Mittwoch, 23. September 2026

36 Jahre voller Harmonie und Zuverlässigkeit

Der Nordbadische Volleyball-Verband verabschiedete seinen Geschäftsführer Holger Schell

„Eigentlich habe ich nur meine Arbeit gemacht“, sagte Holger Schell am Sonntag, als er nach 36-jährigem Wirken als Geschäftsführer des Nordbadischen Volleyball-Verbandes (NVV) verabschiedet wurde. Rund 40 Weggefährtinnen und Mitstreiter waren der Einladung in das schicke Berghof-Restaurant auf dem Königstuhl gefolgt, um den 66-Jährigen zu ehren, der am 30. September in den Ruhestand gehen wird.

Aus Schells Worten spricht die Bescheidenheit, die den passionierten Volleyballer der TSG Rohrbach kennzeichnet, der eigentlich keine Abschiedsfeier gewünscht hatte. NVV-Präsident Dr. Daniel Kraft ließ wissen, „dass Holger nie im Mittelpunkt stehen will.“ Vielmehr habe er sich in all den Jahren „nie in den Vordergrund gedrängt“ und den Verband dennoch „mitgestaltet und zu dem gemacht, was er heute ist. Deine Handschrift ist deutlich erkennbar.“ Der 1963 in Weinheim gegründete NVV hat gegenwärtig 16.657 Mitglieder in 221 Vereinen und Volleyball-Abteilungen. Der seit 1990 als Geschäftsführer und zeitweise „als Männchen für alles“ tätige Holger Schell hatte nur zwei Präsidenten: Harald Schoch (1990 – 2022) und Daniel Kraft (seither), die beide Heidelberger sind und ein ausgesprochen harmonisches Miteinander mit ihrem Geschäftsstellen-Leiter pflegten.

Holger Schell, der im Deutschen Volleyball-Verband (DVV) Sprecher der Geschäftsführer der Landesverbände und von 2021 bis 2023 Vizepräsident mit gemischten Erinnerungen war, musste während seiner dreieinhalb Jahrzehnte im NVV nur eine kritische Phase überstehen: „Das war um das Jahr 2000, als wir im Präsidium viele Vakanzen hatten und ich zeitweise vier fehlende Vizepräsidenten mit ganz unterschiedlichen Aufgabengebieten ersetzen musste. Da wusste ich manchmal nicht, wo mir der Kopf steht.“

Heute steht der NVV gut da, weil – so Daniel Kraft – der Geschäftsführer „für die Anliegen der Vereine stets ein offenes Ohr hatte und auftretende Probleme mit Erfahrung und Pragmatismus lösen konnte.“ Die Zusammenarbeit mit dem Präsidium habe Holger Schell, dem auch eine gute Zusammenarbeit mit den Volleyballern in Südbaden und Württemberg am Herzen lag, als Ideenwettstreit begriffen, und er sei „aufgrund seiner Verlässlichkeit“ sehr wertvoll.

Der A-Lizenztrainer Holger Schell hat Mannschaften 25 Jahre lang bis zur Regionalliga betreut und war als Schiedsrichter mit B-Lizenz tätig. Er war Team-Manager und Co-Trainer der deutschen Juniorinnen-Nationalmannschaft, die von 2005 bis 2007 als VC Olympia Heidelberg in der Bundesliga mitgewirkt hatte. Als Organisator großer Veranstaltungen hat er sich bewährt: Die Männer-EM 1991 und 2003, die Weltligaspiele bis 1994, die Länderspiele in Karlsruhe, die Volleyball- und Beachvolleyball-Turniere beim Landesturnfest 2006 in Heidelberg und beim Internationalen Deutschen Turnfest 2013 hat Holger Schell als Chef fleißiger Mitstreiter ebenso zu Erfolgen gemacht wie die zahlreichen Beachvolleyball-Turniere auf den Heidelberger Neckarwiese.

Seine Nachfolger kommen aus Karlsruhe. Sabine Rayling wurde zwei Jahre lang eingelernt, Vincent Dres ein Jahr lang auf seine Aufgabe vorbereitet. Holger Schell wird weiterhin seinem Hobby Bogenschießen frönen. Dass er seine Lebensgefährtin Ulrike Schütz einst beim Bogenschießen getroffen hat, ist eine schöne Geschichte, die nur das Leben schreiben kann.

Montag, 21. September 2026

Der SCN ließ Ball und Gegner HRK laufen

Zwölf prächtig herausgespielte Versuche beim 80:5-Sieg im Heidelberger Derby

Muss man sich um den Heidelberger Ruderklub sorgen? Die Mannschaft von Trainer Steffen Liebig verlor auch das dritte Spiel in der Rugby-Bundesliga, hatte beim 5:80 (5:33) gegen den deutschen Vizemeister Sportclub Neuenheim nicht den Hauch einer Siegchance und ziert nun mit null Wertpunkten und 22:211 Spielpunkten den zehnten und letzten Tabellenplatz.

„Das gibt mir zu denken“, sagte HRK-Abteilungsleiter Holger Xandry, während Steffen Liebig sich bemühte, nicht zu harte Worte zu gebrauchen und die Schwäche seiner Fünfzehn in den ersten drei Saisonspielen mit der Potenz der Gegner Frankfurt, Handschuhsheim und Neuenheim, den verletzungsbedingten Ausfällen von Andrew Reintges, Max Zahner und Haakon Oeß, die so schnell nicht wieder gesund werden, und den Schutzsperren für die Siebenerrugby-Nationalspieler erklärte. Liebig sagte aber auch: „Wir haben nach 30 einigermaßen guten Minuten eine Vielzahl von Fehlern begangen und dem SCN immer wieder in die Karten gespielt.“ So blieb der Versuch von Ben Sida zum 5:12 die einzige Ausbeute des Ruderklubs. Der 19-jährige Spielmacher kam aus Aachen zum Studium in Mannheim und zählt zum Perspektivkader der deutschen Siebenerrugby-Nationalmannschaft.

Der SCN hingegen zeigte das erste wirklich gute Spiel der Saison, war an den Gassen und im angeordneten Gedränge deutlich besser und im offenen Spiel viel schneller und technisch überlegen, so dass die zwölf Versuche prächtig herausgespielt wurden. Erfreulich waren das Comeback des erfahrenen Innendreiviertels Luke Wakefield und die Tatsache, dass die sieben Auswechslungen durch Trainer Alexis Michel keinerlei Bruch im Spielfluss verursachten. „Heute bin ich wirklich zufrieden und habe nur ganz wenige Dinge notiert, die wir besser machen können“, sagte der Franzose. Besser machen müssen, könnte man noch treffender sagen, denn der nächste Spielpartner am 3. Oktober heißt SC Frankfurt 1880. Das ist der deutsche Meister und seit 2019 ungeschlagene Spitzenreiter…

HRK: Van Heerden – Baron (60. Dietz), Buchta, Cristea (60. Meng), M. Schmitt – Sida, Bayer (70. Kugel) – Armbruster (60. Schuster), Falconer, Roll – Voigt, Williams (60. Aydin) – K. Wiedemann (45. Bachofer), Knorr, Matache (55. Jahn).

SCN: Schwager – Kato (50. Arnold), Covella (65. Moyer), Bülow (65. Wakefield), Ganzberger – Klewinghaus-Hacker, Lieb – Trabuco Cruz (55. Sengewitz), Troch (45. Aversa), Rinklin – Brockmann, Lehmann (60. Schomberg) – Santacruz, Köpper (65. Becker), Bachmann.

Schiedsrichterin: Latos (Hamburg); Zuschauer: 300; Punkte HRK: 1 Versuch Sida; SCN: 12 V Bülow (2), Rinklin (2), Wakefield (2), Aversa (2), Köpper, Klewinghaus-Hacker, Trabuco Cruz, Schwager; 10 Erhöhungen Klewinghaus-Hacker; Zeitstrafe: Williams (50).

Sonntag, 13. September 2026

SCN präsentierte sich deutlich verbessert


Der Sportclub Neuenheim zeigte am zweiten Spieltag der Rugby-Bundesliga eine deutlich
verbesserte Leistung und besiegte den SC Germania List – in der Vorwoche 71:12-Sieger
gegen den TSV Handschuhsheim – mit 47:10 (28:5) Punkten. Es dauerte nur eine Halbzeit,
und die Neuenheimer hatten vier Versuche erzielt und damit den offensiven Bonuspunkt
gesichert, der sie aus dem Tabellenkeller auf Rang vier vorschnellen ließ. Einen Hattrick
schaffte Flügelstürmer Agustin Aversa mit seinen Versuchen zum 5:0, 12:5 und 19:5, und
Nikolai Klewinghaus, der nun auch den Namen seiner Ehefrau Johanna angekoppelt hat,
erwies sich wieder einmal als sicherer Kicker und trug mit seinem erhöhten Versuch zum


28:5-Halbzeitstand bei.
Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Meisterstürmer Bob Chandler spielte das
SCN-Team hoch konzentriert auf und zeigte sich besonders im Gassenspiel stark verbessert.
Nach 25 Minuten schickte Schiedsrichter Ruaridh Smith Neuenheims Erste-Reihe-Pfeiler
Lucas Daujam wegen Hochhaltens und Lists Außendreiviertel Maurice Riege wegen eines
Revanchefouls mit roten Karten vom Platz, was die beiden Teams jedoch nicht in ihrer
Angriffslust beeinträchtigte. Nach der Pause erzielte der SCN noch drei Versuche durch den
eingewechselten Nationalstürmer Nicolas Rinklin, den neuen Kapitän René Lieb und Markus
Niebel, der einst unter dem Namen Brausam das Licht der Welt erblickt hatte.
In der Frauen-Bundesliga musste der deutsche Vizemeister SCN zum Auftakt eine
empfindliche 15:57 (15:19)-Niederlage gegen den SC Germania List hinnehmen, der ja schon
im Endspiel der deutschen Siebenerrugby-Meisterschaft hauchdünn besser gewesen war. Die
drei Versuche des SCN erzielte Godwina Kimonima, Emma Dehnert und Laura Schwinn.
Lists flinke Schlussfrau Gesine Adler war die überragende Spielerin auf dem Platz und legte


sechs Versuche.
SC Neuenheim – SC Germania List 47:10 (28:5), SCN: Schwager – Ganzberger (66.
Hooper), Bülow, Kato (25. Niebel) - Klewinghaus-Hacker (69. Becker), Lieb (66. Kübe) –
Trabuco Cruz (47. Rinklin), Troch, Aversa – Schomberg (66. Sengewitz), Lehmann – Daujam,
Köpper, Bachmann (56. Santacruz).
Schiedsrichter: Smith (Nürnberg); Zuschauer: 200; Punkte: 7:0 (7.) Versuch Aversa +
Erhöhung Klewinghaus-Hacker; 7:5 (14.) V Hufnagel; 14:5 (25.) V Aversa + E Klewinghaus-
Hacker; 21:5 (38.) V Aversa + E Klewinghaus-Hacker; 28:5 (40 + 5.) V + E Klewinghaus-
Hacker; 35:5 (50.) V Rinklin + E Klewinghaus-Hacker; 40:5 (59.) V Lieb; 40:10 (80.) V
Höschele; 47:10 (80 + 9.) V Niebel + E Schwager; Platzverweise: Daujam (25.)/Riege (25.);
Zeitstrafen: Covella (40 + 4.), Rinklin (75.), Aversa (80.)/Caister (80 + 10.

Montag, 7. September 2026

RGH ist der Widersacher des SC Frankfurt 1880

Der Meister siegt beim Heidelberger RK mit 97:5 – RGH gewinnt das Derby gegen den SCN mit 43:24

Der deutsche Rugby-Meister SC Frankfurt 1880 hat über die Sommerpause nichts von seiner Spielstärke eingebüßt und gewann zum Saisonauftakt beim Heidelberger Ruderklub mit 97:5 Punkten. Erster Widersacher des Serienmeisters, der bekanntlich seit 2019 in Deutschland ungeschlagen ist, könnte die Rudergesellschaft Heidelberg werden, die den Vizemeister Sportclub Neuenheim in einem hochklassigen Match mit 43:24 besiegte, während der höher eingeschätzte TSV Handschuhsheim beim SC Germania List mit 12:71 Punkten unter die Räder geriet.

Frankfurt brauchte 15 Minuten, um bei der jungen HRK-Fünfzehn ins Rollen zu geraten. „Danach haben wir zu viele Geschenke verteilt“, kritisierte HRK-Trainer Steffen Liebig, der mit einer deutlichen Niederlage gerechnet hatte. „Geärgert hat mich allerdings, dass wir den Frankfurtern durch blöde Fehler gut 50 Punkte geschenkt haben“, sagte Liebig, der mit Außendreiviertel Karabo van Heerden, Flankenstürmer Steward Patrick Falconer, Zweite-Reihe-Stürmer Conrad Voigt und Hakler José Tomas vier neue Spieler im Team hatte. Der HRK kam nur zu einem Versuch zum 5:85, für den Innendreiviertel Philip Buchta von den Fans gefeiert wurde, während die Mainhessen 15 Versuche scorten, von denen der überragende Spielmacher Leo Wolf elf erhöhte. Die beiden Außendreiviertel Franziskus Schröter (4) und Makonnen Amekuedi (3) legten die meisten Versuche der Mannschaft von Cheftrainer Byron Schmidt.

Einen auch in dieser Deutlichkeit verdienten Sieg errang der Vorjahresdritte RGH vor 400 Zuschauern im Fritz-Grunebaum-Sportpark gegen den Vizemeister SCN. „Ich bin mit unserer Leistung zufrieden. Wir hatten das besser eingespielte Team“, sagte RGH-Spielertrainer Robin Plümpe, nachdem in der Vorbereitung 40 Spieler am Training teilgenommen hatten und ein Freundschaftsspiel beim elsässischen RC Haguenau dem Zusammenspiel zumindest nicht geschadet hat. Die RGH war läuferisch sowie im angeordneten Gedränge und im Gassenspiel klar besser und erzielte sechs zwingend herausgespielte Versuche durch Erik Rausch (2), Levan Lomauri, die Meffert-Zwillinge Luca und Felix sowie „Altmeister“ Bastian van der Bosch, der nichts von seiner Spritzigkeit und Spielkunst eingebüßt hat. Luca Meffert traf mit fünf Erhöhungen und einem Straftritt ins Goal und hielt den SCN sicher auf Distanz.

Die Neuenheimer Mannschaft, die sich dem schweren Saisonauftakt wieder einmal ohne Vorbereitungsspiel genähert hat, hat von den sieben neuen Spielern nur den feinen italienischen Innendreiviertel Manuel Covella – mit zwei Versuchen bester Scorer – bereits gut integriert und leistete sich allzu viele Fehler an den Gassen und Gedrängen. Da auch die Verteidigung der Dreiviertelreihe noch nicht gut genug klappte, stand es nach 25 Minuten 21:0, was der RGH zusätzliche Sicherheit verlieh. Für den SCN buchten auch Hakler Leo Köpper und Pfeiler Mattes Bachmann Versuche, die zum offensiven Bonuspunkt führten, und der gute Spielmacher Nikolai Klewinghaus traf mit zwei Erhöhungen. SCN-Trainer Alexis Michel hat das Spiel schon in der Nacht zum Sonntag zweimal analysiert und erwartet von seiner Fünfzehn gegen Germania List eine deutliche Leistungssteigerung.

RG Heidelberg – SC Neuenheim 43:24 (21:14), RGH: L. Meffert – N. Hittel, Sürer (65. B. Bayram), Plümpe, Kammholz (70. Kadunc) – van der Bosch, F. Meffert – von der Lohe, Tulagi (65. Fau), Müller (60. Ahl) – Zgazivoda (60. K. Paral), Rausch – Gogo (60. C. Bayram), Lomauri (50. Hill), Ackermann.

SCN: Schwager (72. Hooper) – Ganzberger (72. Moyer), Covella, Bülow, Arnold (55. Kato) – N. Klewinghaus, Lieb (72. Kübe) – Trabuco Cruz, Troch, Aversa – Schomburg (60. Sengewitz), Brockmann – Niebel (45. Daujam), Köpper, Bachmann (65. Santacruz).

Schiedsrichter: Niklas (Frankfurt); Zuschauer: 400; Punkte RGH: 6 Versuche Rausch (2), L. Meffert, Lomauri, F. Meffert, van der Bosch; 5 Erhöhungen + 1 Straftritt L. Meffert; SCN: 4 V Covella (2), Köpper, Bachmann; 2 E N. Klewinghaus.

Heidelberger RK – SC Frankfurt 1880 5:97 (0:57), HRK: Cristea – Skelly, Meng (60. Hartmann), Buchta, van Heerden – Schmitt (60. Bayer), Kugel – S. Schmidt, Williams (50. Bachofer), Faconer (41. M. Schmidt) – Voigt, Armbruster – Schuster (50. Wiedemann), Reintges (25. Tomas), Jahn (41. Aydin).

Schiedsrichterin: Latos (Hamburg); Zuschauer: 180; Punkte HRK: 1 V Buchta; Frankfurt: 15 V Schröter (4), Amekuedi (3), Maier (2), L. Wolf (2), Cabrera, Rodwell, Rayan, Amthaler; 11 E L. Wolf.


Montag, 10. August 2026

Sieberrugby-Junioren Vierter bei der EM

Juniorinnen belegten in Tschechien den sechsten Platz

Die beiden deutschen Nationalmannschaften haben bei der Siebenerrugby-Europameisterschaft der Altersklasse U18 gut abgeschnitten und ihre Ziele erreicht. Die Juniorinnen belegten nach zwei Siegen und drei Niederlagen unter acht Mannschaften den sechsten Rang und haben den Klassenverbleib in der Division 1 damit geschafft. Die Junioren erreichten bei zwei Niederlagen drei Siege und erreichten Platz vier unter zwölf Teams.

Mit dem Abschneiden der Junioren, bei denen vier Heidelberger Nachwuchsspieler die Stützen bildeten, waren die beiden Trainer Maximilian Pietrek vom Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar und Jan Ceselka vom Rugby-Verband Baden-Württemberg sehr zufrieden. „Die Lernkurve war steil, und die Jungs haben aus Fehlern super schnell gelernt. Das Beste ist: Wir hatten die jüngste Mannschaft am Start. Mehr als die Hälfte des Kaders gehört den Jahrgängen 2009 und 2010 an. Die dürfen nächstes oder sogar übernächstes Jahr nochmals für unsere U18 spielen. Das Potenzial ist riesig. Wir freuen uns auf alles, was kommt“, sagte Max Pietrek nach den fünf EM-Spielen in der tschechischen Rugby-Metropole Ricany.

Die deutsche Mannschaft marschierte ungeschlagen durch die Vorrundengruppe C. Auf ein 26:5 gegen Polen folgten ein 49:12 gegen Rumänien und ein 19:12 über Belgien, während sich in der Gruppe A Frankreich vor Portugal und in der Gruppe B Spanien vor Gastgeber Tschechien durchsetzte, der sich auch schon als viermaliger Gewinner der Heidelberg Sevens hervorgetan hatte.

Im Halbfinale mussten sich die deutschen Junioren den Spaniern, deren Männern in diesem Frühjahr die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft gewonnen haben, mit 7:19 geschlagen geben, ehe es im Spiel um Platz drei eine 5:26-Niederlage gegen Tschechien gab. „Natürlich sind wir über dieses Resultat im Moment enttäuscht, aber insgesamt sind wir mit dem Abschneiden sehr zufrieden“, sagte Max Pietrek. Europameister wurde Frankreich durch ein 21:12 gegen Spanien, Fünfter wurde Portugal (22:7 gegen Belgien), Siebter Rumänien (20:7 gegen die Schweiz), Neunter die Ukraine (17:14 gegen Litauen) und Elfter Polen (19:14 gegen die Türkei.

Die deutschen Juniorinnen unterlagen in der Vorrundengruppe A mit 12:19 gegen Belgien und mit 0:36 gegen den Gruppensieger Spanien und wurden nach einem 22:7-Sieg über Rumänien Gruppendritter. Im Halbfinale über die Plätze fünf bis acht glückte der Mannschaft von Trainer Andreas Hacker, dem Mädchentrainer des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg, ein 19:5-Sieg über Polen, doch gab es im Spiel um Platz fünf eine unerwartete 0:19-Niederlage gegen die Türkei.

Das wurmte Andreas Hacker zunächst: „Direkt nach dem Abpfiff war die Enttäuschung natürlich riesig, weil wir unser Ziel knapp verpasst haben. Aber mit etwas Abstand sind wir einfach nur stolz auf Platz sechs und die Leistung der Mädels. Sie haben Deutschland mit unglaublich viel Leidenschaft und Teamgeist vertreten. Für viele war es die erste große internationale Erfahrung.“ Europameister wurde auch hier Frankreich durch ein 31:7 über Spanien, Dritter wurde Tschechien durch ein 38:7 über Belgien.

Bildtext

Haben Heidelberg bei der U18-Europameisterschaft in Ricany gut vertreten, v.l.n.r.: Stefan Darimont (HRK), Andre Brauner (HRK), Lili Schüßler (HRK/RGH), Noemi Oertel (TSV Handschuhsheim), Felix May (TSV) und Lennard Grimm (HRK). Foto: privat