Sehr gute Leistung beim 29:0-Sieg in Trelleborg gegen Schweden
Die deutsche Frauenrugby-Nationalmannschaft hat die Europameisterschaft der Division 2 gewonnen. Die Fünfzehn der Trainer Pierre Mathurin und Andrew Reintges, die von Curtis Bradford (alle Heidelberg) beraten und unterstützt werden, gewann am Samstag in Schweden mit 29:0 (19:0), zeigte wie beim 68:0 von Heidelberg gegen Finnland eine erneut sehr gute Leistung und beendete die EM mit der maximalen Zahl von 10 Punkten auf Rang eins. Die Spielerinnen, die frühlingshaft bunte Bänder in ihr Haupthaar geflochten hatten, tanzten nach dem Schlusspfiff der ausgezeichneten georgischen Schiedsrichterin Mariam Goguadze ausgelassen mit der European Trophy über den Rasen der Trelleborg Rugby Arena.
In die EM-Division 1 aufsteigen dürfen sie aber nicht. Weil World Rugby 2026/27 mit den Teams der gegenwärtigen Division 1 die WM-Qualifikation durchführen wird, können die deutschen Frauen frühestens am Ende der nächsten Saison aufsteigen. „Das ist unser Plan“, sagt Pierre Mathurin, der dieses Reglement ebenso wie alle Spielerinnen schon zu Saisonbeginn kannte und es gar nicht schlecht findet, „dass wir uns noch ein Jahr lang einspielen und weiter zusammenwachsen können, denn die Spiele in der Division 1 werden hammerhart.“ Niederlande, Spanien, Belgien und Portugal heißen dann die Gegner, die in ihrer Entwicklung allesamt einen oder zwei Schritte weiter sind.
Rund 300 Zuschauer erlebten in Trelleborg eine in allen Belangen überlegene deutsche Mannschaft, die an den Gassen und im stabilen Gedränge eine Vielzahl guter Angriffsbälle eroberte und besonders in der Defensive völlig fehlerfrei kämpfte. So hatten die körperlich überlegenen Schwedinnen nur eine vage Versuchschance durch ein minutenlanges Pick-and-go-Spiel, der allerdings mit einem Vorwurf endete.
Die Deutschen legten hingegen fünf Versuche durch Verbindungshalb Lara Bürger (2.), Spielführerin und Innendreiviertel Mette Zimmat (18., 58.), Außendreiviertel Johanna Hacker (37.) und Sturmführerin Sarah Goßmann (80.), deren Onkel Ringo ein meisterlicher Gewichtheber war. Charlotte Malaizier traf mit zwei Erhöhungen.
Deutschland: M. Bechtel (SF Paris) – Fella (Dubai RC, 60. Gruber/SC Neuenheim), Schult (Heidelberger RK), Zimmat (HRK), J. Hacker (HRK) – Bürger (HRK), Malaizier (HRK, 60. Tauschek/SCN) – Weigel (CUS Torino), Goßmann (Germania List), Trauth (HRK, 45. Abdelkarim/SCN) – Vieth (HRK, 56. Seifert/HRK), Lauter (RSV Köln) – Fouquet (FC St. Pauli, 45. Paul/Köln), Rickel (St. Pauli, 45. Patterson/Lichfield RUFC), Bier (SCN, 45. Bergemann/SCN).
Europameisterschaft Frauen, Division 2
Schweden – Deutschland 0:29
Abschlusstabelle: 1. Deutschland 10 Punkte. 2. Schweden 4, 3. Finnland 0.
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