nach Platz eins in Nairobi und Rang zwei in Montevideo ist die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft beim dritten Turnier der World Sevens Series (Division 2) abgestürzt. Im brasilianischen Sao Paulo verloren die Deutschen alle fünf Spiele und beendeten das letzte Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft auf dem sechsten und letzten Platz. Dadurch rutschten die Schützlinge von Bundestrainer Pablo Feijo in der Gesamtwertung der drei Turniere vom ersten auf den dritten Rang ab, haben ihren Startplatz bei den WM-Turnieren, die vom 17. bis zum 19. April in Hongkong beginnen werden, aber sicher.

Der spanische Bundestrainer musste nach dem Turnier in Uruguay mit Chris Umeh, Max Roddick (SC Neuenheim), Bennet Veil (TSV Handschuhsheim), Ben Ellermann (FC St. Pauli) und Henry Smeed (RG Heidelberg) fünf verletzte Stammspieler ersetzen. Er nominierte Akteure nach, die auch Stammplatz-Ansprüche erheben, doch wurde in den Spielen gegen ebenbürtige Konkurrenten deutlich, dass der zweite Anzug noch nicht passt. Außerdem fielen nach dem ersten Match, einem 7:38 (7:21) gegen Kenia, Kapitän Tim Lichtenberg (RGH) und Jakob Dipper (SCN) mit Verletzungen aus, die einen weiteren Einsatz in diesem Turnier unmöglich machten. Am Ende des ersten Turniertages waren von den zwölf deutschen Spielern nur noch sieben einsatzfähig, so dass Pablo Feijo nicht mehr auswechseln konnte.

Gegen Kenia hatte Jakob Dipper mit einem Versuch und Felix Hufnagel (Germania List) per Erhöhung ein 7:0 vorgelegt, doch dann waren die Afrikaner besser. Gegen Uruguay legten die Deutschen durch Hufnagel und die jungen Alexander Lott (Hannover 78) und Bela Sindermann (RC Aachen) bei zwei Hufnagel-Erhöhungen zwar drei Versuche und eine 14:12-Pausenführung vor, doch der Sieg gehörte mit 26:19 den Südamerikanern. Im dritten Spiel siegte Belgien mit 28:17 (21:10). Felix Hufnagel (2) und Jan Lammers (RGH) erzielten drei Versuche, Hufnagel erhöhte einmal.

Der zweite Turniertag brachte zwei Niederlagen. Kanada siegte mit 26:21, nachdem Cedric Eichholz (RGH) und Hufnagel mit Versuch und Erhöhung die 7:0-Führung hergestellt hatten, und beim 5:28 (5:14) gegen die USA war Sindermanns Versuch die einzige Ausbeute der Deutschen.

Endstand in Sao Paulo: 1. Belgien 20 Punkte, 2. Kenia 18, 3. Uruguay 16, 4. USA 14, 5. Kanada 12, 6. Deutschland 10.

World Sevens Series, Division 2, Endstand nach 3 Turnieren: 1. USA 54, 2. Kenia 50, 3. Deutschland 48, 4. Uruguay 42, 5. Belgien 40, 6. Kanada 38. – USA, Kenia, Deutschland und Uruguay für die WM qualifiziert.

Der BSB Nord entlastet seine Vereine

Der Sportbund hat 2025 gut gewirtschaftet und rund 336.000 Euro eingespart

Der Hauptausschuss, zu dem sich die Fachverbände und Sportkreise im „Haus des badischen Sports“ mit insgesamt 77 Stimmen versammelt haben, ist das wichtigste Gremium des Badischen Sportbundes Nord (BSB) in all jenen Jahren, in denen kein Sportbundtag mit Wahlen stattfindet. BSB-Präsident Gert Rudolph (Karlsruhe) stellte den Strategieplan des Sportbundes für die bis 2028 währende Legislaturperiode vor, der nach vielen hundert Vorschlägen aus den Vereinen, Sportkreisen und Fachverbänden entstanden ist und vom Präsidium nach sorgfältiger Beratung beschlossen wurde.

Die Vereine durch Bürokratieabbau, Unterstützung bei der Digitalisierung und Stärkung von Netzwerken entlasten, Kompetenzen von Übungsleitenden und Mitarbeitenden fördern, Jugendliche unter der Federführung der Badischen Sportjugend und im Zusammenarbeit mit „Anpfiff ins Leben“ an die Vereine binden und die Finanzierung des Sports sichern, wozu der mit der Landesregierung vereinbarte Solidarpakt V mit einem jährlichen Mittelaufwuchs von 32 Millionen Euro von 2027 bis 2031 eine gute Grundlage bildet, heißen die vier Strategiethemen, die auf große Zustimmung stießen. Das Finden von Führungskräften und Übungsleitenden in den Vereinen und Fachverbänden wurden als wesentliche Probleme identifiziert, zu deren Verringerung der Strategieplan beitragen soll.

Wichtiger Tagesordnungspunkt jedes Hauptausschusses sind die Vorstellung der Jahresbilanz und die Mittelverteilung, die – weil Finanz-Vizepräsident Jürgen Zink (Bruchsal) erkrankt war - von der stellvertretenden Geschäftsführerin Kerstin Häfele mit großer Kompetenz vorgetragen wurde. 2025 hat der BSB besonders gut gewirtschaftet und gegenüber dem Haushaltsplan einen Überschuss von 336.000 Euro erzielt. Alleine die Entscheidung, das Monatsmagazin „Sport in BW“ nicht mehr als Druckerzeugnis, sondern digital herauszugeben, hat zu einer Einsparung von rund 100.000 Euro geführt. Die Beitragserhöhung von 2024 und der Bau einer Solarstromanlage auf dem Dach des „Hauses des badischen Sports“ führten zu deutlichen Mehreinnahmen.

Insgesamt stehen dem BSB in diesem Jahr 12,04 Millionen Euro zur Verfügung. 1,82 Millionen Euro für Bildungsmaßnahmen, 1,91 Millionen als Beitragsrückfluss und 120.000 Euro aus den Erträgen der Glücksspirale werden den Fachverbänden und Sportkreisen überwiesen. Dass Kerstin Häfele für ihren Vortrag gefeiert wurde, überrascht angesichts dieser Zahlen nicht.

Vereine entlasten: Da die Versicherungsprämien der ARAG und der VBG und insbesondere die GEMA-Gebühren deutlich gestiegen sind, hätte der BSB den Vereinsbeitrag eigentlich um 11 Cent pro Mitglied erhöhen müssen. Angesichts der guten Finanzlage hat das Präsidium vorgeschlagen, dass die Erhöhung nur 5 Cent betragen soll und 6 Cent vom BSB übernommen wird. Dem hat der Hauptausschuss gerne zugestimmt, so dass die Versammlung in gelöster Stimmung bei Kartoffelsalat und Wiener Würstchen endete.


SCN zementiert den zweiten Tabellenplatz

Mit dem zehnten Sieg im zwölften Spiel hat der Sportclub Neuenheim seinen zweiten Tabellenplatz in der Rugby-Bundesliga zementiert. Die Mannschaft des französischen Trainers Alexis Michel besiegte in einem bemerkenswert fairen Match den ewigen Rivalen TSV Handschuhsheim mit 43:26 (19:5) Punkten und machte sich das Siegen selbst schwer: „Im Prinzip haben wir gut gespielt und wachsen immer besser zu einer starken Einheit zusammen. Allerdings machten wir heute eine zu große Anzahl kleiner Fehler wie Bodenspiel, Crossing und Vorwürfe, womit wir dem stark kämpfenden TSV vier Versuche und damit den offensiven Bonuspunkt beschert haben“, fasste Michel das Spielgeschehen korrekt zusammen.

Petrus meinte es nicht gut mit den 500 Zuschauern, denn mit Spielbeginn setzte ein eiskalter Nieselregen ein, der auch den Akteuren die Ballbeherrschung nicht leichter machte. Beide Teams zeigten sehr gute Leistungen an den Gassen und den angeordneten Gedrängen und kamen so zu einer Vielzahl an Ballgewinnen, die flottes Angriffsrugby erlaubten. Im offenen Spiel war der SCN auf spielentscheidende Weise druckvoller und gefährlicher.

Die Neuenheimer gingen durch einen Strafversuch in Führung, den Schiedsrichter Benedikt Niklas wegen wiederholter Abseitsstellung der TSV-Stürmer vor der eigenen Mallinie verhängte. Danach legte der geschickt kombinierende SCN fünf Versuche, von denen der herausragende Spielmacher Nikolai Klewinghaus drei erhöhte. Der irische Erste-Reihe-Stürmer Daniel Julian Colgan (2) und Deutschlands Kapitän Justin Renc wuchteten sich drei Mal ins SCN-Malfeld, und Marius de Giacomini vollendete einen Konterversuch, nachdem Niklas Bechtel die Quetsch aus einem SCN-Angriff herausgefangen hatte.

SC Neuenheim – TSV Handschuhsheim 43:26 (19:5), SCN: Schwager – Becker (78. Moyer), Bülow, Wakefield, Arnold (66. Strauß) – N. Klewinghaus, Kübe – Lehmann, Troch (53. Rinklin), Amelung – Schomberg (60. Sengewitz), Brockmann (73. Portillo) – Jankarashvili (57. Weiss), Köpper, Bachmann (73. Axin).

TSV: De Giacomini – Gando, Surblys, Beaufort, Heising – Zöller (58. Bechtel), Schmitt (73. Widmer) – Renc (69. Kücherer), May, Irizar Krinn – Jansen, Houbali – Colgan (55. Schüle, 83. Wülfinghoff), Grauer, Martel.

Schiedsrichter: Niklas (Frankfurt); Zuschauer: 500; Punkte: 7:0 (14.) Strafversuch, 14:0 (16.) Versuch + Erhöhung N. Klewinghaus, 19:0 (38.) V Schomberg, 19:5 (40.) V Colgan, 19:12 (44.) V Colgan + E de Giacomini, 26:12 (60.) V Brockmann + E N. Klewinghaus, 26:19 (66.) V Renc + E de Giacomini, 33:19 (68.) V Wakefield + E N. Klewinghaus, 33:26 (71.) V + E de Giacomini, 38:26 (76.) V Amelung, 43:26 (79.) V Strauß.


Dienstag, 24. März 2026

Vorzeitig für die WM qualifiziert

Die deutsche Siebenerrugby-Auswahl spielt in Montevideo groß auf und wird Zweiter

Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft hat sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert, die in diesem Jahr erstmals in drei Turnieren ausgetragen wird: Vom 17. bis zum 19. April in Hongkong, vom 29. bis zum 31. Mai in Valladolid und vom 5. bis zum 7. Juni in Bordeaux. Die Mannschaft von Bundestrainer Pablo Feijo erreichte die vorzeitige WM-Qualifikation durch Platz zwei beim World Sevens Series-Turnier der Division 2 in Montevideo, nachdem das erste Turnier in Nairobi sogar gewonnen worden war.

Die Deutschen führen die Division 2 mit 38 Punkten gemeinsam mit den USA an und haben bereits vor dem dritten Turnier am Wochenende im brasilianischen Sao Paulo ihr Zwischenziel erreicht. Das Team liegt zusammen mit den USA auf Platz 9 der Siebenerrugby-Weltrangliste.

Nach den sechs Turnieren der Division 1 in Dubai, Kapstadt, Singapur, Perth, Vancouver und New York liegen Südafrikas „Blitzbokke“ mit 106 Punkten auf Platz 1 vor Fidschi (104), Australien (82), Neuseeland (80), Olympiasieger Frankreich (76), Argentinien (72), Spanien (62) und Großbritannien (42). Mit diesen acht Teams dürfen sich die Deutschen bei den drei WM-Turnieren vergleichen.

In Uruguays Hauptstadt an der Mündung des Rio de la Plata hat die deutsche Sieben vier von fünf Spielen gewonnen und damit erneut den Beifall der internationalen Rugby-Szene erhalten. Drei der vier Erfolge mussten hart erkämpft werden, und am Ende des Turniers waren vier Spieler verletzt, deren Einsatz in Sao Paulo unsicher ist. Der Olympiakader von Rugby Deutschland, der am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar betreut wird, umfasst 19 Akteure, von denen 14 in Brasilien antreten dürfen.

Im ersten Spiel gegen Kanada mussten die Deutschen einen 0:14-Halbzeitrückstand verkraften, ehe der 23-jährige Neuenheimer Jakob Dipper mit enormer Schnelligkeit drei Versuche legte, die der sichere Kicker Felix Hufnagel vom SC Germania List zum 21:14-Sieg erhöhte. Denn hatte Belgien beim 31:5 (14:0) keine Chance. Niklas Koch (List/2), Jakob Dipper, Jan Lammers und Kapitän Tim Lichtenberg (beide RG Heidelberg) legten fünf Versuche, Hufnagel erhöhte dreimal. Im letzten Spiel des ersten Tages waren Los Teros von Gastgeber Uruguay der erwartungsgemäß kampfstarke Gegner, der zur Pause mit 19:12 führte. Allerdings gelangen den Deutschen auch in diesem spannenden Match fünf Versuche durch Ben Ellermann (FC St. Pauli), Felix Hufnagel, Tim Lichtenberg, Chris Umeh (SCN) und Cedric Eichholz (RGH), von denen Hufnagel drei erhöhte.

Am zweiten Turniertag brachte der hauchdünne und prächtig erkämpfte 12:7 (5:0)-Sieg über Kenia die WM-Qualifikation. Jakob Dipper und Tim Lichtenberg erzielten die beiden Versuche, Hufnagel erhöhte den zweiten. Im abschließenden Spiel gegen Turniersieger USA musste Pablo Feijo vier verletzte Akteure ersetzen, so dass die 5:29 (0:17)-Niederlage zwangsläufig war. Ben Ellermann gelang ein Versuch. Neun der 14 Spieler kommen aus Heidelberger Bundesligaklubs.

World Sevens Series, Division 2, Stand nach 2 von 3 Turnieren: 1. Deutschland und USA je 38 Punkte, 3. Kenia 32, 4. Uruguay 28, 5. Kanada und Belgien je 22.

Sonntag, 15. März 2026

Ohne den Hauch einer Chance

Die deutsche Rugby-Fünfzehn verlor gegen die Niederlande im Spiel um EM-Rang sieben mit 7:76

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft belegt in der Division 1 der Europameisterschaft den achten und letzten Platz und muss in die Division 2 (Trophy) absteigen. Im Platzierungsspiel um Rang 7 unterlag die Fünfzehn von Nationaltrainer Mark Kuhlmann (Heilbronn) im Uni-Stadion von Madrid den in allen Belangen überlegenen Niederländern mit 7:76 (0:47) Punkten. Einziger versöhnlicher Moment nach einer sehr schlechten Leistung war der späte Versuch von Schlussmann Christopher Hennig, den er selbst zum 7:69 in der 76. Minute erhöhte.

Neben dem für Grenoble spielenden Frankfurter Hennig zeigten nur Sturmführer Oliver Stein und Verbinder Leo Wolf vom deutschen Meister SC Frankfurt 1880, Flankenstürmer und McLaren-Ingenieur Shawn Ingle aus Maidenhead und Zweite-Reihe-Stürmer Luis Ball von den Watsonians Edinburgh, der wie Coach Kuhlmann seinen Abschied vom Nationalteam verkündet hat, eine akzeptable Leistung gegen eine junge, technisch bessere und vor allem viel schnellere niederländische Mannschaft. Über den deutschen Spielern den Stab zu brechen, wäre allzu leicht. Doch muss man wissen, dass es mit ganz wenigen Ausnahmen keine Besseren gibt. Deshalb ist es höchst unwahrscheinlich, dass die deutsche Mannschaft nach dem nun notwendigen Neuaufbau eine Liga tiefer alle Spiele gewinnen wird.

Das Spiel, für das sich die deutsche Mannschaft vorgenommen hatte zu zeigen, „dass wir auch gut Rugby spielen können“ (Mark Kuhlmann), stand nach zwei Minuten und einem haarsträubenden Fehler des Außendreiviertels Daniel Hamilton-Strong 0:7, nach 14 Minuten 0:21 und war nach 17 Minuten beim Stande von 0:28 verloren, als der Frankfurter Erste-Reihe-Stürmer Cosmo Zymvragos nach einem unfairen Tackling die Rote Karte sah. Insgesamt erzielten die Oranje Boven zwölf Versuche durch Oliva Sialau (2), Tobias Nota, Boris Hadinegoro (3), Mart van der Veen, Tim de Jong, Tafadzwa Kahembe, Mees Voets, Te Campbell und Vikas Meijer, der mit acht Erhöhungskicks ins Goal traf. Die deutsche Mannschaft hatte nur noch eine weitere vage Versuchschance, die durch eine Abseitsstellung zunichte gemacht wurde.

Titelverteidiger Frankreich hat das Sechs-Nationen-Turnier gewonnen. Die XV de France besiegte das ebenbürtige, aber weniger disziplinierte Team Englands vor 81000 Zuschauern im Stade de France glücklich mit 48:46 (24:27). Den siegbringenden Straftritt verwandelte Schlussmann Thomas Ramos nach 83 Minuten aus 45 Metern beim Stande von 45:46. Der beste Kicker der Welt, der mit fünf Erhöhungen und zwei Straftritten bei einer 100-prozentigen Ausbeute 16 Punkte buchte, bewies wieder einmal eiserne Nerven und profitierte von einem Hochhalten des englischen Kapitäns Maro Itoje während des letzten französischen Angriffs. Beim Stand von 17:27 hatte der georgische Referee Saba Abulashvili bereits einen Strafversuch und eine Zeitstrafe nach einem Foul von Ellis Genge verhängt. Erfolgreichster Spieler des Abends war der 22-jährige Außensprinter Louis Bielle-Biarrey. Der schnelle Mann aus Bordeaux legte vier Versuche und hat nach 27 Länderspielen nun 29 Versuche auf seinem Konto – ein einsamer Weltrekord.

Irland belegt Platz zwei und feiert nach Siegen gegen Wales, England und dem abschließenden 43:21 über Schottland mit der Triple Crown die Meisterschaft der vier Home Unions des Rugbyspiels, und Wales beendete das Turnier mit einem 31:17 über Italien mit dem ersten Sieg des Jahres.

Deutschland: Hennig – Hamilton-Strong (41. N. Klewinghaus), Plümpe, Dawe (53. Wakefield), Dixon – L. Wolf (Kapitän), Piosik (41. M. McDonald) – Ingle, Stein, Ireland – Bauer (41. Kasper), Ball (60. Rayan) – Zymvragos (37. Shekete), Reintges, Mizera (54. Howells).


Sechs-Nationen-Turnier

Irland – Schottland 43:21

Wales – Italien 31:17

Frankreich – England 48:46

Endklassement: 1. Frankreich (TV) 21 Punkte, 2. Irland 19, 3. Schottland 18, 4. Italien 9, 5. England 8, 6. Wales 6.

Europameisterschaft, Division 1

Spiel um Platz 7 in Madrid

Niederlande – Deutschland 76:7

Deutschland steigt ab.

Freitag, 13. März 2026

„Können auch Rugby spielen“

Rugby-Fünfzehn in Madrid gegen die Niederlande um EM-Rang 7

Nach ihrer 25:35-Niederlage in der Schweiz ist die deutsche Rugby-Nationalmannschaft aus der Division 1 der Europameisterschaft abgestiegen. Alle vier Platzierungsspiele finden am Sonntag in Madrid statt. Die deutsche Fünfzehn spielt um 11 Uhr im Spiel um Platz sieben, dem Abschiedsspiel von Nationaltrainer Mark Kuhlmann (Heilbronn), gegen die Niederlande – und ist dabei nicht favorisiert, denn die letzten beiden Spiele gegen die Nachbarn endeten mit glasklaren niederländischen Siegen: Einem 45:0 in Paris 2024 und einem 38:9 in Amsterdam 2025.

„Wir wollen den Zuschauern im Estadio Nacional Complutense und den Rugby-Fans bei Pro7Maxx im letzten Spiel dieser Saison zeigen, dass wir gutes Rugby spielen können. Vielleicht haben wir mal wieder einen guten Tag und schaffen wie zu Saisonbeginn gegen Rumänien eine Überraschung“, hofft Kuhlmann auf eine Trotzreaktion und erhebliche Leistungssteigerung seines Teams, in dem der etatmäßige Hakler Andrew Reintges vom Heidelberger Ruderklub sowie Flankenstürmer Shawn Ingle aus Maidenhead nach Verletzungspausen und der starke Innendreiviertel John Dawe nach beruflich bedingter Abwesenheit wieder mitwirken können. Außerdem sind die beiden Neuenheimer Mattes Bachmann für die erste Sturmreihe und Nikolai Klewinghaus für die Hintermannschaft in dem von Teammanagerin Ulrike Faye (Heidelberg) veröffentlichten Kader.

Allerdings schmerzen zwei Ausfälle sehr: Eckdreiviertel Felix Lammers (SCN) hat in der Schweiz eine schwere Knieverletzung erlitten, und Kapitän Justin Renc (TSV Handschuhsheim) erhielt nach seiner Roten Karte von der Disziplinarkommission von Rugby Europe eine Sperre für zwei Länderspiele.

Außerdem spielen am Sonntag in Madrid: Schweiz – Belgien um 13.30 Uhr um Platz 5, Rumänien – Spanien um 16 Uhr um Platz 3 und Titelverteidiger Georgien – Portugal um 18.45 Uhr um den EM-Titel.

Im Sechs-Nationen-Turnier können die punktgleich führenden Franzosen und Schotten ebenso Erster werden wie die Iren, die zwei Punkte weniger haben. Die Entscheidung fällt am Samstag um 21 Uhr im Stade de France, wenn sich Frankreich gegen England behaupten muss. Um 15 Uhr spielt Irland gegen Schottland, um 17.30 Uhr Wales gegen Italien.

Die deutsche Siebenerrugby-Auswahl fliegt am heutigen Donnerstag nach Montevideo, wo am Wochenende das zweite Turnier der World Sevens Series ausgetragen wird. Die Überraschungssieger von Nairobi sind dabei keine Außenseiter mehr. Teammanager Clemens von Grumbkow (Heidelberg) hat neun Heidelberger in seinem 14-köpfigen Kader: Cedric Eichholz, Tim Lichtenberg, Henry Smeed, Jan Lammers (RGH), Bennet Veil, Daniel Eneke (TSV Handschuhsheim), Max Roddick, Chris Umeh und Jakob Dipper (SCN).

Sonntag, 8. März 2026

Nicht gut genug

Deutschlands Rugby-Team verliert in der Schweiz mit 25:35 und steigt aus der EM-Division 1 ab – Rot für Kapitän Justin Renc

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft ist bereits einen Spieltag vor Schluss aus der Division 1 der Europameisterschaft abgestiegen. Am Samstag unterlag die Fünfzehn von Trainer Mark Kuhlmann, der am Sonntag in Madrid im Spiel um Platz 7 gegen die Niederlande zum letzten Mal als Nationaltrainer die Verantwortung tragen wird, in Yverdon-les-Bains der Schweiz mit 25:35 (10:15) Punkten. Nach diesem Resultat spielen die Eidgenossen in Madrid gegen Belgien um EM-Rang 5. Damit sind sie in der Endabrechnung der Jahre 2025 (7.) und 2026 (mindestens 6.) besser als die Deutschen, die nach Platz 8 im Vorjahr nun bestenfalls Rang 7 erreichen können. Das aber wird schwer genug.

„Diese Niederlage und der Abstieg sind für mich eine mächtige Enttäuschung. Wir sind daran aber selbst schuld“, sagte Mark Kuhlmann, dessen Team erneut nicht gut genug gespielt hat, um diese Schweizer, die die entscheidende Führung erst 13 Minuten vor Schluss an sich rissen, zu besiegen. „Wir waren nicht gut genug, weder in Belgien noch in der Schweiz“, lautete das bittere Fazit des Nationaltrainers.

Dieses waren die spielentscheidenden Schwächen: Bei sechs eigenen Gasseneinwürfen wurde der Ball nur einmal erobert. Damit fehlte dem Team die Möglichkeit zu schnellen Angriffen. In der eigenen 22-m-Zone und bei Angriffen bis vor das gegnerische Malfeld passierten unbegreifliche Vorwürfe, die die Schweizer in Ballbesitz brachten und eigene Versuchschancen zerstörten. Die Zeitstrafe für Eric Marks, der die Schulter an den Hals eines Gegners rammte, und die Rote Karte für Kapitän Justin Renc, der mit dem Knie auf den Kopf eines Schweizers steigen wollte (diesen aber nicht traf), waren harte, aber vertretbare Entscheidungen des jungen walisischen Schiedsrichters Carwyn Sion, bei denen er den Videobeweis zu Rate zog. Deutschland spielte also 22 Minuten in Unterzahl, acht Minuten sogar nur mit 13 gegen 15 Mann. Disziplinlosigkeiten, auch im Spiel am angeordneten Gedränge, sind leider ein Markenzeichen des deutschen Nationalteams. Jules Porcher, der famose Kicker, bedankte sich mit drei Straftritten und neun Punkten.

Die deutsche Mannschaft erzielte drei Versuche durch Außendreiviertel Felix Lammers (4.) nach Doppelpass mit Leo Wolf, durch Flankenstürmer Oliver Stein (59.) nach einem Durchbruch von Luke Wakefield und durch Sturmführer Iestyn Rees (64.). Der ehemalige Kapitän der U20-Nationalmannschaft von Wales zählte neben Leo Wolf, Daniel Hamilton-Strong, Robin Plümpe, Christopher Hennig, Luis Ball und Oliver Stein zu den deutschen Spielern, die ein Spiel ohne Fehl und Tadel lieferten und den Schweizern auch ihre volle Willenskraft entgegensetzten. Die restlichen deutschen Punkte erzielten die Kicker Bader Pretorius (8) und Christopher Hennig (2).

Die Schweiz erzielte durch Cyril Fluckiger, Johnatan Dallet, Lucas Schmid und Tom Nublat einen Versuch mehr und gewannen allein deshalb verdient. Porcher traf auch mit drei Erhöhungen, buchte also 15 Punkte.

Der vierte Spieltag des Sechs-Nationen-Turniers war ein Tag der Sensationen. Spitzenreiter Frankreich wurde auf dem Murrayfield von Edinburgh völlig zerlegt und verlor nach sieben schottischen Versuchen mit 40:50 Punkten, wobei Schottland nach 69 Minuten noch mit sogar 47:14 führte. Erst in den Schlussminuten, als Coach Gregor Townsend sein Wechselkontingent erschöpft hatte und Schottland in Unterzahl spielen musste, kamen die Franzosen mit drei Versuchen noch etwas heran.

Als England bei der WM 1991 gegen Italien mit 36:6 gewonnen hatte, platzte Englands Trainer Roger Uttley der Kragen. Die Azzurri seien nur darauf aus gewesen, das Spiel zu zerstören und zu verzögern, schimpfte Uttley. 35 Spiele später, die allesamt vom Rosenteam gewonnen wurden, hat Italien im Olympiastadion von Rom vor 80000 Zuschauern die Sensation geschafft und die Erfinder des Rugbyspiels erstmals besiegt. 23:18 stand es am Schluss für die Männer von Trainer Gonzalo Quesada, der die Versuche von Tommaso Menoncello und Leonardo Marin sowie die 13 Kickpunkte von Paolo Garbisi bejubelte. Die Engländer scorten durch Tommy Freeman und Tom Roebuck, doch Fin Smith traf nur mit einer Erhöhung und einem Straftritt.

Das Spiel zwischen Irland und den stark verbesserten Walisern war hart umkämpft, doch behaupteten die Iren beim 27:17 Turnierrang drei.

Deutschland: Hennig (FC Grenoble) – Hamilton-Strong (Loughborough University), Plümpe (RG Heidelberg), Pretorius (Sao Miguel, 53. Wakefield/SC Neuenheim), Lammers (SCN, 39. Dixon/SC Frankfurt 1880) – L. Wolf (Frankfurt), Paine (Frankfurt, 41. M. McDonald/Caldy RFC) – Renc (Kapitän, TSV Handschuhsheim, 39. Ireland/Oxford Harlequins), Rees (Nottingham RFC, 75. Rayan/Frankfurt), Stein (Frankfurt) – Ball (Watsonians FC Edinburgh), Marks (RC Vannes) – Zymvragos (Frankfurt, 68. Shekete/Rossendale RUFC), Ferrar (Bohemians RFC, 41. Tyumenev (CA Castelsarrasain), Mizera (Hannover 78, 71. D. Wolf/Frankfurt).


Rugby

Sechs-Nationen-Turnier

Irland – Wales 27:17

Schottland – Frankreich 50:40

Italien – England 23:18

Tabelle: 1. Frankreich (TV) 16 Punkte (+79), 2. Schottland 16 (+21), 3. Irland 14, 4. Italien 9, 5. England 6, 6. Wales 1.

Letzter Spieltag, Samstag, 15 Uhr: Irland – Schottland; 17.30 Uhr: Wales – Italien; 21 Uhr: Frankreich – England.


Europameisterschaft, Division 1

Halbfinals Plätze 5 – 8

Schweiz – Deutschland 35:25

Belgien – Niederlande 38:15