Favorit im französischen Halbfinale gegen Montpellier
Stade Toulousain gegen Racing 92 Paris am Freitag und RC Montpellier-Hérault gegen Stade Français Paris am Samstag heißen die Halbfinal-Paarungen der französischen Rugby-Meisterschaft 2026, die beide um 21 Uhr im Stade Vélodrome in Marseille ausgetragen werden. Während der 24-malige Meister Toulouse nach einer durchwachsenen Saison mit immerhin acht Niederlagen in 26 Spielen mit 86 Punkten als Erster der Top-14-Liga durchs Zwischenziel ging, sicherte sich der Rugby-Club aus Heidelbergs Partnerstadt Montpellier mit 82 Punkten den zweiten Platz. Toulouse und Montpellier haben sich damit direkt für die Semifinals qualifiziert.
Die Vereine auf den Rängen drei bis sechs haben die Viertelfinals ausgetragen. Stade Français Paris, dessen Eigentümer Dr. Hans-Peter Wild (Eppelheim/Capri Sun) dem Spiel gegen den RC Rochelais-Atlantique im Stade Jean Bouin beiwohnte, hatte mit 79 Punkten den dritten Platz erobert, was insofern überraschte, weil die Rosaroten in der letzten Saison bis zum Schluss gegen den Abstieg gekämpft hatten. Nun gelang der Mannschaft von Angriffstrainer Morgan Parra ein eindrucksvoller 45:5-Sieg über die Bretonen von Teammanager Robert Mohr, wobei der Pariser Sturm wie entfesselt auftrumpfte und Flankenstürmer Romain Briatte nicht zu bremsen war und drei Versuche legte. Insgesamt gewann Stade Français mit 7:1 Versuchen und 5:0 Erhöhungen, für die Verbinder Louis Carbonel verantwortlich zeichnete. Pikant am Rande: Gedrängehalb Tawera Kerr-Barlow, einst U20-Weltmeister mit Neuseeland und jahrelang für La Rochelle aktiv, war der überragende Taktgeber von Stade Français, das in dieser Form das Team Montpelliers nicht fürchten muss.
Im zweiten Viertelfinale feierte der Top-14-Fünfte Racing 92 Paris (74 Punkte) einen hauchdünnen 33:31-Sieg im Stade du Hameau der Section Paloise, die in der Abschlusstabelle der Liga mit 78 Punkten Rang vier belegt hatte. Während Pau mit 4:3 Versuchen erfolgreicher war, wurde spielentscheidend, dass der Pariser Verbindungshalb Antoine Gibert mit drei Erhöhungen und vier Straftritten traf, während der für Pau aktive englische Nationalspieler Joe Simmonds „nur“ vier Erhöhungen und einen Straftritt ins Goal trat.
Der RC Vannes mit dem Aachener Zweite-Reihe-Stürmer Eric Marks (29 Jahre) hat das Endspiel der zweiten Liga Pro D2 gegen das zweitplatzierte Provence Rugby mit dem Heidelberger Erste-Reihe-Stürmer Julius Nostadt (33) mit 18:14 gewonnen und ist nach nur einem Jahr in die Top-14-Liga zurückgekehrt. Der RC Montauban steigt als Tabellenletzter mit nur sieben Punkten aus 26 Spielen ab. USA Perpignan hat als Vorletzter der Top 14 immerhin 29 Punkte gesammelt und das Aufstiegsspiel gegen Provence Rugby mit 47:24 gewonnen. Damit bleiben die Harlequine vom Mittelmeer erstklassig, während die Spielgemeinschaft von Aix-en-Provence und Marseille in der zweiten Liga einen neuen Anlauf auf den Aufstieg nehmen muss.
Das französische Endspiel findet am Samstag, 27. Juni, um 21 Uhr im Stade de France in St. Denis statt.
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