Sonntag, 5. Juli 2026

Deutschland besiegt den Olympiasieger Frankreich

Die Siebenerrugby-Nationalmannschaft gewinnt das erste von zwei EM-Turnieren – Frauen verbessern sich auf Platz 5

Die deutschen Siebenerrugby-Nationalmannschaften haben das Heimturnier in Hamburg dazu genutzt, in der Europameisterschaft 2026 große Sprünge zu machen. Die Männer von Bundestrainer Pablo Feijoo wurden durch einen auf fantastische Weise herausgespielten 26:7 (5:7)-Finalsieg über Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich Turniersieger, verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr um fünf Plätze und gehen mit 20 Punkten als Tabellenführer in das zweite und entscheidende Turnier vom 24. bis 26. Juli im kroatischen Split. Die Frauen von Bundestrainer Curtis Bradford besiegten Irland im Spiel um Platz 5 mit 19:5 (14:0), waren im Vorjahr Achter und haben nun zwölf Punkte auf ihrem Konto.

Die Männer, auch betreut von Rekord-Nationalspieler Clemens von Grumbkow (Heidelberg), der vor den Hamburg Sevens die Ausfälle von sechs Leistungsträgern beklagt hatte, feierten in sechs Spielen sechs Siege. Das märchenhafte Auftreten begann mit einem 42:0 (21:0) gegen Tschechien, zu dem Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880), Ben Ellermann (FC St. Pauli), Philip Gleitze, dessen Zwillingsbruder Anton (Berliner RC), Maximilian Kammholz (RG Heidelberg) und Felix Hufnagel (Germania List), der mit allen Erhöhungen traf, sechs Versuche beisteuerten. Gegen Polen gelang nach sieben Versuchen durch Amekuedi (3), Philip Gleitze (2), Cedric Eichholz (RGH) und Hufnagel, der drei Mal erhöhte, ein 41:0 (26:0)-Sieg, ehe den Deutschen gegen den WM-Dritten Spanien mit einem 10:0 (5:0)-Erfolg eine Weichenstellung glückte. Chris Umeh (SC Neuenheim) und Amekuedi legten die Versuche zum Gruppensieg.

Im Viertelfinale gelang nach einem 7:14-Pausenrückstand ein 26:12-Sieg über Großbritannien, den Amekuedi, Bennet Veil (TSV Handschuhsheim), Kapitän Philip Gleitze und Hufnagel, der mit drei Erhöhungen traf, durch vier Versuche sicherten. Im Halbfinale waren die Deutschen mit 19:0 besser als Belgien. Hufnagel, der als bester Spieler der EM ausgezeichnet wurde, glückte mit drei Versuchen und zwei Erhöhungen alle deutschen Punkte. Frankreich wurde aufgrund einer hervorragenden Verteidigungsleistung durch Versuche von Anton Gleitze, Hufnagel, Ellermann und Eichholz und durch drei Hufnagel-Erhöhungen mit 26:7 regelrecht zerlegt.

„Wir waren am Finaltag richtig gut. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die sich den Turniersieg redlich verdient haben“, lobte der Spanier Pablo Feijoo.

Die deutschen Frauen starteten mit zwei Niederlagen ins Turnier. Gegen Tschechien gab es ein 12:17 (5:5) mit Versuchen von Spielführerin Mette Zimmat und Johanna Hacker und einer Erhöhung von Charlotte Malaizier (alle HRK). Gegen Polen, das später das Endspiel gegen Frankreich mit 14:17 verlor, hatten die Deutschen mit 7:24 (7:5) das Nachsehen, obwohl Zimmat ein von Julia Braun (RK 03 Berlin) erhöhter Führungsversuch gelang. Das dritte Vorrundenspiel gegen die Türkei wurde allerdings nach Versuchen von Laura Schwinn (SCN), Malaizier, Zimmat (2), Sophie Hacker (HRK) und Braun sowie fünf Erhöhungen von Malaizier (4) und Schwinn mit 40:5 (19:0) gewonnen, bevor im Viertelfinale eine 5:7 (5:0)-Niederlage gegen Belgien betrauert wurde. Malaizier legte den Ehrenversuch.

Im Halbfinale der Platzierungsrunde nahmen die deutschen Frauen mit 14:10 (7:10) gegen Tschechien Revanche für die erste Niederlage. Zimmat legte zwei Versuche, Malaizier erhöhte zwei Mal. Und im Spiel um Platz fünf gelang ein 19:5 (14:0)-Sieg über die große Rugby-Nation Irland, zu dem Mette Zimmat (2) und Gesine Adler (Germania List) mit drei Versuchen sowie Charlotte Malaizier mit zwei Erhöhungen beitrugen.

„Wir haben am Finaltag ein Spiel gezeigt, mit dem ich nicht ganz zufrieden war, und am Ende eines, in dem wir eine tolle Leistung gezeigt haben“, war der Wahl-Heidelberger Curtis Bradford mit seinem Team zufrieden.

EM-Stand Männer: 1. Deutschland 20 Punkte, 2. Frankreich 18, 3. Italien 16, 4. Belgien 14, 5. Portugal 12, 6. Spanien 10, 7. Großbritannien 8, 8. Georgien 6, 9. Tschechien 4, 10. Ukraine 3, 11. Litauen 2, 12. Polen 1; Frauen: 1. Frankreich 20, 2. Polen 18, 3. Belgien 16, 4. Spanien 14, 5. Deutschland 12, 6. Irland 10, 7. Tschechien 8, 8. Portugal 6, 9. Dänemark 4, 10. Großbritannien 3, 11. Schweden 2, 12. Türkei 1.

Die deutsche Nationalmannschaft feiert nach Siegen über Tschechien, Polen, den WM-Dritten Spanien, Großbritannien, Belgien und Olympiasieger Frankreich den Turniersieg beim EM-Turnier in Hamburg. Foto: Jan Perlich


Mittwoch, 1. Juli 2026

Toulouse holt sich den 25. Meistertitel

28:20-Finalsieg über Montpellier - Northampton Saints Titelträger in England

Stade Toulousain hat am Abend des 27. Juni 2026 zum 25. Mal die französische Rugby-Meisterschaft gewonnen. Unter der Regieführung von Trainer Ugo Mola ist es der vierte Titelgewinn in Folge. Im ausverkauften Stade de France feierte Toulouse einen 28:20 (25:6)-Sieg über Rugby Montpellier-Herault. Der Verein aus der Heidelberger Partnerstadt, Zweiter der Top-14-Liga hinter Toulouse, hat erst zum zweiten Mal das Endspiel erreicht. 2011 gab es eine 10:15-Niederlage – gegen Stade Toulousain.

Am Samstag hatte der Titelverteidiger eine traumhafte erste Halbzeit und führte – noch immer ohne Schlussmann und Chefkicker Thomas Ramos – durch drei Versuche von Hakler Peato Mauvaka (5. und 32. Minute) und Gedrängehalb Antoine Dupont (36.) sowie zwei Erhöhungen und zwei Straftritten von Verbinder Romain N’Tamack gegen zwei Straftritte von Montpelliers argentinischem Verbinder Domingo Miotto mit 25:6, ehe der Herausforderer stärker und stärker wurde. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff fing der eingewechselte Innendreiviertel Justo Piccardo einen Ball heraus und legte einen Versuch, den Miotti zum 25:13 erhöhte. Zwar stellte N’Tamack das Resultat per Straftritt auf 28:13 (52.), doch nach Leo Colys selbst erhöhten Versuch zum 28:20 und nach einem gewaltigen Gewitter stand der Sieg des Rekordmeisters auf des Messers Schneide. Außendreiviertel Matthis Lebel, neben den erneut herausragenden Dupont, N’Tamack, Mauvaka, François Cros und Santiago Chocobares bester Spieler des von Staatspräsident Emmanuel Macron besuchten Endspiels, musste nach einer Zeitstrafe (42.) zehn Minuten zuschauen.

Toulouse begann mit folgender Fünfzehn: Blair Kinghorn (Schottland) – Teddy Thomas (Frankreich), Pierre Louis Barassi (Frankreich), Santiago Chocobares (Argentinien), Matthis Lebel (Frankreich) – Romain N’Tamack (Frankreich), Antoine Dupont (Frankreich) – Kapitän Jack Willis (England), Alexandre Roumat (Frankreich), François Cros (Frankreich) – Emmanuel Meafou (Frankreich), Joshua Brennan (Irland) – Joel Merkler (Spanien), Peato Mauvaka (Frankreich), Rodrigue Neti (Frankreich).

Die 25 Meisterschaften von Stade Toulousain: 1912, 1922, 1923, 1924, 1926, 1927, 1947, 1985, 1986, 1989, 1994, 1995, 1996, 1997, 1999, 2001, 2008, 2011, 2012, 2019, 2021, 2023, 2024, 2025 und 2026.

Champions Cup-Sieger (Heineken Cup): 1996, 2003, 2005, 2010, 2021 und 2024.

Die Northampton Saints haben vor 81.125 Zuschauern in Twickenham durch einen 26:17 (14:10)-Sieg über die Exeter Chiefs zum dritten Mal nach 2014 und 2024 die englische Rugby-Meisterschaft gewonnen. Der Champions-Cup-Sieger von 2000, Klub des berühmten Innendreiviertels Jeff Butterfield, erzielte vier Versuche durch die Nationalspieler Tommy Freeman (1. Minute) und Fin Smith (31.) sowie George Hendy (64. und 67.) Smith brachte zwei Straftritte ins Ziel.

Exeter kam zu drei Versuchen durch Außendreiviertel Campbell Ridl (39.), den neuseeländischen Prop Josh Iosefa-Scott (51.) und Zweite-Reihe-Stürmer Dafydd Jenkins aus Wales (52.). Innendreiviertel Henry Slade, 74-facher Nationalspieler des Rosenteams, traf mit eine Erhöhung. 

Montag, 29. Juni 2026

Rugby-Nachwuchs triumphiert bei den Heidelberg Sevens

Baden-Württembergs U16 besiegte den Grand Est Frankreichs im Endspiel mit 48:0

Das internationale Siebenerrugby-Turnier „Heidelberg Juniors & Girls Sevens“, das am 27. und 28. Juni 2026 im städtischen Rugbystadion Fritz-Grunebaum-Sportpark stattfand, war für den ausrichtenden Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) ein sportlicher und organisatorischer Erfolg, obwohl das heiße Wetter den Spielerinnen und Spielern, aber auch den Match Officials unter der Gesamtleitung von Marius Bollian literweise Schweiß kostete. Allerdings: Nachdem Steffen Grimm und Elmar Menold nach der sehr kurzfristigen Absage der Stadtauswahl von Straßburg noch in der Nacht zum Samstag den Turnierplan neu aufgestellt und die Spielzeit von zweimal sieben auf zweimal sechs Minuten verkürzt hatten, wurde das Organisationsteam um RBW-Jugendwartin Caroline Trost von allen 15 Teamleitern einhellig gelobt. An zwei Turniertagen und bei 46 Spielen der bestens trainierten U16-Spieler und U18-Juniorinnen gab es zur Freude von Turnierarzt Dr. Markus Wiener nur ganz wenige Sportverletzungen und keinerlei hitzebedingte Probleme.

Die U16-Jugendlichen des RBW wurden zur Freude von Landestrainer Jan Ceselka und dessen Kollegen Ruben May auf besonders souveräne Weise zum zweiten Mal nach 2025 Turniersieger. Sie gewannen die Gruppenspiele gegen Niedersachsen mit 54:0, gegen den viermaligen Turniersieger Tschechien mit 50:0, gegen Luxemburg mit 40:0 und gegen Belgien mit 38:0, bevor es im Halbfinale einen 34:0-Erfolg über Luxemburg und im Endspiel einen 48:0-Sieg gegen die Auswahl des französischen Landesverbandes Grand Est gab. Jan Ceselka hatte am überzeugenden Auftreten seines goldenen Jahrgangs überhaupt nichts auszusetzen, und groß war der Applaus der Rugby-Fans – unter ihnen Michael Titze (Geschäftsführer des Badischen Sportbundes Nord) und der neue RBW-Vorsitzende Karl-Heinz Bahr aus Rottweil -, als André Brauner als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Die fleißigsten Punktesammler des RBW waren Joschi May (27), André Brauner (26), Felix May (25) und Jack Dempsey (24).

Bei der Siegerehrung, die Heidelbergs Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Sportamtsleiter Gert Bartmann und die Heidelberger Siebenerrugby-Nationalspieler Mette Zimmat und Max Zahner gemeinsam gestalteten, erhielt die Rugby-Akademie Süd aus den Niederlanden den Fairnesspreis, und hinter den Jungs aus Baden-Württemberg und Ostfrankreich landeten Luxemburg, Tschechien, die Niederländer, Baden-Württembergs Perspektivteam, Belgien, Niedersachsen und Israel auf dem Plätzen. Das Perspektivteam mit den Trainern Felix Martel und Felix Gajewski feierte einen 36:5-Erfolg über Israel und hatte einige große Talente in seinen Reihen.

Nicht so gut wie in den Vorjahren präsentierten sich die U18-Juniorinnen des RBW, die unter der Leitung der Trainer Lisa Bohrmann und Andreas Hacker gegen Belgien mit 0:32, Nordrhein-Westfalen mit 12:29, die Niederlande mit 7:40 und Tschechien mit 15:24 verloren, dann ein 7:7 gegen Grand Est erreichten, dieser französischen Mannschaft aber im Platzierungsspiel mit 7:14 unterlagen. So blieb nur der sechste Platz hinter dem Turniersieger Niederlande, dessen Team von Hollands Rugby-Heros und Europaauswahl-Spieler Mats Marcker betreut wurde, sowie hinter Tschechien, Belgien, Nordrhein-Westfalen und Grand Est. Fairstes Team war Nordrhein-Westfalen, beste Turnierspielerin Hollands Eleonorah ten Cate. Die Punkte der RBW-Juniorinnen erzielten Chloe Cambresy (14), Noemi Oertel (10), Juli Zoe Schrenk (7) sowie Lilli Schüssler und Jimena Asorey Vega (je 5).

Die RBW-Auswahlen, U16-Jugend: Tim Nessler (TSV Handschuhsheim), Marius Gifhorn (TSV), Joschi May (TSV), Levin Böttcher (TSV), André Brauner (Heidelberger RK), Felix May (TSV), Leon Jäger (TSV), Julian Gnilka (TSV), Samuel Kurrent (TSV), Remi Folnovic (Berliner SV), Mathis Stöckler (RG Heidelberg), Jeremy Humphries (TSV), Kian Moghadam (TSV), Sebastian Rothe (Heidelberger TV), Johann Rost (HRK), Robin Bayer (HRK), Leo Christ (TSV), Henry Schmitt (RGH), Evan Carter (TSV), Liam Miskella (TSV), Julius Grimm (HRK), Alex Merkel (RC Rottweil), Alexander Przyborski (Wiedenbrücker TV), Mark Rempel (WTV).

U18-Juniorinnen: Maja Krzyzanowski (HRK), Noemi Oertel (TSV), Lilli Schüßler (RGH), Luise Hoffmann (HRK), Sophia Lodder (HRK), Letitia Falcone (SC Neuenheim), Eva Jakob (TSV), Jimena Asorey-Vega (HRK), Emma Gnilka (TSV), Wanda Radetzki (TSV), Klara Drake Günther (BSV), Chloe Cambresy (FC St. Pauli).


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Die siegreiche U16-Auswahl des RBW feiert den erneuten Turniersieg und den besten Turnierspieler André Brauner. Links Bürgermeisterin Stefanie Jansen, RBW-Vorsitzender Karl-Heinz Bahr und Nationalspieler Max Zahner, rechts Sportamtsleiter Gert Bartmann und Nationalspielerin Mette Zimmat. Foto: F&S

Mittwoch, 24. Juni 2026

Zwei Meistertitel für den Rugby-Nachwuchs

Baden-Württembergs Auswahlen trumpften in Berlin groß auf

Bei den deutschen Meisterschaften der Landesverbände in Berlin haben die vier Auswahlen des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg (RBW) erfreulich abgeschnitten. Die U16- und U18-Junioren wurden deutscher Meister, die U18-Juniorinnen wurden Vizemeister, und die U15-Mädchen beendeten die Titelkämpfe im olympischen Siebenerrugby auf dem dritten Rang.

U15w: RBW - Berlin 36:14, RBW - Hessen 19:15, RBW - Nordrhein-Westfalen 14:33, RBW - Bayern 10:0; Spiel um Platz 3: RBW - Berlin 42:0. - Die Punkte für Baden-Württemberg erzielten ⁠Wanda Radetzki (TSV Handschuhsheim) 44, ⁠Ina Breisch (TB Nürtingen-Neckarhausen) 32, ⁠Emma Gnilka (TSV) 15, ⁠Veronica Stork Budia (Heidelberger TV) 15, ⁠Carlotta Mühlenstädt (RG Heidelberg) 5, ⁠Paulina Palacios Wollgast (Heidelberger RK) 5 und ⁠Hilda Hottenrott (TSV) 5.

U18w: RBW - Nordrhein-Westfalen 0:12, RBW - Hamburg 29:0, RBW - Niedersachsen 29:5, RBW - SG Bayern/Hessen 41:0, RBW - Berlin 41:5; Endspiel: RBW - Nordrhein-Westfalen 5:27. - Die Punkte des RBW-Teams erzielten Maja Krzyzanowski (HRK) 67, Noemi Oertel (TSV) 37, Letitia Falcone (SC Neuenheim) 16, Lilli Schüssler (RGH) 15, Luise Hoffmann (HRK) 5 und Sophia Lodder (HRK) 5.

U16m: RBW - Brandenburg 45:0, RBW - Nordrhein-Westfalen 33:0, RBW - Niedersachsen 54:0, RBW - Berlin 31:7, RBW - Hessen 15:12, RBW - Bayern 42:0. - Die Punkte des deutschen Meisters RBW erzielten Joschi May (TSV) 35, Andre Brauner (HRK) 35, Leon Jäger (TSV) 25, Marius Gifhorn (TSV) 25, Samuel Kurrent (TSV) 25, Tim Nessler (TSV) 15, Felix May (TSV) 10, Henry Schmitt (RGH) 10, Nelson Sunagel (TSV) 10, Julian Gnilka (TSV) 10, Levin Böttcher (TSV) 5, Kian Moghadam (TSV) 5, Robin Bayer (HRK) 5 und Jeremy Humphries (TSV) 5.

U18m: RBW - SG Sachsen/Thüringen 44:0, RBW - Niedersachsen 38:0, RBW - Hessen 12:0, RBW - Berlin 29:10, RBW - Nordrhein-Westfalen 24:0; Endspiel: RBW - Hessen 15:0. - Die Punkte des deutschen Meisters erzielten Jan Rother (RGH) 40, Jonathan Hanak (TSV) 25, Johannes Roll (HRK) 20, Stefan Darimont (HRK) 14, Mika Tisken (TSV) 14, Felix May (TSV) 12, Robin Schmitt (RGH) 12, Andre Brauner (HRK) 10, Antoine Wagner (TSV) 5, Luis Weigold (TSV) 5 und Julian Nowok (RC Rottweil) 5.

Toulouse gegen Montpellier im Finale

Am 27. Juni wird die französische Rugby-Meisterschaft entschieden

Titelverteidiger Stade Toulousain und der Rugby-Club Herault aus Heidelbergs Partnerstadt Montpellier bestreiten am Samstag um 21 Uhr im Stade de France in St. Denis das Endspiel der französischen Rugby-Meisterschaft. Die beiden südfranzösischen Vereine, Meister und Vizemeister der Top-14-Liga, setzten sich in den Halbfinalspielen gegen die Konkurrenten aus Paris durch.

Toulouse, das seinen 25. Meistertitel anstrebt, gewann im Vélodrome Marseille gegen Racing 92 Paris nach einer Galavorstellung mit 71:17 Punkten, während sich Montpellier an gleicher Stelle mit 25:15 gegen Stade Français Paris durchsetzte.

Nach dem 45:5-Viertelfinalsieg von Stade Français über den RC Rochelais-Atlantique war der Verein des Eppelheimer Eigentümers Dr. Hans-Peter Wild (Capri-Sun) als möglicher neuer Meister gehandelt worden, doch spielte die Mannschaft gegen das kampfstarke Montpellier viel zu undiszipliniert. So konnten die beiden Erste-Reihe-Pfeiler Paul und Moses Alo-Emile im angeordneten Gedränge dem enormen Druck von Montpelliers Stürmern nicht standhalten, brachen mehrfach ein und ermöglichten dem gegnerischen Kickspezialisten Domingo Miotti fünf erfolgreiche Straftritte. Während Paris mit zwei Versuchen von Gedrängehalb Tawera Kerr-Barlow (12. Minute) und Außendreiviertel Peniasi Dakuwaqa (14.) sehr gut begann, baute die Mannschaft von Trainer Morgan Parra immer mehr ab. Montpellier gewann, obwohl Schlussmann Tom Banks (9.) nur einen Versuch legte.

Montpellier hat die französische Meisterschaft noch nie gewonnen. 2011 erreichte die Mannschaft zwar das Endspiel im mit 77.000 Zuschauern gut besetzten Stade de France, verlor jedoch mit 10:15 – gegen Stade Toulousain, das am Samstag seinen 25. Meistertitel und seine vierte Meisterschaft in Folge erreichen möchte und als Favorit gilt. Montpellier hatte in der Vergangenheit einige prominente Spieler: Frankreichs Verbindungshalb François Trinh-Duc, Neuseelands 81-facher All-Back-Gedrängehalb Justin Marshall oder Schottlands Schlussmann Gregor Townsend, der seit einigen Jahren Nationaltrainer in Schottland ist.

Toulouse, ohne den verletzten genialen Schlussmann und weltbesten Kicker Thomas Ramos, spielte gegen Racing 92, das 1892 nach einem 4:3 gegen Stade Français erster französischer Meister war, ganz groß auf und erzielte zehn Versuche durch zehn verschiedene Akteure, von denen Verbinder Romain N’Tamack (8) und Schlussmann Blair Kinghorn (1) neun erhöhten. Zwar ging Paris durch einen Straftritt von Antoine Gibert mit 3:0 ich Führung, doch in der 68. Minute stand es 71:3. Teddy Thomas, François Cros, Emmanel Meafou, Jack Willis, Antoine Dupont, Kalvin Gourgues, Matthis Lebel, Julien Marchand, Peato Mauvaka und Ange Capuozzo legten die brillant herausgespielten Versuche für das Team von Trainer Ugo Mola, dessen Pariser Kollege Frédéric Michalak ziemlich ratlos wirkte.

Vielleicht kann Thomas Ramos bei der Titelverteidigung mithelfen, dann ist Toulouse noch stärker.