Montag, 11. Juli 2022

Der SC Neuenheim ist Doppelmeister

Über die baden-württembergischen Siebenerrugby-Meisterschaften


Seit zehn Jahren veranstaltet die Sport-Union Neckarsulm ein internationales Siebenerrugby-Turnier, das vom Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) als offene Landesmeisterschaft für Frauen und Männer genutzt und unterstützt wird. Unter dem neuen Namen „professionalerp 7s“ wurde das Turnier am Wochenende bei idealen Bedingungen auf dem Eberwin-Sportgelände in Obereisesheim ausgetragen, wo die sechs Frauen- und zwölf Männermannschaften erfreulich gutes Siebenerrugby zeigten. In jeder Mannschaft gab es Talente zu entdecken, die man künftig zumindest in den RBW-Auswahlen wiederfinden wird.

 

Die beiden Mannschaften des Bundesligisten Sportclub Neuenheim sicherten sich nach zwei strapaziösen Tagen den Turniersieg und wurden von Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig und den Organisationsleitern Sven Neubert und Dominik Hoffmann von der SUN mit silbernen Rugbybällen als Landesmeister ausgezeichnet.

 

Die SCN-Frauen traten traditionsgemäß mit einer Einladungsmannschaft unter der Bezeichnung „Schriesheim Finest“ an, nachdem man 2016 beim Ma-thaisemarkt den köstlichen Wein eines Sponsors genossen und das Team spontan gegründet hatte. In diesem Jahr wurden Spielerinnen des RSV Köln, SC Germania List, Heidelberger RK und der RG Heidelberg von den SCN-Frauen zum Mitspielen eingeladen, was zwar keine Weltauswahl ergab, aber – wie Melissa Paul bekundete – „eine Mannschaft mit lauter Damen von Welt“.

 

Diese gewannen alle fünf Spiele: Mit 36:0 gegen den Stuttgarter RC, 41:0 gegen die SG Saarbrücken/Trier und 43:5 gegen die Niederrad Kobras am Samstag sowie mit 52:0 gegen den Karlsruher SV und mit 32:0 gegen den schärfsten Kontrahenten und späteren Turnier-Zweiten TSV Handschuhsheim. Teammanagerin Noemi Mager sagte: „Die Mädels waren gut“.

 

Die von Teammanager Axel Moser angeführten SCN-Männer auch, sie gewannen alle sechs Spiele: In der Vorrunde am Samstag mit 57:0 gegen das BZ Gerad-stetten, 62:0 gegen die Old Boys aus dem Unterland, die zwischen 18 und 28 Jahren alt waren, und mit 28:7 gegen den SC Germania List. Am Sonntag gab es im Viertelfinale einen 57:0-Sieg gegen die Gastgeber SUN, im Halbfinale ein 14:7 gegen den Süd-Erstligisten RK Heusenstamm und im hart umkämpften Endspiel ein 12:5 gegen den Nord-Bundesligisten Germania List. Die RG Heidelberg belegte mit ihrer sehr jungen Mannschaft nach einem 19:17 gegen Heusenstamm im kleinen Finale den dritten Platz. Im Turnierverlauf hatten sie das Bataillon d’Amour mit 29:0, Stade Sarrois mit 59:5, Neckarsulm mit 26:5 und den TB Neckarausen mit 40:5 besiegt, bevor es im Halbfinale eine 0:17-Niederlage gegen Germania List gegeben hatte. RGH-Trainer Jeff Tigere war dennoch zufrieden.

 

 

Siebenerrugby-Landesmeister von Baden-Württemberg wurden in Neckarsulm-Obereisesheim die beiden Mannschaften des Bundesligisten Sportclub Neuenheim. Hintere Reihe v.l.n.r.: Kristina Reinbold, Nicolas Rinklin, Linda O’Brian, Finn Schwager, Michelle Henninger, Felix Meesmann, Melissa Paul, Tobias Robl, Victor Moyer, Alexander Klewinghaus, Pia Erhart, Luke Wakefield, Emma Dehnert, Mondli Nkosi, Aileen Henninger und Physiotherapeutin Malene Dürr; vordere Reihe v.l.n.r.: Oliver Paine, Iacopo Perrone, Amelie Harris, Gianmarco Perrone, Laura Schwinn, Leonard Becker, Svetlana Hess, Valentin Heuser, Lara Bürger, Tom-Luca Hoffmann und Yona Rossol; es fehlen Megan Billing, Senzo Ngubane und die Teammanager Noemi Mager und Axel Moser. Foto: CPB

Dienstag, 28. Juni 2022

Belgiens Mädchen und Tschechiens Jungen siegten

Über das internationale Siebenerrugby-Turnier SAS Institute Heidelberg Sevens 2022

 

Die Nationalmannschaften Belgiens bei den U18-Juniorinnen und Tschechiens bei den U16-Jugendlichen sind die strahlenden Sieger des 25. Siebenerrugby-Turniers SAS Institute Heidelberg Sevens, das am 25./26. Juni 2022 bei brütender Hitze und idealen Bedingungen im städtischen Fritz-Grunebaum-Sportpark in Kirchheim ausgetragen wurde. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen haben die 216 Spielerinnen und Spieler aus acht Nationen zwar über 250 Kästen Mineralwasser verbraucht, dafür bestand die Gefahr von Muskelverletzungen durch Unterkühlung nicht.

 

Caroline Trost, die als Jugendwartin des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg (RBW) das Team der rund 80 Organisierenden und Helfenden um Turnierleiterin Katja Tricks mit bewundernswerter Professionalität geleitet hatte, war zufrieden: „Der Sport war gutklassig, die Stimmung prima. Es gab weder Streit noch Missgunst, und alle 18 Mannschaften wollen am 17. und 18. Juni 2023, wenn die 26. SAS Institute Heidelberg Sevens angepfiffen werden, wieder dabei sein.“

 

Die belgischen Juniorinnen, angeleitet von den Trainern Benjamin Rossignol, Cédric Fernandez Alonso und Damien Chavalle gewannen alle sechs Spiele. Im Modus jeder gegen jeden schlugen sie das Elsass (47:0), die Apollo Academy aus Dubai (19:7), Baden-Württemberg (22:5), Bayern (66:0) und die Stadtauswahl von Brüssel (27:0), ehe sie im Endspiel einen 24:12-Sieg gegen das Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten feierten. Die erstmals in Heidelberg aufgetretene Mannschaft aus Dubai wird von dem 48-jährigen Neuseeländer Apollo Perelini aus Auckland betreut, der als Zweite-Reihe-Spieler für Samoa, North Harbour, Neuseeland U21, die englischen Sale Sharks und die Weltauswahl gespielt hatte.

 

Baden-Württemberg, betreut von Managerin Caroline Augspurger-Hacker und den Trainern Lisa Bohrmann und Andreas Hacker, gewann das Spiel um Platz drei mit 33:0 gegen Brüssel und zeigte eine sehr gute Leistung, was auch Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner als Schirmherr mit Applaus bedachte. Im kleinen Finale gelangen fünf Versuche durch Sofia Stork-Budia, Emilia Hacker (2), Jule Karstens und Lara Stimmler; Charlotte Malaizier traf mit vier Erhöhungen. Als beste Spielerin erhielt die Belgierin Femke Soens den von Lucy Bews überreichten Peter-Bews-Gedächtnispreis, das fairste Team war Bayern.

 

Bei den Jungen gewann Tschechien das Turnier der zwölf Mannschaften mit einem 14:10-Endspielsieg über Brüssel. Die Tschechen, deren trickreicher Daniel Komarek den Peter-Bews-Gedächtnispreis erhielt, gewannen in der Vorrunde mit 61:0 gegen Baden-Württemberg II und 33:5 gegen Hessen, wurden aber von den Niederlanden mit 27:14 besiegt. Im Viertelfinale gewannen sie allerdings mit 36:0 gegen Baden-Württemberg und im Halbfinale mit 19:12 gegen die Niederlande. Baden-Württemberg stellte aufgrund der sehr kurzfristigen Absage Hamburgs sogar drei Teams, was die Trainer Jan Ceselka, Matthias Bechtel, Senzo Ngubane und Alexander Wiedemann zu logistischen Meisterleistungen zwang. Das Topteam verlor das Plate-Finale um Platz fünf mit 10:26 gegen den englischen Shelford RFC. Haakon Oeß und Nils Benighaus legten die Versuche, Niall Miskella erhöhte einmal. Der RBW II wurde Elfter, der RBW III Zwölfter und wegen des aufopferungsvollen Einsatzes aller Akteure mit dem Fairnesspreis belohnt. Die 24 eingesetzten Unparteiischen haben auch schwer geschwitzt.

 

Endstand U18-Juniorinnen: 1. Belgien 24:12 gegen Dubai; 3. Baden-Württemberg 33:0 gegen Brüssel; 5. Elsass 33:0 gegen Bayern.

 

Endstand U16-Jugendliche und Cup-Sieger: 1. Tschechien 14:10 gegen Brüssel; 3. Niederlande 34:19 gegen Luxemburg; 5. und Plate-Sieger: Shelford RFC 26:10 gegen Baden-Württemberg I; 7. Hessen 17:12 gegen Bayern; 9. und Bowl-Sieger: Brandenburg 26:0 gegen Nordrhein-Westfalen; 11. Baden-Württemberg II 21:10 gegen Baden-Württemberg III


Gert Rudolph ist der neue Präsident

Über die Mitgliederversammlung 2022 des Badischen Sportbundes Nord


Gert Rudolph, ein 65-jähriger Diplom-Informatiker, Tennis-Leistungssportler, Hobby-Volleyballer und seit fast 20 Jahren Vorsitzender des SSC Karlsruhe mit rund 8000 Mitgliedern, ist der neue und neunte Präsident des Badischen Sportbundes Nord (BSB). Rudolph wurde am 25. Juni 2022 beim 32. Sportbundtag im Kongresszentrum „Palatin“ in Wiesloch mit 701 von 713 Delegiertenstimmen zum Nachfolger des nach sechsjähriger Amtszeit scheidenden Dr. Martin Lenz gewählt.

 

Der 60-jährige Bürgermeister für Sport, Bäder, Schulen, Jugend und Eltern, Soziales und Migrationsfragen der Stadt Karlsruhe wurde mit stehendem Applaus verabschiedet und als überzeugter Radfahrer mit einem badischen Radsport-Renntrikot verabschiedet. So kann er am Morgen noch schnittiger ins Rathaus fahren, um seine zahllosen Aufgaben zum Wohle der Bürger zu erledigen.

 

Gerhard Schäfer, BSB-Vizepräsident und Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg, zitierte den Römer Seneca: „Wie bei einem Theaterstück kommt es im Leben nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie gut es gespielt wird.“

 

Schäfer bescheinigte Martin Lenz, dass er seine zwei Amtsperioden gut genutzt habe, um den BSB sinnvoll weiterzuentwickeln: Zwei Modernisierungen der Satzung – diesmal von Bernhard Thie federführend erarbeitet und so überzeugend vorgetragen, dass sie nach zehn Minuten einstimmig beschlossen war –, eine kluge Personalentwicklung im „Haus des Sports“, wo es neben dem Geschäftsführer Michael Titze nun mit Kerstin Häfele (Finanzen) und Dr. Florian Dürr (Sportentwicklung) zwei stellvertretende Chefs und eine ganze Reihe junger und kompetenter Mitarbeitender gibt, die Stärkung der 52 Fachverbände und neun Sportkreise, die nun ein schwereres Stimmengewicht haben, die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit durch BSB-Plattformen und das Verhandlungsgeschick bei den Gesprächen mit der Landesregierung über den auf 105 Millionen Euro jährlich aufgestockten Solidarpakt IV für die Jahre 2022 bis 2026 sind Leistungen, die Sporthistoriker mit dem Namen Martin Lenz in Verbindung bringen werden.

 

Dass die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie auch für Lenz und sein stets loyales Präsidium „nicht vergnügungssteuerpflichtig“ gewesen sei, betonte Schäfer und widmete „dem nonkonformistischen“ Lenz ein Ständchen seines Lieblingsmusikers: „Hinter dem Horizont geht’s weiter...“ sang Udo Lindenberg – was ja auch für Lenzens weiteres Leben und Wirken gelte.

 

Wieslochs Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Elvira Menzer-Haasis als Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSV), Staatssekretär Volker Schebesta vom Kultus- und Sportministerium und die für alle Fraktionen des Landtags sprechende Abgeordnete Petra Häffner (Bündnis 90/Die Grünen) dankten Lenz und dem BSB für eine vertrauensvolle, zielgerichtete, weitsichtige und nachhaltige Zusammenarbeit. Insbesondere bei der Bewältigung der Pandemie sei „der Sport wie eine dritte Impfung gewesen“ (Menzer-Haasis), habe sich „als größte Bürgerbewegung im Lande stets als verlässlicher Partner erwiesen“ (Schebesta) und habe „die Unterstützung der Politik verdient, insbesondere angesichts des hohen Investitionsbedarfs in energie- und umweltschonende Standards im Sportstättenbau (Häfner). Nach derartigem Lob erfolgten die Entlastung und die weiteren Wahlen zum Präsidium einstimmig.

 

Der BSB vergab drei Zukunftspreise an Vereine, darunter die DJK/FC Ziegelhausen-Peterstal „für neue digitale Prozesse und die Vereinfachung der Kommunikation unter Übungsleitern und der Vereinsführung, wodurch mehr Zeit für den Sport bleibt.“ Weitere Preisträger sind der TSV Bulach und die SSV Ettlingen, jeder erhielt 2500 Euro.


Das BSB-Präsidium, Präsident: Gert Rudolph; Vizepräsidenten: Bernd Kielburger (Finanzen), Jutta Hannig (Gleichstellung und Sportentwicklung), Claus-Peter Bach (Leistungssport), Sabine Kusterer (Sportpolitik), Gerhard Schäfer (Ausbildung); Vertreter der Fachverbände: Sven Wolf (Fußball), Gerhard Mengesdorf (Turnen), Bernhard Thie (Triathlon); Vertreter der Sportkreise: Dr. Sabine Hamann (Mannheim), Jürgen Zink (Bruchsal); Vertreter der Jugend: Magnus Müller, Victoria Hansen.

Kassenprüfer: Holger Dörr, Siegfried Ochs, Ralf Stückler.


Montpellier holt erstmals den Titel

Über das Endspiel der französischen Rugby-Meisterschaft


Der Rugby-Club Montpellier-Hérault wurde am Abend des 23. Juni 2022 vor 81 000 Zuschauern im Stade de France von St. Denis zum ersten Mal französischer Rugby-Meister und löste auf dem Place de la Comédie in Heidelbergs Partnerstadt erst ein Feuerwerk und dann eine Party aus, die dem Vernehmen nach eine Woche andauern soll.

 

Die Mannschaft der Trainer Philippe Saint-André (55, WM-Dritter 1995) und Jean-Baptiste Elissalde (44), beide große Nationalspieler früherer Jahre, besiegte Castres Olympique auf überfallartige Weise mit 29:10 (23:3). Damit setzte sich der Tabellenerste der Top-14-Liga gegen den Tabellenzweiten durch, dem nicht wenige Experten den sechsten Titelgewinn nach 1949, 1950, 1993, 2013 und 2018 zugetraut hatten.

 

Zur Überraschung der trotz aller Konkurrenz freundschaftlich gesonnenen Fans der beiden südfranzösischen Vereine war das Finale nach 13 Minuten entschieden. Montpellier nutzte drei krasse Verteidigungsfehler der „Olympier“ um den Trainer und deutschen Nationalspieler Pierre-Henry Broncan (48, Vater Franzose, Mutter Deutsche) durch Versuche von Außendreiviertel Arthur Vincent (6.), Zweite-Reihe-Riese Florian Verhaeghe (9.) und Schlussmann Anthony Bouthier (12.) gnadenlos aus. Diesen 15 Punkten fügte Gedrängehalb und Trittspezialist Benoit Paillauge eine Erhöhung und einen Straftritt (22.) zum 20:0 nach nur einem Viertel der regulären Spielzeit hinzu – Castres war sehr früh konsterniert und spielte bis zum Pausenpfiff des miserabelste Rugby der ganzen Saison. Es gelang - nichts.

 

Erst in der zweiten Halbzeit näherte sich das Spielniveau der beiden Teams an, doch Montpelliers Sieg war nie gefährdet, denn Castres’ Versuch des Innendreiviertels Vilimoni Botitu, den Schlussmann Julien Dumora erhöhte, fiel erst fünf Minuten vor Schluss.

 

Der RC Montpellier-Hérault, 1986 aus zwei Traditionsklubs fusioniert, wird von dem Milliardär Mohed Altrad finanziert, der weltweit, inzwischen auch in Deutschland, Baustelleneinrichtungen und Baumaschinen liefert und vermietet.


Montag, 20. Juni 2022

Die Talentschmiede steht in Heidelberg

 

Am 25. Und 26. Juni finden die 25. SAS Institute Heidelberg Juniors & Girls Sevens statt

Heidelbergs Rugby feiert ein weiteres Jubiläum. Im 27. Jahr der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Software-Haus SAS Institute und dem Rugby-Verband Baden-Württemberg werden am Samstag (25. Juni, 10 bis 17 Uhr) und Sonntag (26. Juni, 9 bis 16.30 Uhr) die 25. SAS Institute Heidelberg Juniors & Girls Sevens ausgetragen – ein Einladungsturnier im olympischen Siebenerrugby, an dem sich zwölf Jugendmannschaften unter 16 Jahren und sechs Juniorinnenteams unter 18 Jahren beteiligen. Diese kommen aus Belgien, Dubai, England, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Tschechien und den deutschen Landesverbänden Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

 

Bei der letzten Austragung im Juni 2019 feierten die beiden tschechischen Nationalmannschaften Turniersiege: Die Mädchen mit 36:0 gegen Baden-Württemberg, die Jungen mit 17:12 ebenfalls gegen die Gastgeber, die erneut zwei Formationen ins Rennen schicken. 216 Spielerinnen und Spieler werden in Heidelberg ihr Können zeigen, etwa 70 Frauen und Männer im Organisationsteam und rund 20 Schiedsrichtende werden für einen reibungslosen Ablauf sorgen, so dass Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Eckart Würzner als Schirmherr am Sonntag um 16.15 Uhr pünktlich mit der Siegerehrung beginnen kann. 2020 und 2021 musste das Turnier wegen der Coronavirus-Pandemie ausfallen.

 

Erstmals dabei sind die Mädchen aus dem arabischen Emirat Dubai, die sich im Modus jeder gegen jeden mit den Auswahlen Belgiens, Brüssels, Bayerns, des französischen Landesverbandes Elsass und Baden-Württembergs messen werden. Mit den Platzierungsspielen hat jedes Team sechs Spiele in zwei Tagen.

 

Das gilt auch für die Jungen, die ihre Vorrunde in drei Gruppen austragen. Titelverteidiger Tschechien trifft auf die Niederlande, Hessen und Baden-Württemberg II. Baden-Württemberg I spielt gegen Hamburg, Belgien und Bayern, während die 2019 sehr guten Brandenburger es zunächst mit Luxemburg, Nordrhein-Westfalen und dem Shelford RFC aus Heidelbergs englischer Partnerstadt Cambridge aufnehmen müssen.

 

Die Heidelberg Juniors & Girls Sevens stehen oft am Anfang großer Karrieren. So sind im Laufe der Jahre rund 50 spätere deutsche Siebenerrugby-Nationalspieler im Fritz-Grunebaum-Sportpark (Harbiweg 9 in Kirchheim) aufgelaufen. In bester Erinnerung sind die Teams des französischen Landesverbandes Midi-Pyrénées. Zu den Turniersiegern 2013 zählten Flankenstürmer Baptiste Delaporte und Außendreiviertel Thomas Larregain. Die heute 25-Jährigen werden am Freitagabend mit Castres Olympique das Endspiel der französischen Meisterschaft bestreiten. Ihr Teamkamerad war damals der wieselflinke Stürmer Peata Mauvaka, der inzwischen 124 Kilogramm wiegt, als Hakler mit Stade Toulousain die Meistertitel 2019 und 2021 und den europäischen Champions Cup 2021 und mit der Nationalmannschaft den Grand Slam im Sechs-Nationen-Turnier 2022 gewonnen hat. Sein bisher größtes Spiel bestritt Mauvaka im Herbst 2021 im Stade de France beim 40:25-Sieg über die neuseeländischen All Blacks, als er zwei Versuche erzielte.

 

Baden-Württemberg U18: Sonja von Appen (TSV Handschuhsheim), Mia Barbu (TSV), Emilia Hacker (Heidelberger RK), Anna Karapanagiotidis (RC Worms), Jule Karstens (HRK), Julia Peterburs (TV Wiedenbrück), Charlotte Pfaffmann (Heidelberger TV), Nele Seeberger (Karlsruher SV), Lara Stimmler (HRK), Sofia Stork-Budia (HTV), Chiara Tricks (HTV), Lisa Thiel (Rugby Pforzheim), Nellie Roche (KSV); Team-Managerin: Caroline Augspurger-Hacker; Trainer: Lisa Bohrmann, Andreas Hacker.

Baden-Württemberg U16: Luca Benighaus (HRK), Nils Benighaus (HRK), Ruben Beyrer (RGH), Philip Buchta (TSV), Julius Diavara (TSV), Noah Douglas (RGH), Silas Eigenbrodt (HRK), Tobias Feil (TSV), Carl Hoffmann (HRK), Rasmus Jung (HTV), Max Kallinger (TSV), Aurel Knorr (HRK), Philipp Kraft (TSV), Laurin Kugel (HRK), Jannik Leimert (HRK), Niall Miskella (TSV), Camille Nyman (RGH), Haakon Oeß (HRK), Joscha Paral (RGH), Marc Postillon (TSV), Benjamin Schmitt (HRK), Felix Weixelbaumer (TSV), Sebastian Wellensiek (HTV), Colin Wiedemann (HRK); Team-Manager: Elmar Menold; Trainer: Jan Ceselka, Matthias Bechtel, Senzo Ngubane, Alexander Wiedemann.


 Blitzschnelles Angriffsrugby ist das Markenzeichen der Baden-Württemberger. Foto: F&S