Dr. Michael Spikermann vom OSP Metropolregion Rhein-Neckar erhielt den Trainerpreis des LSV 2025
Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) hat am Dienstagabend im Porsche-Museum in Zuffenhausen zum 29. Mal und unter der bewährt-humorvollen Moderation von Michael Antwerpes die Trainerpreise 2025 vergeben. Eine Jury unter der Leitung des LSV-Präsidenten Jürgen Scholz hatte aus den sehr zahlreichen Bewerbungen drei Trainer und eine Institution ausgewählt, die diesmal auch persönlich zur Auszeichnung in schickem Rahmen erschienen waren.
Den Trainerpreis für sein Lebenswerk erhielt Dr. Michael Spikermann, der langjährige Bundesstützpunkttrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes und Landestrainer der ARGE Schwimmen in Baden-Württemberg, dessen Wirkungsfeld seit 35 Jahren der Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar ist.
Michael Spikermann (66) lebt in Rimbach im Odenwald, ist promovierter Sportwissenschaftler, Autor trainingswissenschaftlicher Bücher und einer der erfolgreichsten Schwimmtrainer Deutschlands. Das wurde aus der mit liebevollen Emotionen vorgetragenen Laudatio seines ehemaligen Schützlings Simone Ulrich (früher Weiler, ganz früher Karn) deutlich. Spikermann hat elf Athletinnen und Athleten zwischen 1992 und 2021 zu acht Olympischen Spielen geführt. Mark Pinger über 4x100 m Freistil 1992 und 1996, Petra Dallmann über 4x200 m Freistil 2004 und Sarah Wellbrock (früher Köhler) über 1500 m Freistil 2021 haben dabei vier Medaillen gewonnen. Insgesamt kamen Spikermanns Schützlinge auf rund 80 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften und auf eine dreistellige Anzahl an deutschen Meistertiteln, wovon in nicht geringem Maße der SV Nikar Heidelberg profitierte.
In seinen prägenden Lehrjahren als Schwimmtrainer hat er in Offenbach Hartmut Oeleker assistiert und war in den Aufbau und die Laufbahn von Olympiasieger und Weltrekordler Michael Groß eingebunden. In Heidelberg entwickelte er sich zu einem selbstbewussten Trainer, der laut „Simi“ Ulrich „mit Leidenschaft, Hingabe, Humor und unerschütterlichem Glauben an das Potenzial und die Fähigkeiten seiner Schützlinge“ gearbeitet hat. Er war immer ganz genau vorbereitet, was sich auch dadurch zeigte, „dass er seine Trainingspläne mit der Schreibmaschine geschrien hat.“ Michael Spikermann sei ein strenger, fordernder Trainer gewesen, „der aber auch mal Fünfe gerade sein lassen konnte“.
Weitere mit jeweils 3000 Euro dotierte Trainerpreise erhielten der Ringertrainer Sedat Sevsay (52) vom ASV Schorndorf, dessen Schützling und Stiefsohn Jello Krahmer der einzige deutsche Olympiaringer in Paris war und häufig am OSP in Heidelberg betreut wird, und der 69-jährige Klaus Faißt, der seit 33 Jahren am Bundesstützpunkt der Nordischen Kombinierer in Baiersbronn tätig ist und seinen Sohn Manuel zu Olympia-Silber geführt hat. Den LSV-Ehrenpreis überreichte der Stuttgarter Tatort-Hauptkommissar Thorsten Lannert (alias Richy Müller und ohne Porsche 911 ins Museum geeilt) an die Landespolizei, deren Spitzensport-Förderung 20 Jahre alt wurde.
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