Donnerstag, 21. Mai 2020

Jüngster Nationalspieler aller Zeiten

Über Harald Rupps erstes Basketball-Länderspiel vor 50 Jahren

Heute jährt sich zum 50. Mal jener Abend, an dem in der Hagener Ischelandhalle ein kleines Basketball- Wunder geschehen ist.

Die deutsche Nationalmannschaft bereitete sich auf die Europameisterschaft im September 1971 in Essen vor und bekam vom Verband einen Lehrgang mit zwei Länderspiele in Italien spendiert. In Gorizia gab es eine 65:82-Niederlage, in Monfalcone ein 59:80 und ein paar Verletzte. Da am Montagabend in Hagen mit Olympiasieger USA eine weitere Bewährungsprobe wartete, fand es Bundestrainer Dr. Miloslav Kriz vernünftig, seine Mannschaft um Kapitän Helmut Uhlig (VfL Osnabrück), mit den ellenlangen Norbert Thimm (Bayer Leverkusen), Jörg Krüger (Bayern München) und Dietrich Keller (USC Mainz), kurzfristig aufzufüllen.

„Kommst Du nach Hagen, spielst Du USA“, erfuhr Harald Rupp bei einem sonntäglichen Telefonanruf. Der Playmaker, der im April 1969 mit erst 16 Jahren mitgeholfen hatte, die erste deutsche Meisterschaft nach Osnabrück zu holen und der von seinem Vereinsjugendtrainer Helmut Uhlig „alles gelernt“ hatte, sagt heute über den durch Erfolge bei Sparta und ATK Prag bekannt gewordenen Juristen Dr. Miloslav Kriz: „Er hat mich unheimlich gefördert und meine Entwicklung sehr beschleunigt“. Denn am Abend des 4. Mai 1970 wurde Harald Rupp mit 17 Jahren der jüngste Debütant aller Zeiten in der deutschen Basketball-Nationalmannschaft; erst am 2. September war er 18.

Dem Ruf seines Förderers zu folgen, war allerdings nicht einfach. Denn montags war Schule, und „Ruppi“, wie ihn der Junioren-Bundestrainer Yakovos Bilek seit einem Lehrgang der U 18-Nationalmannschaft im südfranzösischen Toulouse getauft hatte, musste erst beim Rektor des Gymnasiums „Carolinum“ vorsprechen und um Schulbefreiung nach der dritten Stunde bitten. Da Harald Rupp ein guter Schüler mit den Lieblingsfächern Deutsch und Gemeinschaftskunde war, wurden ihm die Freistunden auf unbürokratische Weise gewährt. Er setzte sich in den Zug nach Hagen, aufgeregt und voller Vorfreude. Die Eltern Margret und Manfred Rupp machten sich mit dem Auto auf den Weg ins Südwestfälische und nahmen ein junges Mädchen namens Mechthild mit, das Harry seit der deutschen Meisterschaft dufte fand, heute mit ihm als Ehefrau in Heidelberg-Kirchheim lebt und sonntags gerne mit ihm joggen geht, damit er – als ehemaliger Leistungssportler und Rechtsanwalt, der viel sitzen muss – in Form bleibt und nicht zu füllig wird.

Kaum waren die Rupps im „Hexenkessel Ischelandhalle“ versammelt, begannen die Amerikaner zu zaubern, die auf der Durchreise zur Weltmeisterschaft in Jugoslawien waren und ihr bestes Team um den Superstar Bill Walton aufs Parkett schickten. Die Deutschen warfen, im Rahmen ihrer Möglichkeit und noch ein bisschen erschöpft von der Italien-Reise, alles in die Waagschale, doch schon nach fünf Minuten stand es 10:23 und am Ende 64:113. Wichtig für Harry Rupp war, dass er gegen die US-Amerikaner, die Besten der Welt, tatsächlich ein paar Minuten mitspielen durfte, dass er nach dem Spiel gemeinsam mit den Eltern und „Mecki“ nach Hause fahren durfte und dass in der offiziellen Spielstatistik zu lesen war: Rupp, 1,79 Meter, zwei Punkte; Keller, 2,08 Meter, ein Punkt.

Diese beiden Nationalspieler wurden Freunde und haben zu gemeinsamen Zeiten ab 1973 in Heidelberg schöne Erfolge gefeiert: Die deutsche Meisterschaft 1977 und die Pokalsiege 1977 und 1978.
Natürlich fanden die Leistungen des blutjungen Harry Rupp großen Widerhalle. Dem „Sonny-Boy des DBB“ widmete die Neue Osnabrücker Zeitung einen „Eigenbericht“, und da der Spielmacher auch in vielen weiteren seiner 57 Länderspiele klug Regie führte, konnte er sich, da der angestrebte Jura-Studienplatz in Münster nicht ganz sicher war, seine Universität aussuchen. München, Gießen, Leverkusen waren Spitzenklubs, die (ganz ohne Geld) um ihn warben. Das Rennen machte der USC Heidelberg, mit damals schon acht deutschen Meistertitel eine der ersten Adressen im deutschen Basketball.

Außerdem gab es in Heidelberg das nagelneue Bundesleistungszentrum mit einer konkurrenzfähigen großen Halle und dessen Leiter Hans Leciejewski. Harry Rupp bekennt: „Ich bin auch wegen Lambi nach Heidelberg gekommen, denn er hat mir eine Wohnung im Pfaffengrund besorgt. Erst ein Jahr später bin ich an den Uniplatz gezogen. Dann war das Leben perfekt.“ Heute fiebert er mit den MLP Academics und kümmert sich „im Hintergrund“ um das Team: Lizenzen und Verträge sind sein Metier, in das Sportliche mischt er sich nicht ein.

Claus-Peter Bach am 4. Mai 2020 in der Rhein-Neckar-Zeitung

Bildtext:

Harry Rupp bestritt 1970 sein erstes Länderspiel – in Hagen gegen die USA. Foto: vaf



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Samstag, 9. Mai 2020

Ein traumhaftes Rugby-Derby

Über das Spiel SC Neuenheim gegen TSV Handschuhsheim während der Coronavirus-Pandemie

Im Spielplan der Rugby-Bundesliga Süd/West steht: 9. Mai 2020, 14. und letzter Spieltag, SC Neuenheim gegen TSV Handschuhsheim. Da die Saison wegen des umtriebigen Coronavirus seit Anfang März ruht, sind die Anhänger des deutschen Vizemeisters TSV und den Aufsteigers und Tabellenvierten SCN heute ausnahmsweise nicht von Nervenzusammenbrüchen bedroht. Das Derby im Heidelberger Norden, dem Denis Frank in seinem Buch „111 Gründe, Rugby zu lieben“ (Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf) das ganze 46. Kapitel gewidmet hat, fällt aus.

Keine langen Warteschlangen also vor dem Eingang zum „Museumsplatz“ an der Tiergartenstraße, keine akribische Vorbereitung der Spieler, kein Tüfteln an der Taktik durch die Trainer Mark Kuhlmann und Christopher Weselek beim TSV oder Alexander Widiker und Clemens von Grumbkow beim SCN – die Vier waren Kameraden in der Nationalmannschaft und verstehen sich eigentlich ganz gut. Die Krise gab dem Reporter die Gelegenheit, mal vor der „heute-show“ zu Bett zu gehen, noch ein bisschen zu lesen und entspannt zu entschlummern. Es wurde eine heiße Nacht.

Denn kaum war der erste tiefe Schnaufer getan, laufen die beiden Teams, begleitet von den Kindern aus der U8 und U10, auf das Spielfeld, und rechts und links der Arena drängeln sich die 1200 Zuschauer, die bei Rugbyspielen in Heidelberg nur dann kommen, wenn „Neiene“ gegen „Hendesse“ spielt, wenn zwei Vereine gegeneinander antreten, deren Fans hübsche Kosenamen für die Gegner haben. Da machen sich die „Angler“ zum Spiel gegen die „Erdbeerpflücker“ bereit, und bevor der Schiedsrichter den Fight freigibt, rufen die „Königsblauen“ hurtig noch „Nur Neuenheim!“ und die Weißen mit dem blauen Brustring des Ritters Hans von Handschuhsheim beschwören ihr Wappentier: „Löwen, Löwen...!“

Seit ein paar Leichtathleten, Fußballer und Handballer 1949 die TSV-Rugbyabteilung gegründet haben, bekämpfen sich die beiden Teams zwei, drei Mal im Jahr, immer knallhart und meistens fair, und seit Menschengedenken ist es keinem der Kontrahenten je gelungen, den Nachbarn vernichtend zu schlagen. Im deutschen Pokalendspiel 2016 siegte der SCN beim TSV mit 16:14, in der Vorrunde der laufenden Saison hatten die Löwen mit 23:19 die Nase vorn. Heute ist es wieder superspannend, so dass die Zuschauer beim 7:7 in der Halbzeitpause reichlich Diskussionsstoff haben.

Unter den Zuschauern auf der Sonnenseite steht der Sportprofessor Manfred Zugck, der sich auch im Raufen mit dem Plastikei auskennt, und rätselt mit seinem Kollegen Günter Friedel, warum die so treffsicheren TSV-Kicker Nikolai Klewinghaus und Benjamin Olouch drei günstig liegende Straftritte nicht zum Goal treten wollten. Immerhin hat der Spezialspielzug – Gasseneinwurf, gemeinsames Drücken, Versuch! – wieder einmal perfekt geklappt, so dass der TSV nach Olouchs Erhöhung von ganz außen mit 0:7 in Führung gegangen ist. Auf der Schattenseite gerieten die SCN-Frauen in Verzückung, als Spielmacher Mondli Nkosi – der gewitzte Mann kam aus Südafrika, sah und heiratete – wie ein Hase zwischen Erdbeerpflanzen durch die Abwehrreihen steppte und seinen Versuch selbst erhöhte.

Halbzeit, Gelegenheit zu taktischen Überlegungen, ein nasser Schwamm im Genick und ein Schluck aus der Elektrolytpulle erfrischen die vor Anstrengung und Erregung dampfenden Spieler. Es ist schon etwas dran, wenn Denis Frank auf Seite 86 schreibt, dass „Handschuhsheim seit jeher für sturmbetontes ehrliches Rugby, den harten Kampf und den unbedingten Willen steht. Neuenheim dagegen spielte schon immer mit ein wenig mehr Flair und zog schon früh Topspieler aus dem Ausland an sich. So treffen beim Derby immer auch zwei gänzlich verschiedene Spielstile aufeinander.“ Ist das SCN-Spiel unehrliches Rugby?

Natürlich hatten die Handschuhsheimer auch großartige Dreiviertel wie Kuno Birk, Ebi Megerle, Manfred Friedel, Otto Haaß oder den Südafrikaner Karl Seele, der Beine hatte wie Naomi Campbell und rennen konnte wie eine Gazelle. Und den SCN-Stürmern Rolf Groß, „Baum“ Hölzel, Dieter Uhrig, Hans Winkenbach oder den Trick-Brüdern stahl auch keiner den Ball.
Da der Verein schon 1902 gegründet wurde, hatten die deutschen Meister von 1912 natürlich früh Gelegenheit, weiträumig auf ihr Können aufmerksam zu machen. Sie setzten schon 1914 in ihrem zweiten deutschen Endspiel die Franzosen Emile Boyer und Robert Thierry ein, die dann bis 1918 auf einem ganz anderen Spielfeld gegen ihre deutschen Kameraden kämpfen mussten. Doch auch in der Meistermannschaft des TSV von 1957 stand mit dem Spielmacher Jean Batz ein Franzose – der auch schon 1949 mit dem SCN Champion gewesen war.

Nun wird die zweite Halbzeit angepfiffen, am Kiosk von Enzo Scionti haben sich die Fans mit Wurst, Pizza und Erfrischungen gestärkt. Der SCN wechselt den baumlangen Jakob Schneider ein, der ein bisschen müde wirkt, nachdem er bei einem Hendsemer Landwirt als Erntehelfer eingesprungen war. Die Neuen im TSV-Team sind frischer. Sie jobben in der „Bar Centrale“ am Neuenheimer Marktplatz, die wegen des fiesen Virus seit Wochen geschlossen ist.

Der TSV-Sturm, der auf dem Können der massiven Nationalspieler der Vergangenheit – auf Helmut und Hans-Joachim Schmitt, auf Gustav Dörzbacher, Arno Blesch, Helmut Kücherer, Peter Heller, Marcello Audibert-Arias, Jens Schmidt und Alexander Pipa – aufbauen kann, gewinnt ein leichtes Übergewicht und geht durch Gregor Hartmanns Versuch, den Klewinghaus erhöht, mit 7:14 in Front.

Doch Mondli Nkosi, Luke Wakefield und Luca Hoffmann nehmen sich ein Beispiel an ihren listigen Vorfahren – an Fritz Sing, Willi Kohlhammer, „Jack“ Baumgärtner und Hans Gieding, an Manfred Kohlweiler, Martin Frauenfeld, Günter Schatz und Kay Kocher. Sie lassen die „Quetsch“ blitzschnell von einer Seite zur anderen laufen, bis Sam J. Harris in die Lücke und unter die Malstangen sprintet und Mondli Nkosi die zwei Erhöhungspunkte besorgt: 14:14, die Atmosphäre auf und außerhalb des Platzes ist explosiv.

Plötzlich, um 4.47 Uhr, dringt das Morgengebet eines Amselpärchens in meinen Schlaf, und als der Kolkrabe, der eine Taube aus dem Garten der Nachbarin umwirbt, mit seinem Keckern beginnt, ist der schöne Traum vom Rugby-Derby am 9. Mai 2020 zu Ende. Ich stehe gleich auf, denn dieser Bericht muss noch schnell in die Zeitung, und beim Zähneputzen überlege ich, ob der Rabenbräutigam ein Nachfahre von Jakob sein könnte. So nannten wir einen „Krabb“, der sich bei Derbys ohne Scheu unter die Zuschauer mischte und sogar auf der Klubhaus-Terrasse wohlfühlte. Kein Wunder: SCN-Jugendwart „Itter“ Ehhalt, der im Handschuhsheimer „Atzelhof“ aufgewachsen war, bewirtete das Federvieh mit Brotstückchen, die er in Cognac gebadet hatte. Es war echte Liebe zwischen einem Vogel aus Neuenheim und einem nach Neuenheim konvertierten Handschuhsheimer.

Auch daran sei erinnert an einem Samstag, an dem nicht gespielt wurde und an dem auch niemand eine Niederlage beweinen musste...

Claus-Peter Bach am 9. Mai 2020 in der Rhein-Neckar-Zeitung

Sonntag, 3. Mai 2020

Neuzugänge auf Wolke sieben

Über den Sport in Zeiten der Corona-Pandemie

Während der Sport auf der Erde ruht, werden auf Wolke sieben Neuzugänge begrüßt. Dieser Tage, liebe Leserin, lieber Leser und liebes Leserlein, nahmen zwei ganz Große auf der Ehrentribüne Platz, nachdem Petrus an der Einlasskontrolle sie abgetastet und gelobt hatte: Sie wollten keine Pyrotechnik ins Paradies schmuggeln. Hartwig Gauder, der als gebürtiger Schwabe 1980 in Moskau die Marathon-Goldmedaille für die DDR gewonnen hatte, nahm dort Platz, wo man den besten Blick auf das Olympiastadion von Tokio hat. Weil die deutschen Läuferinnen, Läufer und Läuferlein nun ein Jahr länger trainieren dürfen, rechnen die Auguren im Deutschen Olympischen Sportbund dem Vernehmen nach mit einer Medaillenflut auf allen Langstrecken; Plaketten, die für Olympia 2020 – so kurzfristig! – nie zu erreichen gewesen wären.

Norbert Blüm, der Kugelblitz aus Rüsselsheim, setzte sich zielstrebig auf einen der besseren Plätze und zu den Fußballern, aber weit weg von Sportfreund „Helle“ aus Oggersheim, der ihm schon zu gemeinsamen Regierungszeiten trotz seines Durstes nicht besonders sympathisch war. „Jetzt haut ihm doch endlich auf die Schnauze!“, feuert der Kanzler der Einheit die tapferen Virologen Brinkmann, Drosten, Kekelé, Krause und Streeck an, die im ungleichen Kampf mit dem tückischen Virus schon um vier Uhr in der Frühe die Arbeit aufnehmen, um abends pünktlich bei Illner, Maischberger, Will oder Lanz sein zu können.

Fritz Walter, der die verbalen Ausfälle des Sportkameraden „Helle“ seit Jahren nur schwer erträgt, wendet sich entsetzt seiner Italia zu und murmelt: „Schatz, hasch’n widder ghört? Er soll doch Schorle drinke und net des starke Manna!“

Von Wolke sieben können die sportbegeisterten Engel im Manna-Rausch nicht nur ungeniert „Hosianna!“ singen und babbeln, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Sie sitzen quasi in der ersten Reihe und beobachten, wie das Coronavirus die Welt verändert. Mit einem Blick auf Heidelberg stellen sie fest, dass die Neckarwiese, zu ihren irdischen Lebzeiten ein beliebtes Terrain für Freizeitkicker, Boys und Girls am Volleyball-Beach und Trockenangler, ausschließlich von Grau- und Nilgänsen bevölkert ist. Diese werden aufmerksam von Ordnungshütern bewacht, damit sie mehrmals am Tag in aller Ruhe ihr Geschäft verrichten können. Dass auf all diesen grünen und braunen Würstchen Menschen irgendwann einmal wieder ein Sonnenbad genießen oder Sport treiben wollen, scheint im Gesundheitsamt niemanden zu interessieren – auch dort fahndet man verbissen nach dem Coronavirus, für bekanntere Infektionskrankheiten hat man keine Zeit. Das verstehen wir.

Wie mein Papagei feststellen durfte, der beim Flug auf Wolke sieben kaum Gegenverkehr hatte, weil die Lufthansa-Störche auf der Erde parken, haben die Grau- und Nilgänse inzwischen auch die stillgelegten Sportplätze im nördlichen Heidelberg in Besitz genommen, so dass den Kindern und Jugendlichen, die dort nach den Sommerferien wieder Fußball, Hockey, Lacrosse oder Rugby spielen sollen, ernste gesundheitliche Gefahren drohen. Denn auch dort – man mag es kaum glauben – erledigt das Federvieh sein Geschäft in freier Natur, obwohl es während der Coronavirus-Krise präzise behördliche Handlungsvorschriften für den Toilettengang gibt. „Und den Abstand halten sie auch nicht ein“, schimpft mein Papagei, der eine Nilgans beim Schnäbeln mit einem Storch beobachtet hat. Offenbar sind Störche auch nicht mehr das, was sie einmal waren.

In der Hauptstraße, Heidelbergs früherer Einkaufsmeile, kann man von Wolke sieben aus sehen, dass anstelle der Fußgänger nun besonders viele Radfahrer ihre Olympia-Vorbereitungen in hohem Tempo durchführen. Auch sie haben von Herrn Dr. Thomas Bach ein volles Jahr geschenkt bekommen, das sie auf dem Kopfsteinpflaster bestmöglich nutzen wollen. Man muss die Pedaleure verstehen, schließlich sind die Rennbahnen in Oberhausen und bei Endspurt Mannheim wie die Neckarwiese gesperrt. Und man muss als strammer Radler auch keine Angst haben, geschnappt zu werden, wenn man einem patroullierenden Paar in Uniform in der Eile mal hurtig den Mittelfinger zeigt. Neuzugang Blüm regt sich unheimlich über diese Frechheiten auf und kann sich erst beruhigen, als Sportfreund „Helle“ ruft: „Mensch, Nobby, halt die Klapp, dei Rente war doch sicher!“

Bei einem Kurzbesuch in Lausanne hat mein Papagei erfahren, dass das IOC schon für Tokio 2021 eine neue Disziplin ins Wettkampfprogramm aufnehmen möchte: Jammern – „auf höchstem Niveau!“. Die Chefs von Bayer, Commerzbank, VW und ein paar andere Nieten in Nadelstreifen sollen Wild Cards erhalten. „Dann ist Olympia wieder so wie 1896, als auch nur reiche Müßiggänger teilnehmen durften“, findet mein Papagei.

Claus-Peter Bach am 2. Mai 2020 in der Rhein-Neckar-Zeitung

Montag, 27. April 2020

„Heidelberg ist meine Heimat“

Über den Heidelberger Leichtathleten und Speerwurf-Trainer Atef Ismail

Er ist 86 Jahre alt und wohlauf. Atef Ismail, für die Universität, die TSG 78 und den USC Heidelberg einer der besten Leichtathleten aller Zeiten, lebt mit seiner Ehefrau Uli seit 1999 in Kairo – in einer geräumigen Wohnung hoch oben in einem Hochhaus mit herrlichem Blick auf den Nil.

Auch vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie, die in Ägypten bisher nur 350 bekannte Infektionen mit allerdings 110 Todesopfern ausgelöst haben soll, hatte das Ehepaar kaum einen Grund, ihr Paradies auf der 21. Etage zu verlassen: „Uns geht es den Umständen entsprechend gut. Wir brauchen nicht aus dem Haus zu gehen, denn der Lieferservice ist gut organisiert“, sagt Atef Ismail über das Leben in einem Land, in dem gegenwärtig ein totaler Shutdown gilt: „Nur Apotheken und Polizeistationen sind geöffnet. Ab 18 Uhr gilt ein striktes Ausgehverbot. Flughäfen, Bahnhöfe und Busse sind außer Betrieb. Nicht einmal Familienbesuche sind gestattet“, bedauert Ismail, der glücklich ist, „durch das Internet weltweit mit unseren Familien und Freunden verbunden“ zu sein. Nach Heidelberg sendet er herzliche Grüße: „Das ist meine Heimat. In Kairo fühle ich mich noch immer wie ein Tourist.“


Atef Ismail ist der Spross einer begüterten Familie. Sein Vater, Sheikh Mustafa Mohamed El-Mursi Ismail (1905 - 1978), war der bedeutendste Koran-Rezitator der Islamischen Welt und religionspolitischer Berater von König Farouk und den Staatspräsidenten Nasser und Sadat. Dieser kluge Mann sandte seinen 20-jährigen Filius 1953 zum Medizinstudium nach Heidelberg, wo der sportliche junge Mann schnell zu Ruhm und Ehre kam. Denn in der Vorlesung „Die plastische Anatomie“ bat ihn Professor Hermann Hoepke während des ersten Wintersemesters, im Adamskostüm auf einen Tisch zu steigen, damit er als praxisnaher Hochschullehrer die Studierenden mit einem Zeigestock darauf hinweisen konnte, auf welche Körperteile es beim Mann auch ankommt. Besonders die Studentinnen und Doktorinnen fanden das hoch interessant, ihre Begeisterung über dieses quicklebendige Ausstellungsstück war nicht geheuchelt.

Als Atef Ismail seine bescheidene Bude in Schlierbacher Hanglage bezog, war das unbeschwerte Studentenleben allerdings schnell vorüber. Dort mochte man keine Ausländer, und auch an der Ruperto Carola herrschte damals – wie die Studierenden um 1968 skandierten – „unter den Talaren der Mief von tausend Jahren.“ Ismail war der Leidtragende und wurde von Nachbarn immer wieder denunziert. Mal soll sein Zimmer ein Bordell gewesen sein, mal galt er als Rauschgifthändler, mal als Ehebrecher und schließlich als Steuersünder, doch alle Besuche von Polizisten hatten ein Ergebnis: Die Beamten fanden nichts.

Seine Anwälte Günter Heim, der Präsident der Deutschen Anwaltskammer, und Robert Weber, von 1958 bis 1966 Oberbürgermeister von Heidelberg, setzten sich immer wieder für ihn ein, doch obwohl er seit 1965 mit seiner ersten Frau verheiratet „und Vater einer süßen Tochter“ war, wurde er in Heidelberg exmatrikuliert und musste in Homburg/Saar weiterstudieren. Es bedurfte des energischen Einschreitens von Oberbürgermeister Reinhold Zundel (Ismail: „Ein Mann mit Zivilcourage“), bis der im Sport und im Geschäftsleben so erfolgreiche Ägypter 1977 endlich, endlich eingebürgert wurde. RNZ-Lokalchef Dieter Haas schrieb damals einen Vierspalter und fragte in der Schlagzeile: „Verhinderten bösartige Intrigen die Einbürgerung?“


Es war mehr als das. Es wäre ein lohnendes Promotionsthema am Juristischen Seminar, den „Fall Ismail“ gründlich zu untersuchen und aufzudecken, welche Rechtsbrüche damals zum Nachteil des Studenten von Amtsträgern begangen worden sind.
Durch die Bekanntschaft mit einem Brauereibesitzer schuf sich Atef Ismail eine berufliche Existenz und eröffnete im Januar 1960 in der Friedrich-Ebert-Anlage den „Bamboo Club“, dem 1963 das „Shepherd’s“ in der Poststraße und 1968 das „Shepherd’s Lounge“ in der Hauptstraße als erste Adressen des Heidelberger Nachtlebens folgen sollten. Dort verkehrten, nach Siegen und nach Niederlagen, auch die besten Sportler: Leichtathleten und Basketballer des USC, Schwimmer und Wasserballer des SV Nikar, Tennisspielerinnen des HTC, Hockey- und Rugbyspieler – oft ging schon die Sonne auf, als Atef Ismail zu Bett ging.

Trotz dieses anstrengenden Lebens feierte der afrikanische Speerwurf-Meister von 1959 und Fünfte der Studenten-WM von 1955 im Speerwurf (Bestweite: 69,11 m) und Dreisprung (15,28 m), der auch im Weitsprung mit 7,09 m kein Schlechter war, viele große Erfolge. Er war vier Mal deutscher Hochschulmeister und zwei Mal Vizemeister, und im Speerwerfen war er ein großartiger Trainer.

Nachdem Professor Hermann Rieder Chef des Heidelberger Sportinstituts und Bundestrainer der Speerwerfer geworden war, fungierte Atef Ismail – zunächst als Freund und inoffiziell – als technischer Berater. Er war für die Beurteilung des Anlaufs des Athleten und des Angriffswinkels des Speers zuständig und freute sich nicht wenig, als Schützling Klaus Wolfermann, ein 80-m-Mann aus dem Frankenland, rasche Fortschritte machte, 1972 in München mit 90,48 m Olympiasieger wurde und ein Jahr später in Leverkusen mit 94,08 m Weltrekord warf.

Atef Ismails Expertise sprach sich herum, weshalb auch das Heidenheimer Talent Helmut Schreiber nach Heidelberg kam und seinen Rat suchte. Der „Sportarzt des Jahres 2014“ warf 1979 in Ulm 92,72 m und wurde in Mexico-City Studenten-Weltmeister. Dann kamen Claus-Peter Schneider aus Wetzlar, Peter Schreiber aus Leverkusen oder Peter Blank aus Frankfurt. „Ich habe sie bewundert, dass sie zweimal pro Woche diese Strapazen auf sich genommen haben“, sagt Atef Ismail im Rückblick auf die vielen Trainingsstunden im Heidelberger Uni-Stadion. Für die Werfer hat es sich jedenfalls gelohnt. Sie alle wurden deutsche Meister.

Mit all seinen Athleten, auch den Heidelberger Olympioniken Günter Glasauer und Hermann Schlechter, ist Atef Ismail in Kontakt: „Ich freue mich, dass es ihnen in Zeiten von Corona gut geht“, sagt er und drückt seine Uli an sich.

Claus-Peter Bach am 25. April 2020 in der Rhein-Neckar-Zeitung

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Atef Ismail (rechts) begutachtet den Angriffswinkel des Speers beim Anlauf des Studenten-Weltmeisters Helmut Schreiber. Foto: Elfriede Winterer

Atef Ismail (86) in seiner Wohnung in Kairo mit seinem Heidelberger Gast Gregor Korn. Foto: privat  

Dienstag, 14. April 2020

„Vereine bleiben die sozialen Tankstell unseres Landes

DOSB-Präsident Alfons Hörmann über die Coronavirus-Krise und deren Auswirkungen auf den Sport
  
Alfons Hörmann (59) aus Sulzberg im Oberallgäu ist seit 2013 Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Im Exklusivinterview mit der RNZ äußert er sich zur Coronavirus-Pandemie und deren Folgen auf den Sport.

Die Coronavirus-Pandemie hat den gesamten deutschen Sport zu einer Zwangspause gezwungen, um Menschenleben zu retten. Sind Sie mit der Krisenbewältigung der Behörden einverstanden?

Ja. Wir akzeptieren die Maßnahmen der Bundesregierung vollumfänglich und tragen diese verantwortungsbewusst mit. Wir haben durch die komplette Einstellung des Sport-, Trainings- und Wettkampfbetriebs in unseren Vereinen aus voller Überzeugung unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet.

Ist die totale Sperrung der Sportplätze, Hallen und Bäder angemessen?

In dieser akuten Krisenzeit halten wir das für angemessen. Wir alle müssen alles tun, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Da gehört diese Sperrung für eine gewisse Zeit leider auch dazu.

Die Fußballprofis klagen am lautesten über die Zwangspause, obwohl sie einen Honorarverlust am ehesten länger verkraften könnten. Muss man sich nicht eher um die vielen „kleinen“ Angestellten der Vereine und deren Zulieferer sorgen?

Die Krise trifft alle Gesellschaftsbereiche, also auch den gesamten Sport über die verschiedenen Sportarten und Ebenen hinweg. Wir stellen mit Freude fest, dass der Sport sich weitestgehend sehr vernünftig und solidarisch verhält.

Seit letzten Dienstag dürfen die Fußball-Bundesligisten unter gewissen Auflagen wieder trainieren, andere Sportarten nicht. Was halten Sie von dieser Ungleichbehandlung?

Das führt naturgemäß zu intensiven und verständlicherweise auch sehr kritischen Diskussionen innerhalb der großen Sportfamilie. Alle möchten nach Möglichkeit ihren Sport so schnell wie möglich wieder ausüben. Dabei gilt es aber weiterhin, die behördlichen Auflagen vollumfänglich einzuhalten. Erfreulicherweise können ja viele Sportarten aktiv ausgeübt werden, weil ein direkter Körperkontakt nicht erforderlich ist und somit die wichtige soziale Distanz gut sichergestellt werden kann.

Nicht weit vor den Toren Heidelbergs darf der SV Sandhausen wieder trainieren, der FC Sandhausen 300 Meter weiterhin nicht. Was sagen Sie dazu?

Wenn das so ist, dann wäre das ein typisches Beispiel für einen Zustand, der aus meiner Sicht so nicht lange haltbar ist. Wir sollten sehen, dass diese unterschiedliche Behandlung schnellstens aufgehoben wird und alle wieder die Möglichkeit erhalten, ihren Sport bestmöglich und sicher auszuüben.

Sportvereine haben Einnahmeverluste durch fehlende Spieleinnahmen, fehlende Pachteinnahmen wegen behördlich verschlossener Klubhäuser, und manchem Sportsponsor geht langsam die Luft aus. Welche Ratschläge können Sie den Funktionären an der Basis zur Rettung ihrer Vereine geben?

Das Wichtigste ist nun ein sehr professionelles Krisenmanagement und damit die intensive Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Liquidität bestmöglich gesichert werden kann. Zahlreiche Hilfsprogramme sind aufgesetzt, und die Landessportbünde und Fachverbände sind aus unserer Wahrnehmung sehr aktiv dabei, die Vereine bestmöglich bei der Bewältigung dieser Krise zu unterstützen. Seitens des DOSB arbeiten wir mit den 100 Mitgliedsorganisationen sehr intensiv und partnerschaftlich daran, die Probleme von Sportdeutschland professionell zu analysieren und uns auf der politischen Ebene für die 90 000 Vereine und die Verbände einzusetzen.

Die Fachverbände lassen den Spielbetrieb ruhen, müssen Länderspiele und internationale Turniere absagen. Niemand weiß, wann internationaler Sport wieder stattfinden darf. Haben Sie Kenntnisse aus den internationalen Verbänden?

Die Frage kann derzeit weltweit niemand zuverlässig beantworten. Letztlich kann es dazu nur eine logische Entwicklung geben: Erst muss die Pandemie weltweit beherrscht werden, dann können wieder Medaillen im Vordergrund stehen.

Wie kann den Fachverbänden geholfen werden?

Die Politik agiert über alle Ebenen sehr partnerschaftlich und auch pragmatisch in der Umsetzung. Schnelle Hilfsprogramme auf der einen Seite und sehr flexible Anpassungen in der täglichen Umsetzung helfen bereits jetzt ganz erheblich, die unerwarteten Probleme durch die Krise zu meistern. Die Szenarien in den verschiedenen Mitgliedsorganisationen sind völlig unterschiedlich, und wir werden zeitnah versuchen, ein deutschlandweites Bild zu den Auswirkungen der Krise zu ermitteln. Daneben haben wir für unsere Mitgliedsorganisationen einen eigenen Unterstützungsfonds über eine Million Euro aufgelegt, um schnelle Überbrückungen von Liquiditätsengpässen zu ermöglichen. Wir wollen alles daransetzen, die so wertvolle Vielfalt des deutschen Sports zu erhalten, um die uns die ganze Welt beneidet.

Olympia und die Paralympics 2020 finden 2021 statt. Ist das gut oder schlecht?

In der aktuellen Situation halten wir es für eine richtige und wichtige Entscheidung. Damit haben vor allem die Athletinnen und Athleten wertvolle Klarheit und sind in der weitgehend trainingsfreien Zeit vom Druck der möglicherweise nahenden Spiele in wenigen Monaten befreit.

Welche wirtschaftlichen Konsequenzen muss das IOC befürchten?

Das wird aktuell ermittelt und ist noch nicht konkret zu beziffern, weil das Ganze elementar mit den Details und den finanziellen Auswirkungen der Verschiebung der Spiele in Tokio zusammenhängt.

Wie wirkt sich die Verlegung finanziell auf den DOSB aus?

Auch das wird sich erst in den kommenden Monaten im Detail zeigen, aber wir sind zuversichtlich, das gut meistern zu können. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr solide gewirtschaftet und uns wertvolle Rücklagen für den Krisenfall aufgebaut. Genau diese kaufmännisch solide Vorgehensweise bewährt sich nun erkennbar.

Welche Folgen aus der Coronavirus-Krise ergeben sich für den DOSB?

Die Folgen sind heute allein deshalb noch nicht absehbar, weil das sehr stark von der weiteren Entwicklung des Krisenszenarios in unserem Land abhängt. Wann wird es wieder möglich sein, „normalen Vereinssport“ in unseren Vereinen zu genießen? Wann werden wieder sportliche Wettkämpfe – regional, national und international – umsetzbar sein? Werden geplante Großsportveranstaltungen bald wieder weitgehend normal ablaufen können oder in diesem Jahr nicht mehr? Fragen über Fragen also, deren Beantwortung am Ende ganz entscheidende Auswirkungen darüber haben wird, wie stark sich Sportdeutschland kurz-, mittel- und langfristig verändern wird. Aktuell fahren wir im DOSB – wie die Politik auch – auf Sicht und sind im aktiven Krisenmanagement gebunden, aber parallel dazu arbeiten wir natürlich schon an den entscheidenden Fragen der Zukunft des Sports. Wir sind sicher: Der Sport wird auch und gerade nach dieser Krise ein unverzichtbarer Bestandteil unserer gesellschaftlichen Entwicklung bleiben. Die 90 000 Vereine sind und bleiben die sozialen Tankstellen unseres Landes!

Müssen Ihre Mitarbeiter kurzarbeiten? Drohen sogar betriebsbedingte Entlassungen?

Unsere Mitarbeiter arbeiten aktuell überwiegend im Homeoffice. Entlassungen sind aktuell nicht geplant, aber mit möglichen Kurzarbeitsszenarien für die Sommermonate setzt sich der Vorstand im Moment sehr aktiv auseinander.

Womit können Sie den 27 Millionen DOSB-Mitgliedern Mut machen?

Vor allem damit, dass sich gerade in diesen Zeiten zeigt, wie wichtig der Sport für uns alle ist und welch hohes Ansehen er in der Gesellschaft und in der Politik genießt. Es ist ein großartiges Signal, wie solidarisch, besonnen und wertebasiert Sportdeutschland bisher dieser Krise begegnet. Denn die einschneidenden Maßnahmen, gerade was das Sporttreiben betrifft, werden nahezu ausnahmslos vorbildlich umgesetzt. Mut macht auch, wie vielschichtig und kreativ die Angebote gerade der Vereine und der Verbände zur Bewältigung der Krise sind: Zum Beispiel die von vielen angebotene Einkaufshilfe oder regelmäßige Telefonate von Übungsleitenden mit ihren Trainingsgruppen. Vor allem aber zeigt sich Sportdeutschland äußerst kreativ durch viele pfiffige digitale Sportangebote im Netz. Die Gemeinschaft als besondere Stärke des Sports zeigt sich auf eindrucksvolle Weise – die Sportvereine bieten sozialen Kitt für unsere Gesellschaft. Das macht uns für die Zukunft zuversichtlich.

Das Interview von Claus-Peter Bach erschien am 14. April 2020 exklusiv in der Rhein-Neckar-Zeitung