Die deutsche Siebenerrugby-Auswahl spielt in Montevideo groß auf und wird Zweiter
Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft hat sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert, die in diesem Jahr erstmals in drei Turnieren ausgetragen wird: Vom 17. bis zum 19. April in Hongkong, vom 29. bis zum 31. Mai in Valladolid und vom 5. bis zum 7. Juni in Bordeaux. Die Mannschaft von Bundestrainer Pablo Feijo erreichte die vorzeitige WM-Qualifikation durch Platz zwei beim World Sevens Series-Turnier der Division 2 in Montevideo, nachdem das erste Turnier in Nairobi sogar gewonnen worden war.
Die Deutschen führen die Division 2 mit 38 Punkten gemeinsam mit den USA an und haben bereits vor dem dritten Turnier am Wochenende im brasilianischen Sao Paulo ihr Zwischenziel erreicht. Das Team liegt zusammen mit den USA auf Platz 9 der Siebenerrugby-Weltrangliste.
Nach den sechs Turnieren der Division 1 in Dubai, Kapstadt, Singapur, Perth, Vancouver und New York liegen Südafrikas „Blitzbokke“ mit 106 Punkten auf Platz 1 vor Fidschi (104), Australien (82), Neuseeland (80), Olympiasieger Frankreich (76), Argentinien (72), Spanien (62) und Großbritannien (42). Mit diesen acht Teams dürfen sich die Deutschen bei den drei WM-Turnieren vergleichen.
In Uruguays Hauptstadt an der Mündung des Rio de la Plata hat die deutsche Sieben vier von fünf Spielen gewonnen und damit erneut den Beifall der internationalen Rugby-Szene erhalten. Drei der vier Erfolge mussten hart erkämpft werden, und am Ende des Turniers waren vier Spieler verletzt, deren Einsatz in Sao Paulo unsicher ist. Der Olympiakader von Rugby Deutschland, der am Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar betreut wird, umfasst 19 Akteure, von denen 14 in Brasilien antreten dürfen.
Im ersten Spiel gegen Kanada mussten die Deutschen einen 0:14-Halbzeitrückstand verkraften, ehe der 23-jährige Neuenheimer Jakob Dipper mit enormer Schnelligkeit drei Versuche legte, die der sichere Kicker Felix Hufnagel vom SC Germania List zum 21:14-Sieg erhöhte. Denn hatte Belgien beim 31:5 (14:0) keine Chance. Niklas Koch (List/2), Jakob Dipper, Jan Lammers und Kapitän Tim Lichtenberg (beide RG Heidelberg) legten fünf Versuche, Hufnagel erhöhte dreimal. Im letzten Spiel des ersten Tages waren Los Teros von Gastgeber Uruguay der erwartungsgemäß kampfstarke Gegner, der zur Pause mit 19:12 führte. Allerdings gelangen den Deutschen auch in diesem spannenden Match fünf Versuche durch Ben Ellermann (FC St. Pauli), Felix Hufnagel, Tim Lichtenberg, Chris Umeh (SCN) und Cedric Eichholz (RGH), von denen Hufnagel drei erhöhte.
Am zweiten Turniertag brachte der hauchdünne und prächtig erkämpfte 12:7 (5:0)-Sieg über Kenia die WM-Qualifikation. Jakob Dipper und Tim Lichtenberg erzielten die beiden Versuche, Hufnagel erhöhte den zweiten. Im abschließenden Spiel gegen Turniersieger USA musste Pablo Feijo vier verletzte Akteure ersetzen, so dass die 5:29 (0:17)-Niederlage zwangsläufig war. Ben Ellermann gelang ein Versuch. Neun der 14 Spieler kommen aus Heidelberger Bundesligaklubs.
World Sevens Series, Division 2, Stand nach 2 von 3 Turnieren: 1. Deutschland und USA je 38 Punkte, 3. Kenia 32, 4. Uruguay 28, 5. Kanada und Belgien je 22.
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