Donnerstag, 4. Juni 2026

Deutschland auf Kletterkurs

Beim zweiten Turnier um die Siebenerrugby-WM wurde der Aufsteiger Zehnter

Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft hat sich beim zweiten von drei Turnieren um die Weltmeisterschaft 2026 auf den zehnten Platz verbessert. Die Mannschaft von Bundestrainer Pablo Feijoo und Trainer Johann Zeier gewann im spanischen Valladolid erneut zwei ihrer fünf Turnierspiele und beantwortete die Frage der RNZ in erfreulich klarer Weise: Gelingt die Revanche gegen Uruguay?, hatte diese Zeitung gefragt, und Teammanager Clemens von Grumbkow konnte nun glücklich antworten: „Ja, es ist uns gelungen – und wie!“

Am Freitag hatte es die deutsche Auswahl – weiterhin ohne die verletzten Kapitän Tim Lichtenberg (RG Heidelberg), Jakob Dipper (SC Neuenheim) und Daniel Eneke (TSV Handschuhsheim) – mit zwei Gegnern der Weltelite zu tun. Gegen Argentinien, nach zwei Turnieren Zweiter in Gesamtklassement, gab es zum Auftakt eine 17:26 (5:19)- Niederlage. Bennet Veil (TSV Handschuhsheim) und Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880/2) legten drei Versuche, Niklas Koch (Germania List) traf mit einer Erhöhung. Im zweiten Spiel gegen den dreifachen Weltmeister Neuseeland musste das deutsche Team nach guter Leistung eine 12:33 (7:19)-Niederlage akzeptieren, zu der Cedric Eichholz (RGH) und Chris Umeh (SCN) zwei Versuche und Max Roddick (SCN) eine Erhöhung beitrugen.

Das dritte Vorrundenspiel am Samstag geriet zur versprochenen Revanche und zum Triumph über Angstgegner Uruguay, der beim WM-Auftakt in Hongkong noch mit 35:12 gewonnen hatte. Diesmal siegten die Deutschen nach einer perfekten Leistung, acht Versuchen von Henry Smeed (RGH), Max Roddick, Makonnen Amekuedi (3), Anton Gleitze (Berliner RC/2) und dessen Zwillingsbruder Philip Gleitze sowie sechs Erhöhungen durch Roddick (5) und Felix Hufnagel (Germania List) mit 52:0 (35:0).

Der etwas merkwürdige Modus ergab im Halbfinale um Platz neun eine weitere Begegnung mit Uruguay, und diesmal siegten die Deutschen mit 24:17. Bennet Veil und Topscorer Makonnen Amekuedi (3) legten vier Versuche und Felix Hufnagel trat zwei Erhöhungen ins Goal.

Im Spiel um Platz neun konnten die Trainer, weil Niklas Koch, Henry Smeed, Jan Lammers (RGH) und Anton Gleitze schwer angeschlagen waren, nur noch neun ihrer 13 Spieler einsetzen, weshalb die USA mit 28:21 (21:7) knapp siegten. Felix Hufnagel, Max Roddick und Maximilian Heid (SCN) legten drei Versuche, Hufnagel verwandelte drei Erhöhungen.

„Wir können mit diesem Turnier sehr zufrieden sein. Natürlich hätten wir es gegen Argentinien und die USA besser machen können, aber das ist natürlich auch ein Teil unseres Lernprozesses“, sagte Pablo Feijoo, der es für dem Aufsteiger Deutschland „sehr positiv“ bewertete, „dass wir beim zweiten WM-Turnier besser mithalten konnten als beim ersten Turnier in Hongkong.“ Turniersieger in Valladolid wurde Australien durch einen 26:19-Sieg über Südafrikas „Blitzbokke“.

Das WM-Finalturnier wird vom Freitag bis zum Sonntag in Bordeaux stattfinden, und die Vorrundengegner der Deutschen heißen Argentinien, Neuseeland und Frankreich, das bekanntlich 2024 in Paris Olympiasieger war. „Es werden einige Debütanten zum Einsatz kommen, die sich beim Turnier in Haguenau empfohlen haben. Denn wir müssen auf jeden Fall drei verletzte Akteure ersetzen“, sagte Clemens von Grumbkow. Beim jüngsten Turnier im elsässischen Haguenau hat das deutsche Perspektivteam viel Erfahrung tanken können.

Zwischenstand nach 2 von 3 WM-Turnieren: 1. Südafrika 38 Punkte, 2. Argentinien 34, 3. Australien 30, 4. Fidschi 26, 5. Spanien 26, 6. Neuseeland 26, 7. Frankreich 14, 8. Kenia 14, 9. Uruguay 6, 10. Deutschland 5, 11. USA 5, 12. Großbritannien 4.

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