Juniorinnen belegten in Tschechien den sechsten Platz
Die beiden deutschen Nationalmannschaften haben bei der Siebenerrugby-Europameisterschaft der Altersklasse U18 gut abgeschnitten und ihre Ziele erreicht. Die Juniorinnen belegten nach zwei Siegen und drei Niederlagen unter acht Mannschaften den sechsten Rang und haben den Klassenverbleib in der Division 1 damit geschafft. Die Junioren erreichten bei zwei Niederlagen drei Siege und erreichten Platz vier unter zwölf Teams.
Mit dem Abschneiden der Junioren, bei denen vier Heidelberger Nachwuchsspieler die Stützen bildeten, waren die beiden Trainer Maximilian Pietrek vom Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar und Jan Ceselka vom Rugby-Verband Baden-Württemberg sehr zufrieden. „Die Lernkurve war steil, und die Jungs haben aus Fehlern super schnell gelernt. Das Beste ist: Wir hatten die jüngste Mannschaft am Start. Mehr als die Hälfte des Kaders gehört den Jahrgängen 2009 und 2010 an. Die dürfen nächstes oder sogar übernächstes Jahr nochmals für unsere U18 spielen. Das Potenzial ist riesig. Wir freuen uns auf alles, was kommt“, sagte Max Pietrek nach den fünf EM-Spielen in der tschechischen Rugby-Metropole Ricany.
Die deutsche Mannschaft marschierte ungeschlagen durch die Vorrundengruppe C. Auf ein 26:5 gegen Polen folgten ein 49:12 gegen Rumänien und ein 19:12 über Belgien, während sich in der Gruppe A Frankreich vor Portugal und in der Gruppe B Spanien vor Gastgeber Tschechien durchsetzte, der sich auch schon als viermaliger Gewinner der Heidelberg Sevens hervorgetan hatte.
Im Halbfinale mussten sich die deutschen Junioren den Spaniern, deren Männern in diesem Frühjahr die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft gewonnen haben, mit 7:19 geschlagen geben, ehe es im Spiel um Platz drei eine 5:26-Niederlage gegen Tschechien gab. „Natürlich sind wir über dieses Resultat im Moment enttäuscht, aber insgesamt sind wir mit dem Abschneiden sehr zufrieden“, sagte Max Pietrek. Europameister wurde Frankreich durch ein 21:12 gegen Spanien, Fünfter wurde Portugal (22:7 gegen Belgien), Siebter Rumänien (20:7 gegen die Schweiz), Neunter die Ukraine (17:14 gegen Litauen) und Elfter Polen (19:14 gegen die Türkei.
Die deutschen Juniorinnen unterlagen in der Vorrundengruppe A mit 12:19 gegen Belgien und mit 0:36 gegen den Gruppensieger Spanien und wurden nach einem 22:7-Sieg über Rumänien Gruppendritter. Im Halbfinale über die Plätze fünf bis acht glückte der Mannschaft von Trainer Andreas Hacker, dem Mädchentrainer des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg, ein 19:5-Sieg über Polen, doch gab es im Spiel um Platz fünf eine unerwartete 0:19-Niederlage gegen die Türkei.
