Montag, 8. Juni 2026

Der Aufsteiger ging als Elfter durchs Ziel

Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft hat bei der WM nicht enttäuscht

Bundestrainer Pablo Feijoo war nach dem dritten und letzten Turnier um die Siebenerrugby-Weltmeisterschaft nicht unzufrieden. „Wir haben uns als Aufsteiger im Kampf mit den Mannschaften der Weltelite gut geschlagen und hätten ein noch besseres Ergebnis erzielen können, wenn wir zuletzt nicht so viele Fehler gemacht hätten“, sagte der Spanier. Im Bordeaux belegten die Deutschen nach einem Sieg und vier Niederlagen den zehnten Platz, im WM-Gesamtklassement wurden sie Elfte. Nächste Bewährungsprobe ist die Europameisterschaft vom 3. bis zum 5. Juli in Hamburg.

Im Stade de Bordeaux, wie die Münchener Allianz-Arena und das Olympiastadion von Peking 2015 von den Architekten Herzog und de Meudon erbaut, hatte die deutsche Mannschaft nach sechs verletzungsbedingten Ausfällen einen schweren Start. Der erste Vorrundengegner Argentinien siegte mit 35:19 (21:7), wobei Bennet Veil (TSV Handschuhsheim), Maximilian Heid (SC Neuenheim) und Makonnen Amekuedi (SC Frankfurt 1880) für drei Versuche sorgten, die Felix Hufnagel (Germania List) allesamt erhöhte. Im zweiten Match war der dreifache Weltmeister Neuseeland mit 33:7 (19:0) besser. Den Ehrenversuch legte Philip Gleitze (Berliner RC), Hufnagel erhöhte.

Im dritten Vorrundenspiel hieß der Gegner Frankreich, Gastgeber und Olympiasieger von 2023. Deutschland zeigte ein großartiges Spiel und unterlag nur mit 7:14 (7:7), was einem 1:2 im Fußball entspricht. Wieder erzielten Philip Gleitze per Versuch und Felix Hufnagel mit seiner Erhöhung die Punkte.

Im Halbfinale um Platz 9 landete Pablo Feijoos Team einen wertvollen 7:5 (7:0)-Sieg über Kenia, für den Felix Hufnagel mit erhöhtem Versuch und die ganze Mannschaft mit bewundernswertem Kampfgeist sorgten. Im letzten Spiel aber waren die Kräfte der Deutschen zu Ende und die argentinischen „Pumas“ klar besser. Die Südamerikaner gewannen mit 47:19 (28:7). Die deutschen Punkte gelangen Philip Gleitze, dessen Zwillingsbruder Anton sowie Wolfram Hacker (RG Heidelberg) mit drei Versuchen und Felix Hufnagel mit zwei Erhöhungen.

Das Endspiel in Bordeaux gewann Frankreich gegen Neuseeland mit 14:5. Weltmeister wurde Titelverteidiger Südafrika. Frauen-Weltmeister wurde Australien mit 58 Punkten vor Neuseeland (54) und Kanada (44).

3. WM-Turnier in Bordeaux: 1. Frankreich 20 Punkte, 2. Neuseeland 18, 3. Spanien 16, 4. Südafrika 14, 5. USA 12, 6. Fidschi 10, 7. Australien 8, 8. Großbritannien 6, 9. Argentinien 4, 10. Deutschland 3, 11. Kenia 2, 12. Uruguay 1.

WM-Endstand nach 3 Turnieren: 1. Südafrika 52, 2. Neuseeland 44, 3. Spanien 42, 4. Australien 38, 5. Argentinien 38, 6. Fidschi 36, 7. Frankreich 34, 8. USA 17, 9. Kenia 16, 10. Großbritannien 10, 11. Deutschland 8, 12. Uruguay 7.

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