Mittwoch, 18. Februar 2026

Die erste Chance auf den Klassenverbleib

In der Rugby-Europameisterschaft will die deutsche Fünfzehn in Belgien bestehen

Nach ihrem 30:24-Sieg von Heidelberg gegen Rumänien und der 12:68-Niederlage von Dessau gegen Portugal bieten sich der deutschen Rugby-Nationalmannschaft drei Möglichkeiten, dem Abstieg aus der Division 1 der Europameisterschaft zu entgehen. Die erste Chance hat die Fünfzehn von Nationaltrainer Mark Kuhlmann am Samstag um 20 Uhr im Stade Charles Tondreau in Mons. „Wenn wir in Belgien gewinnen sollten, wären wir Gruppenzweiter und hätten den Klassenverbleib geschafft“, sagt Kuhlmann. Denn nach ihrer 6:23-Niederlage in Rumänien haben die Belgier noch keinen Punkt, während die Deutschen durch die Überraschung gegen Rumänien vier Punkte eingesammelt haben. Kuhlmanns Rechnung geht natürlich nur dann perfekt auf, wenn Portugal am Sonntag um 17.30 Uhr in Lissabon gegen Rumänien gewönne.

Sollte Deutschland als Nummer 31 der Weltrangliste in Belgien, das durch die beiden jüngsten Niederlagen um zwei Plätze auf Rang 23 zurückgefallen ist, verlieren, bestehen weitere Möglichkeiten zur Rettung in den beiden folgenden Spielen gegen die schwächeren Teams der Gruppe A – gegen die Niederlande und die Schweiz also.

Die deutsche Fünfzehn wird am Freitagmorgen in Heidelberg abreisen, um 19.30 Uhr und am Samstagmorgen in Mons im Stadion trainieren und bis auf den Zweite-Reihe-Stürmer Ewan McTaggart (Sutton & Epsom RFC) mit den Siegern von Heidelberg antreten. Neu in dem am Dienstag von Teammanagerin Ulrike Faye (Heidelberg) veröffentlichten 26-köpfigen Kader sind der hoch gewachsene Iestyn Rees vom Nottingham RFC, der bereits für Wales U20 gespielt hat, und der Dritte-Reihe-Stürmer John Ireland von den Oxford Harlequins, der beim deutschen Sieg über die Militär-Nationalmannschaft Großbritannien getestet wurde und einen guten Eindruck hinterlassen hat. Andrew Reitges (Heidelberger RK) wird als Hakler, Oliver Stein (SC Frankfurt 1880) als Gassenfänger und dessen Vereinskamerad Oliver Paine als Gedrängehalb in die Startformation zurückkehren.

Am dritten Spieltag des Sechs-Nationen-Turniers der führenden europäischen Teams, das ein geschlossener Klub ohne Auf- und Abstieg ist, ist Tabellenführer Frankreich, das beim 36:14 gegen Irland und beim 54:12 in Wales so brillant aufgespielt hat, klarer Favorit gegen das stark verbesserte Italien, das mit dem 18:15-Sieg über Schottland, aber auch mit der 13:20-Niederlage in Irland aufhorchen ließ und sich unter dem argentinischen Cheftrainer Gonzalo Quesada, bei der WM 2007 in Frankreich Spielmacher des damaligen Bronze-Teams, spielerisch deutlich gesteigert hat. Gespielt wird am Sonntag um 16.10 Uhr im Stade Pierre Mauroy in Lille.

Bei England gegen Irland am Samstag um 15.10 Uhr in Twickenham und bei Wales gegen Schottland am Samstag um 17.40 Uhr in Cardiff geht um die Verfolgung der Franzosen und um die Triple Crown für den britischen Meister, die nur noch die Schotten und Iren erobern können. Pro7 Maxx überträgt alle Spiele, auch aus Mons, live.

Dienstag, 17. Februar 2026

Turniersieg in Nairobi

Deutsche Siebenerrugby-Auswahl startet erfolgreich in die Weltserie

Ende letzten Jahres ist die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft erstmals in den höchsten Wettbewerb, die World Sevens Series, aufgestiegen, die vom in Dublin ansässigen Weltverband nach einer Modusänderung nun in zwei Divisionen ausgetragen werden. Nach vier Turnieren der Division 1 führt Fidschi mit 70 Punkten vor Südafrika (66), Neuseeland (62), Olympiasieger Frankreich (54), Australien (54), Argentinien (44), Spanien (36) und Großbritannien (30) das Achterfeld an. Und nach dem ersten Turnier der Division 2 in Nairobi ist Deutschland mit 20 Punkten Tabellenführer vor den USA (18), Gastgeber Kenia (16), Uruguay (14), Belgien (12) und Kanada (10). Die Mannschaft des spanischen Bundestrainers Pablo Feijo ist gegenwärtig also auf Platz neun in der Welt.

Diese Momentaufnahme gilt es nun beim zweiten Turnier am 21. und 22. März in Montevideo er bestätigen. „Insgesamt bin ich superglücklich mit der Leistung dieses Teams. Die Jungs haben zu 100 Prozent füreinander gearbeitet und gekämpft. Darauf können wir stolz sein“, sagte Feijo, dessen Spieler am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar stationiert sind, von wo sie sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren möchten.

In Nairobi hat das Profiteam von Rugby Deutschland vier der fünf Spiele über zweimal sieben Minuten gewonnen. Der Start in den ersten Turniertag geriet beim 19:14 (7:14)-Sieg über Uruguay etwas holprig. Felix Hufnagel vom deutschen Meister SC Germania List (2) und Maximilian Heid vom SC Neuenheim legten drei Versuche, Hufnagel traf mit zwei Erhöhungskicks ins Goal.

Im zweiten Match gegen Kanada musste ein 5:17-Pausenrückstand in einen 26:17-Sieg gedreht werden, zu dem Niklas Koch (List/2), Kapitän Tim Lichtenberg (RG Heidelberg) und Jakob Dipper (SCN) vier Versuche und Hufnagel drei Erhöhungen beisteuerten. Der erste Tag endete mit einer 10:15 (10:0, 10:10)-Niederlage durch sudden try gegen Kenia. Ben Ellermann (FC St. Pauli) und Hufnagel legten die beiden Versuche.

Am zweiten Turniertag gelang ein triumphaler 28:7 (14:0)-Sieg über die USA. Cedric Eichholz (RGH), Bennet Veil (TSV Handschuhsheim) und Felix Hufnagel (2) erzielten die vier Versuche, die Hufnagel allesamt erhöhte. Das abschließende Spiel gegen Belgien, das die Deutschen mit 10:7 (5:0) gewannen, wurde zu einem Nervenkitzel. Das deutsche Team, das aus 14 Spielern mit zehn Heidelbergern besteht, legte zwei Versuche durch Koch und Dipper und brachte die hauchdünne Führung über die Zeit. Tim Lichtenberg (29) bestritt das 50. Turnier für die deutsche Nationalmannschaft.

Sonntag, 15. Februar 2026

Gegen Portugal nicht den Hauch einer Chance

Die deutsche Rugby-Fünfzehn unterlag beim EM-Spiel in Dessau mit 12:68 Punkten

Im zweiten Europameisterschaftsspiel der Saison 2026 wollte die deutsche Rugby-Nationalmannschaft nach ihrem überraschenden 30:24-Auftaktsieg von Heidelberg gegen Rumänien auch Portugal ärgern und ein gutes Ergebnis erzielen. Beides ist der Fünfzehn von Nationaltrainer Mark Kuhlmann (Heilbronn) nicht gelungen. Die Portugiesen, EM-Vierte des Vorjahres und bereits für die WM 2027 in Australien qualifiziert, siegten vor 3400 Zuschauern in Dessau mit 68:12 (33:0) Punkten, und leider haben die Deutschen an die überragende Leistung des letzten Sonntags nicht anknüpfen können.

Mark Kuhlmann hatte schon im Vorfeld des Spiels gegenüber dieser Zeitung die Befürchtung geäußert, „dass wir nicht gewinnen können, denn die Portugiesen sind deutlich besser als Rumänien.“ Ob das stimmt, wird das Aufeinandertreffen dieser beiden Teams am 22. Februar in Lissabon zeigen. Auf jeden Fall spielten die Iberer – wie von Kuhlmann vorhergesagt – mannschaftlich viel schneller und variantenreicher und individuell deutlich flinker und ballsicherer. Das Ergebnis waren zehn Versuche durch Innendreiviertel Rodrigo Marta (2), die Außendreiviertel Manuel Cardoso Pinto und Vincent Pinto, Schlussmann Manuel Vareiro (2), Innen Guilherme Vasconcelas und die Stürmer Joao Granate, Nuno Mascarenhas und Simao Bento, von denen Domingos Cabral, ein 24-jähriger Verbindungshalb mit ganz feinem Fuß, neun erhöhte.

Die Deutschen hatten vor allem deshalb keine Chance, weil sie erst in der 54. Minute beim Stande von 0:47 durch Kapitän Justin Renc den ersten Ball nach einem Gasseneinwurf gewannen, und nach dem dritten Ballgewinn gelang dem eingewechselten Hakler und Einwerfer Andre Reintges vom Heidelberger Ruderklub der erste Versuch, den der eingewechselte Verbinder Bader Pretorius aus dem portugiesischen Sao Miguel zum 7:47 erhöhte. In der Nachspielzeit glückte dem ebenfalls eingewechselten Außendreiviertel Aiden Dixon vom deutschen Meister SC Frankfurt 1880 eine Ergebniskosmetik.

Gegen die wendigen und auch im Spiel auf engstem Raum einfallsreichen Portugiesen klappte auch die Defensive nicht gut genug. „Wenn Gegner dieser Klasse ihre Überzahl ausspielen, sind wir in der Verteidigung geschlagen. Wir brauchen dann zu viele Spieler, um einen einzigen Gegner zu stoppen“, sagte Mark Kuhlmann, der am Samstag um 20 Uhr in Mons gegen Belgien seine – im Gegensatz zu Dessau – beste Formation aufbieten möchte.

Nach dem zweiten Spieltag des Sechs-Nationen-Turniers ist Frankreich alleiniger Tabellenführer. In Cardiff, wo Frankreichs Trainer Fabien Galthié 1999 als Gedrängehalb die Vizeweltmeisterschaft gefeiert hatte, gewann die XV de France gestern mit 54:12 gegen Wales und legte dabei acht blendend herausgespielte Versuche durch Emilien Gailleton, Louis Bielle-Biarrey, Debütant Fabien Brau Boirie, Matthieu Jalibert, Julien Marchand, Théo Attissogbe (2) und Charles Ollivon, von denen Schlussmann Thomas Ramos sieben erhöhte.

England kann auf dem Murrayfield nicht gewinnen. Im 144. Spiel zwischen Schottland und England gewannen die Brave Hearts mit 31:20 zum 45. Mal den silbernen Calcutta Cup, den Prinzessin Anne mit sichtlichem Stolz überreichte. Die Schotten legten vier Versuche durch Huw Jones (2), Jamie Ritchie und Ben White. Spielmacher Finn Russell traf mit allen Erhöhungen und einem Straftritt. England kam nur zu zwei Versuchen durch Henry Arundell, der später Gelb-Rot sah, und Ben Earl. Irland hatte große Mühe, um Italien mit 20:13 zu besiegen.

Deutschland: Hennig – Hamilton-Strong, Plümpe, Dawe, Lammers (41. Pretorius) – L. Wolf (59. Dixon), M. McDonald (65. Piosik) – Ingle, Ball, Renc (Kapitän) – McTaggart (41. Bauer), Rayan (59. Kasper) – Zymvragos (65. Howells), Ferrar (41. Reintges), D. Wolf (41. Mizera).


Sechs-Nationen-Turnier

Irland – Italien 20:13

Schottland – England 31:20

Wales – Frankreich 12:54

Tabelle: 1. Frankreich (TV) 10 Punkte, 2. Schottland 6, 3. England 5, 4. Italien 5, 5. Irland 4, 6. Wales 0.

Europameisterschaft, Gruppe A

Niederlande – Georgien 12:61

Spanien – Schweiz 53:14

Tabelle: 1. Georgien (TV) 10, 2. Spanien 10, 3. Niederlande 0, 4. Schweiz 0.

Gruppe B

Deutschland – Portugal 12:68

Samstag, 20 Uhr: Belgien – Deutschland in Mons.

Freitag, 13. Februar 2026

Rugby-Nationalteam will auch Portugal ärgern

In der Europameisterschaft am Samstag in Dessau die zweite Bewährungsprobe – Siebenerrugby-Team in Nairobi

Nach ihrem völlig unerwarteten 30:24-Sieg über Rumänien ist die deutsche Rugby-Nationalmannschaft guter Laune und vor dem zweiten Europameisterschaftsspiel am Samstag um 13 Uhr in Dessau gegen Portugal voll motiviert. Der Erfolg gegen die vielfachen Europameister, die in den 1970-er Jahren auf einer Stufe mit den Franzosen standen und diese – unter anderem mit dem späteren deutschen Bundestrainer Peter Ianusevici als Außendreiviertel – mehrfach besiegt haben, hat sich sofort ausgezahlt. In der Rangliste von World Rugby hat sich Deutschland um vier Plätze auf Rang 31 verbessert und Paraguay, Russland, Schweden und Brasilien hinter sich gelassen, während Rumänien auf Rang 22 verharrt.

Portugal, EM-Vierter des Vorjahren nach einem 7:21 im Bronze-Finale gegen Rumänien, ist nach dem jüngsten 47:17-Sieg in Belgien in der Weltrangliste um einen Platz auf Rang 19 und damit vor Samoa geklettert. „So gut sind die Portugiesen auch“, sagt Nationaltrainer Mark Kuhlmann (Heilbronn), für den sich an der Zielsetzung nichts geändert hat: „Wir wollen auch gegen Portugal ein gutes Spiel machen, Punkte auf die Anzeigetafel und den Gegner in Verlegenheit bringen. Für uns geht es nur um den Klassenverbleib.“

Mark Kuhlmann und seine Assistenten Michael Poppmeier, Samy Füchsel (beide Frankfurt) und BJ Botha, mit Südafrika Weltmeister 2007, reisten am Donnerstag mit 26 Spielern von Heidelberg nach Dessau, bestreiten am Freitag zwei Trainingseinheiten, frühstücken am Samstag schon um sieben Uhr, um sich zur ungewohnten und den Wünschen des Fernsehens geschuldeten Zeit um 13 Uhr in den Kampf zu stürzen. Die Trainer haben die Start-Fünfzehn aus Gründen der Belastungssteuerung auf zwei Positionen verändert. Für den Erste-Reihe-Pfeiler Edward Shekete (Rossendale RUFC) wird der Frankfurter Cosmo Zymvragos beginnen, für den Zweite-Reihe-Stürmer Ewan McTaggart vom Sutton & Epsom RFC könnte Tobias Bauer (Hannover 78) spielen. Die Deutschen müssen fünf Länderspiele binnen sechs Wochen durchstehen. Kuhlmann freut sich, dass Bader Pretorius vom portugiesischen Spitzenklub Sao Miguel eine Handverletzung auskuriert hat. „Das gibt uns für die Hintermannschaft weitere Variationsmöglichkeiten“, sagt der Trainer.

Die Portugiesen sind nicht so schwer und nicht ganz so groß wie die Rumänen, aber viel flinker und im Angriff deutlich einfallsreicher. Gegen Rumänien hat Deutschland, obwohl vier Versuche gelungen sind, übrigens keinen offensiven Bonuspunkt erhalten. Den gäbe es in der WM, im Sechs-Nationen-Turnier und in der Bundesliga für vier Versuche. Rugby Europe tanzt aus der Reihe und gibt den offensiven Bonuspunkt nur dann, wenn man vier Versuche und drei mehr legt als der Gegner.

Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft startet am Samstag und Sonntag im kenianischen Nairobi in die World Sevens Series, die höchste Liga im Weltrugby. Aussteiger Deutschland trifft auf Belgien, Kanada, Uruguay, Kenia und die USA. Bundestrainer Pablo Feijoo hat mit Cedric Eichholz, Henry Smeed, Jan Lammers, Tim Lichtenberg (RGH), Bennet Veil, Daniel Eneke (TSV Handschuhsheim), Max Roddick, Maximilian Heid, Chris Umeh und Jakob Dipper (SCN) zehn Heidelberger Vollprofis in seinem 14-köpfigen Kader.

Im Sechs-Nationen-Turnier ist Irland am Samstag um 15.10 Uhr Favorit gegen Italien, während Schottland und England um 17.40 Uhr um den Calcutta-Cup kämpfen. Wales ist am Sonntag um 16.10 Uhr Außenseiter gegen Frankreich, dessen Trainer Fabien Galthié ebenfalls zum Mittel der Belastungssteuerung greift, was mit einem 42-er Kader kein Problem ist. Pro7Maxx überträgt alle Spiele, auch aus Dessau, live.

Sonntag, 8. Februar 2026

Historischer Rugby-Sieg in Heidelberg

Zum Auftakt der Europameisterschaft schlägt Deutschland den hohen Favoriten Rumänien mit 30:24

Der Frankfurter Spielmacher Leo Wolf, dem fünf Minuten vor Schluss der entscheidende vierte Versuch zum 30:24 (6:14)-Sieg und zum offensiven Bonuspunkt gelungen war, sprach vom „schönsten Gefühl meines Lebens.“ Der Handschuhsheimer Flankenstürmer Justin Renc, der die deutsche Rugby-Nationalmannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld führen durfte, wollte vor Freude die ganze Welt umarmen. Mit einem völlig unerwarteten und dennoch vollkommen verdienten Erfolg über den vielfachen Titelträger Rumänien ist Deutschland erfolgreich in die Europameisterschaft 2026 gestartet, in der nach wie vor nur ein Ziel gilt: Der Klassenverbleib.

1500 Zuschauer erlebten im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark, wohin das Match kurzfristig von Kassel verlegt worden war, eine der besten Leistungen einer deutschen Fünfzehn seit vielen Jahrzehnten. In ihrem „Wohnzimmer“ zeigten die Schützlinge von Nationaltrainer Mark Kuhlmann (Heilbronn) eine fantastische Defensive, und sie spielten auch stark im angeordneten Gedränge und an den Gassen gegen die deutlich höher gewachsenen und schwereren Rumänen, die dann brandgefährlich waren, wenn sie mit dem massiven Sturm ins Rollen kamen. Mark Kuhlmann sagte: „Ich bin zwar nie zufrieden, aber heute bin ich glücklich!“

In der ersten Halbzeit glückten nur zwei Straftritte von Linksfuß Leo Wolf zum 3:0 (16.) und 6:7 (31.), während die rumänischen Eichen zwei Versuche durch ihr Paket (20.) und den für Aurillac in der französischen Pro D2 spielenden Außen Toni Maftei erzielten, die Alin Conache zum 6:14-Pausenstand erhöhte.

Dann aber befolgten die deutschen Spieler den Rat ihres Sturmtrainers Michael Poppmeier (Frankfurt) und nahmen ihre Herzen in beide Hände. Das Ergebnis: Viele selbstbewusste, ja freche Angriffe und vier Versuche durch Gedrängehalb Oliver Paine (50.), Linksaußen Felix Lammers (54.), Rechtsaußen Daniel Hamilton-Strong (70.) und Leo Wolf (75.), der auch drei Erhöhungen ins Goal trat. Dem hatten die zunehmend entnervten Rumänen nur noch einen Versuch von Gheorghe Gajion (73.), eine Erhöhung und einen Straftritt von Conache entgegen zu setzen.

Am Samstag spielt Deutschland um 13 Uhr in Dessau gegen Portugal. Es geht wieder mit 0:0 los, und Pro7Maxx überträgt live.

Titelverteidiger Frankreich, Italien und England heißen die Sieger am ersten Spieltag des Sechs-Nationen-Turniers. Die Franzosen zeigten vor 81000 Zuschauern im Stade de France eine zauberhafte Leistung und besiegten Irland, den Gesamtsieger von 2024, mit 38:14 (22:0). Die Fünfzehn von Trainer Fabien Galthié erzielte fünf Versuche durch Außensprinter Louis Bielle-Biarrey (2), Verbinder Matthieu Jalibert, Zweite-Reihe-Stürmer Charles Ollivon und Rechtaußen Théo Attissogbe, denen Thomas Ramos vier Erhöhungen und einen Straftritt hinzufügte.

Italien kämpfte Schottland im strömenden Regen von Rom nieder und gewann aufgrund einer fantastischen Verteidigungsleistung verdient. Louis Lynagh und Tommaso Menoncello legten zwei Versuche vor, Paolo Garbisi traf mit einer Erhöhung und zwei Straftritten. Die Schotten scorten durch Jack Dempsey und George Horne. Finn Russell traf mit einer Erhöhung und einem Straftritt. Mitfavorit England hatte beim 48:7 in Twickenham gegen das schwache Wales keine Probleme, um einen Hattrick von Henry Arundell und drei weitere Versuche durch Ben Earl, Tom Roebuck und Tommy Freeman zu erzielen.

Deutschland: Hennig – Hamilton-Strong, Plümpe (71. Wakefield), Dawe, Lammers (71. Dixon) – L. Wolf, Paine (64. M. McDonald) – Ingle, Stein, Renc (Kapitän) – McTaggart (41. Rayan), Ball – Shekete (41. Howells), Reitges (56. Ferrar), Mizera (63. D. Wolf)..


Für die Tabellenseite

Rugby

Sechs-Nationen-Turnier

Frankreich (TV) – Irland 36:14

Italien – Schottland 18:15

England – Wales 48:7

Europameisterschaft, Division 1

Gruppe A

Schweiz – Georgien (TV) 3:54

Niederlande – Spanien 33:51

Gruppe B

Deutschland – Rumänien 30:24

Belgien – Portugal 17:47

Samstag, 13 Uhr: Deutschland – Portugal in Dessau.