Montag, 30. März 2026

Der BSB Nord entlastet seine Vereine

Der Sportbund hat 2025 gut gewirtschaftet und rund 336.000 Euro eingespart

Der Hauptausschuss, zu dem sich die Fachverbände und Sportkreise im „Haus des badischen Sports“ mit insgesamt 77 Stimmen versammelt haben, ist das wichtigste Gremium des Badischen Sportbundes Nord (BSB) in all jenen Jahren, in denen kein Sportbundtag mit Wahlen stattfindet. BSB-Präsident Gert Rudolph (Karlsruhe) stellte den Strategieplan des Sportbundes für die bis 2028 währende Legislaturperiode vor, der nach vielen hundert Vorschlägen aus den Vereinen, Sportkreisen und Fachverbänden entstanden ist und vom Präsidium nach sorgfältiger Beratung beschlossen wurde.

Die Vereine durch Bürokratieabbau, Unterstützung bei der Digitalisierung und Stärkung von Netzwerken entlasten, Kompetenzen von Übungsleitenden und Mitarbeitenden fördern, Jugendliche unter der Federführung der Badischen Sportjugend und im Zusammenarbeit mit „Anpfiff ins Leben“ an die Vereine binden und die Finanzierung des Sports sichern, wozu der mit der Landesregierung vereinbarte Solidarpakt V mit einem jährlichen Mittelaufwuchs von 32 Millionen Euro von 2027 bis 2031 eine gute Grundlage bildet, heißen die vier Strategiethemen, die auf große Zustimmung stießen. Das Finden von Führungskräften und Übungsleitenden in den Vereinen und Fachverbänden wurden als wesentliche Probleme identifiziert, zu deren Verringerung der Strategieplan beitragen soll.

Wichtiger Tagesordnungspunkt jedes Hauptausschusses sind die Vorstellung der Jahresbilanz und die Mittelverteilung, die – weil Finanz-Vizepräsident Jürgen Zink (Bruchsal) erkrankt war - von der stellvertretenden Geschäftsführerin Kerstin Häfele mit großer Kompetenz vorgetragen wurde. 2025 hat der BSB besonders gut gewirtschaftet und gegenüber dem Haushaltsplan einen Überschuss von 336.000 Euro erzielt. Alleine die Entscheidung, das Monatsmagazin „Sport in BW“ nicht mehr als Druckerzeugnis, sondern digital herauszugeben, hat zu einer Einsparung von rund 100.000 Euro geführt. Die Beitragserhöhung von 2024 und der Bau einer Solarstromanlage auf dem Dach des „Hauses des badischen Sports“ führten zu deutlichen Mehreinnahmen.

Insgesamt stehen dem BSB in diesem Jahr 12,04 Millionen Euro zur Verfügung. 1,82 Millionen Euro für Bildungsmaßnahmen, 1,91 Millionen als Beitragsrückfluss und 120.000 Euro aus den Erträgen der Glücksspirale werden den Fachverbänden und Sportkreisen überwiesen. Dass Kerstin Häfele für ihren Vortrag gefeiert wurde, überrascht angesichts dieser Zahlen nicht.

Vereine entlasten: Da die Versicherungsprämien der ARAG und der VBG und insbesondere die GEMA-Gebühren deutlich gestiegen sind, hätte der BSB den Vereinsbeitrag eigentlich um 11 Cent pro Mitglied erhöhen müssen. Angesichts der guten Finanzlage hat das Präsidium vorgeschlagen, dass die Erhöhung nur 5 Cent betragen soll und 6 Cent vom BSB übernommen wird. Dem hat der Hauptausschuss gerne zugestimmt, so dass die Versammlung in gelöster Stimmung bei Kartoffelsalat und Wiener Würstchen endete.


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